Angespielt - Timeshift

von Daniel Matschijewsky,
17.10.2007 12:55 Uhr

Lange Zeit war es in der Entwicklung, jetzt ist es endlich fertig: Das Spiel mit der Zeit Timeshift. In dem Ego-Shooter spielen Sie einen namenlosen Wissenschaftler, der dank seines Hightech-Anzugs die Zeit verlangsamen, anhalten und sogar zurück drehen kann. Klingt nach einem innovativen Ballerspiel -- und ist es über weite Strecken auch. Wir haben uns einige Stunden durch die Testversion gekämpft.

Ähnlich wie in Half-Life 2 knallt Ihnen das Programm zu Beginn zahlreiche, teils spektakuläre Skriptereignisse um die Ohren. Da liefern Sie sich zum Beispiel eine heftige Schießerei mit hinter brennenden Panzersperren versteckten Gegnern, als plötzlich ein Mech um die Ecke stapft und den halben Häuserblock in Schutt und Asche legt. Nach knapp zwei Spielstunden lässt das Effekt-Gewitter jedoch spürbar nach. Dann fällt plötzlich auch die dünne Story auf: Wo und zu welcher Zeit Sie unterwegs sind, verrät Ihnen das Programm ebenso wenig wie die Beweggründe von Dr. Krone, dem Bösewicht des Spiels.

Von der Möglichkeit der Zeitmanipulation sollten Sie regen Gebrauch bei den zahlreichen Rätseln machen. Damit etwa ein wippendes Brett nicht zu schnell durch Ihr Gewicht absackt, müssen Sie die Zeit bremsen und geschwind über die Planke balancieren. Problem: Oft erfahren Sie erst durch einen unfreiwilligen Tod, dass Sie die Zeitmanipulation hätten einsetzen müssen. Warnungen, dass wir etwa mit einem Zug auf ein Hindernis brettern und vor dem Aufprall die Zeit zurückdrehen sollen, kommen generell zu spät.

Noch viel wichtiger als bei den Rätseln ist das Spiel mit der Zeit in den zahlreichen Ballereien, bei denen Ihnen das Programm oft eine Übermacht an Gegnern vor die Flinte schickt, die Sie nur durch geschicktes Bremsen oder Anhalten der Zeit bezwingen. Doch selbst damit ist Timeshift kein Zuckerschlecken: Die Feinde schlucken viele Kugeln und treffen auf weite Distanz sicher. Zudem verschanzen sie sich klug hinter Kisten und versuchen im Team, Sie zu umkreisen.

In der kommenden GameStar-Ausgabe 12/2007 gibt's einen ausfühlichen Test, in dem sie auch erfahren, wie sich das Spiel in Sachen Leveldesign, Balance und vor allem der Technik schlägt. Eines vorneweg: Einen richtig guten PC sollten Sie schon haben...


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