Apple iPhone - Patent zeigt Smartphone als »Hirn« eines leeren Laptops

Apple denkt anscheinend darüber nach, die Leistung eines Smartphones als Basis für einen Laptop zu nutzen, der selbst fast nur aus Display und Tastatur besteht. Das zeigt ein recht aktueller Patentantrag.

von Georg Wieselsberger,
24.03.2017 09:41 Uhr

Der Apple-Patentantrag beschreibt eine Art iPhone-Laptop. (Bildquelle: USPTO)Der Apple-Patentantrag beschreibt eine Art iPhone-Laptop. (Bildquelle: USPTO)

Apple hat im September 2016 in den USA einen Patentantrag eingereicht, den das U.S. Patent and Trademark Office nun veröffentlicht hat.

Der Antrag beschreibt ein »elektronisches Zubehör-Gerät«, das die Nützlichkeit und die Fähigkeiten eines tragbaren Mobilgerätes erweitern soll. Hinter dieser Formulierung steckt vor allem die Idee eines Laptops, der selbst keinen Prozessor und in den meisten Fällen auch keinen Grafikchip besitzt.

iPhone-Dock statt Touchpad

Dafür befindet sich an der Stelle des üblichen Touchpads unterhalb der Tastatur ein Dock für ein iPhone. Wird das Smartphone in dieses Dock gelegt, übernimmt es die Rolle von Prozessor und Grafikchip, ist aber auch gleichzeitig dank Touchscreen nun tatsächlich auch das Touchpad des Laptops.

Apple beschreibt auch Laptops, die mit einem eigenen Grafikchip ausgestattet sind, um die eventuell höheren Auflösungen des Displays besser ansteuern zu können. Das Display des Laptops soll ein Touchscreen sein, da der Rechner im Grunde nur ein erweitertes iPhone ist und damit auch iOS als Betriebssystem genutzt wird. Damit ist ein Touchscreen für die meisten Funktionen notwendig.

Auch iPad-Version denkbar - Tablet als Display

Einige Versionen könnten sogar ein iPad als Laptop-Display verwenden. Hier entfällt dann das iPhone und im Tastatur-Teil des Gerätes steckt zusätzliche Hardware. Der Patentantrag zeigt, dass Apple mit dem Gedanken spielt, die Grenzen zwischen Laptop, Smartphone und Tablet weiter zu verwischen, allerdings auf Basis von iOS als Betriebssystem. Die so entstehenden Hybrid-Rechner wären also nicht mit macOS kompatibel.

Ob dem Antrag jemals ein echtes Produkt folgt, ist wie immer unklar. Die meisten Patentanträge dienen nur noch der Absicherung gegenüber anderen Unternehmen.

Quelle: Appleinsider, USPTO


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