ATI Radeon Catalyst - Treiber-Offensive ab Version 10.2 (Update)

In den kommenden zwei Monaten will AMD seine Radeon-Grafikkartentreiber Catalyst erheblich überarbeiten.

von Georg Wieselsberger,
18.02.2010 09:39 Uhr

Der Radeon-Grafikkartentreiber Catalyst 10.2, der heute im Laufe des Tages wie üblich auf game.amd.com veröffentlicht wird, bietet erstmals die Möglichkeit für Crossfire-Profile, die nicht mehr im Treiber selbst enthalten sein müssen. Diese Funktion wurde in eine XML-Datei ausgelagert, die leicht verändert und auf den neuesten Stand gebracht werden kann. Dazu will AMD eigene Updates veröffentlichen. Ob man auch selbst Änderungen vornehmen kann, ist noch nicht klar.

Auch der treiberinterne Unterbau von Crossfire wurde verändert, um zukunftssicherer zu sein. Crossfire und Eyefinity gleichzeitig zu verwenden, stellt ebenfalls kein Problem mehr dar. Wenn nicht gespielt wird, spart ein neuer Energiesparmechanismus »Ultra Low Power State« mehr Strom als bisher, in dem ein gegebenenfalls vorhandener zweiter Grafikchip unter Windows abgeschaltet wird. Das betrifft sämtliche Crossfire-Konfigurationen, also auch das aktuelle High-End-Modell Radeon HD 5970 mit zwei Grafikchips auf einer Platine. Langfristig soll der Crossfire-Betrieb zudem so erweitert werden, dass beliebige Kombinationen aus Radeon-Grafikkarten zusammen arbeiten können.

Ab dem Catalyst 10.3 werden auch Notebooks direkt von AMD mit neuen Treibern versorgt. Der Monitorrahmen wird bei Eyefinity-Setups ab dieser Treiberversion korrekt berücksichtigt. Die Farb-, Kontrast- und Helligkeitseinstellungen können für jeden Monitor einzeln angepasst werden, die Unterstützung von drei oder mehr Monitoren wurde verbessert und es ist einfacher, von einem Darstellungsmodus zum einem anderen zu wechseln.

Catalyst 10.3 enthält außerdem erstmals die Unterstützung für 3D-Stereoskopie, so dass auch eine Bildwiederholrate von 120 Hz möglich wird. Im Gegensatz zu Nvidia mit Geforce 3D Vision wolle man aber lediglich Spielraum für die Monitorhersteller schaffen, aber keine eigene Hardware in Form von Brillen verkaufen.

Nach den letzten Monaten, in denen sich eher wenig bei den Treibern getan hat, können sich Besitzer von ATI-Grafikkarten also auf diese und die nächste Treiberversionen freuen.

Update 18.02.2010

Die Februar-Ausgabe Catalyst 10.2 steht inzwischen zum Download für Windows XP, Windows Vista und Windows 7 bereit. Neben den bereits beschriebenen Features behebt der Treiber auch einige kleinere Fehler und bietet eine Handvoll Leistungssteigerungen.

Bei DiRT 2 verspricht AMD bis zu 8 Prozent mehr Leistung bei allen Karten von der Radeon HD 5750 bis zur Radeon HD 5970. Bei Battleforge verbessert sich die Radeon HD 5870 im Crossfire-Verbund um 6 Prozent.

Eine leichte Verbesserung für den DirectX-9-Pfad des DirectX-11-Benchmarks Unigine Heaven für die Radeon HD 5700- und HD 5800-Serien sowie bis zu 4 Prozent Leistungsgewinn für die Radeon HD 5970 in Chronicles of Riddick – Assault on Dark Athena verspricht AMD ebenfalls.

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