Bioshock Infinite - Ken Levine über das Storytelling

Levine: Wenn sich vorhandene Entwickler-Tools zum Erzählen einer Geschichte nicht eignen, muss man die Geschichte ändern, nicht die Tools.

von Florian Inerle,
11.01.2012 18:05 Uhr

Bioshock Infinite erscheint laut Entwickler Irrational Games noch 2012.Bioshock Infinite erscheint laut Entwickler Irrational Games noch 2012.

Im Interview mit der englischsprachigen Spielewebseite Gamasutra erklärt Ken Levine, Erfinder der Bioshock-Serie und Creative Director von Irrational Games, dass man sich beim Ego-Shooter Bioshock Infinite auf eine begrenzte Anzahl von Kamera-Einstellungen und Werkzeugen beschränkt, um die Story zu erzählen. Grund dafür sei aber nicht - wie bei anderen Spielen - Zeitdruck oder mangelnde Mittel, sondern dass man mit nur wenigen, dafür aber passenden Methoden versuchen will, ein fesselndes Erlebnis zu erschaffen.

Wenn es einmal keine geeigneten Werkzeuge gebe, die Geschehnisse fesselnd zu erzählen, kreiere man laut Levine kein neues Werkzeug. Stattdessen wird die Geschichte so verändert, dass sie wieder besser mit den begrenzten Möglichkeiten zusammenpasst. »Immer wenn man mit den Werkzeugen zu kämpfen hat, ist das ein Kampf den man nicht gewinnen kann«, so Levine.

Levine ist außerdem davon überzeugt, dass man die Story eines Spiels genauso spannend gestalten kann wie in einem guten Film. »Ich glaube nicht, dass es irgendein Medium gibt, dass Vor-, oder Nachteile gegenüber anderen Medien besitzt. Man muss die Stärken der einzelnen Medien nur gut in Szene setzen«, so Levine.

Als Beispiel dafür nennt Levine die Fähigkeit, zwischen verschiedenen Kamera-Perspektiven zu wechseln. Wenn man darauf verzichtet, könne man seiner Meinung durch andere Einstellungen nämlich im gleichen Zuge an erzählerischer Tiefe und Sogwirkung zulegen.

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