Braid - Entwickler Jonathan Blow stellt Klone und Nachahmer an den Pranger (Update: Microsoft-Statement)

Braid hat einigen anderen Spiele-Entwicklern offenbar als Vorlage für ihre im Windows-Store angebotenen Indie-Titel gedient. Darauf hat jedenfalls der Game-Designer Jonathan Blow nun hingewiesen. Mittlerweile hat auch Microsoft auf die Vorwürfe reagiert.

von Tobias Ritter,
17.01.2014 12:55 Uhr

Einige dreiste Spiele-Entwickler haben allem Anschein nach Assets aus Jonathan Blows Braid für ihre eigenen Titel genutzt.Einige dreiste Spiele-Entwickler haben allem Anschein nach Assets aus Jonathan Blows Braid für ihre eigenen Titel genutzt.

Update (17. Januar 2014): Mittlerweile hat sich Microsoft gegenüber der englischsprachigen Webseite vg247.com zu den Vorwürfen von Blow geäußert und erklärt, dass sehr schnell darauf reagiere, wenn ein Entwickler Plagiats-Vorwürfe vorbringe. Sollten diese dann gerechtfertigt sein, entferne man die fragliche Applikation stets unverzüglich aus dem Windows-Store.

Alle drei von Blow genannten Titel, die offensichtlich Assets aus dem Indie-Spiel Braid nutzen, waren zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Updates allerdings noch erhältlich.

Originalmeldung: Der Indie-Spielentwickler Jonathan Blow ist offenbar etwas angefressen, wie ein Blick auf seinen Twitter-Account verrät. Der Grund: Einige offenkundige Plagiate seines Titels Braid machen derzeit im Windows-Store die Runde.

Die wenig kreativ Breid, Braidy Jump und Brady's Adventure genannten Braid-Klone machen dabei nicht nur in der Produktbeschreibung Gebrauch von durch Blow erstellten Original-Assets sondern binden die aus der offenkundigen Vorlage bekannte Grafiken auch noch in ihr eigenes Spielgeschehen ein.

Ob Blow lediglich die Öffentlichkeit auf den dreisten Diebstahl seines geistigen Eigentums aufmerksam machen wollte, oder ober er bereits anderweitige Schritte eingeleitet hat, ist bisher noch unklar. Es dürfte aber wohl kaum verwundern, wenn besagte Kopien früher oder später aus dem Windows-Store gelöscht werden.

In Braid manipulieren die Spieler die Zeit und lösen dadurch verzwickte Rätsel. In jeder der insgesamt sechs Welten greift der kleine Tim als Protagonist auf unterschiedliche Fertigkeiten zurück, verlangsamt Objekte oder lässt seinen Schatten für sich arbeiten. Die vermeintlichen Klone, auf die Blow nun aufmerksam gemacht hat, weisen allerdings ein deutlich weniger komplexes Gameplay auf.

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