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Bullet Run im Test - Das Kostenlos-CoD

Ist Bullet Run bloß ein weiterer Pay2Win-Shooter, der in der Masse untergeht, oder bereichert Acony den Free2Play-Markt um attraktive Multiplayer-Schießereien? Unser Ersteindruck.

von Malte Witt,
26.08.2012 08:00 Uhr

Bullet Run - Test-Video 4:35 Bullet Run - Test-Video

Nach unzähligen Redesigns, Namens- und Gameplay-Änderungen hat es der Free2Play-Shooter des deutschen Entwickler Acony endlich aus der Beta-Phase geschafft. Bullet Run heißt er inzwischen, die vorigen Titel Parabellum und Hedone sind Geschichte. Wobei der Name sowieso egal ist, denn wie sagt man so schön: »Wichtig is‘ auf’m Platz.« – oder eben in der TV-Arena.

Moment, TV-Arena? Um das zu verstehen, muss man die Hintergrundgeschichte zu Bullet Run kennen – wobei »Geschichte« schon ein großes Wort wäre. Bullet Run spielt in einer nahen Zukunft, in der sich die Reality TV-Show »Bullet Run« großer Beliebtheit erfreut. Darin schießen sich die Teilnehmer für Ruhm und Ehre gegenseitig über den Haufen. Natürlich stirbt keiner wirklich, dank der »revolutionären Synth-Technologie« erleben erlegte Spielteilnehmer sofort eine Reinkarnation in einen neuen Körper – somit ist auch der Respawn erklärt.

Bullet Run - Screenshots ansehen

Call of Duty für lau

Die Spezialfähigkeiten wie hier die Gatling-Gun bringen uns einen großen Vorteil, sind aber nicht übermachtig.Die Spezialfähigkeiten wie hier die Gatling-Gun bringen uns einen großen Vorteil, sind aber nicht übermachtig.

Das Spielprinzip von Bullet Run hält keine großen Überraschungen bereit. In den beiden Spielmodi Team-Deathmatch und Dominion, einer Herrschafts-Variante (die Teams streiten sich um zwei taktisch wichtige Punkte auf der Karte), bekriegen sich zwei Teams aus je maximal zehn Spielern. Die sechs Arenen sind recht begrenzt und übersichtlich, aber nicht unkomplex. Mehrere Ebenen, enge Gänge und weitläufige Flächen wechseln sich ab und verlangen nach Vorsicht und Kartenkenntnis.

Für Abschüsse erhalten wir »Heat«, also im Grunde nichts anderes als Erfahrungspunkte. Kopfschüsse, Assists, Nahkampf-Attacken und einige andere Aktionen füllen unser Heat-Konto zusätzlich, was uns nach und nach neue Fans beschert. Wenn wir nach einem Match wieder ein paar Tausend virtuelle Anhänger mehr gesammelt haben, steigen wir im Level auf und schalten neue Waffen und Klamotten frei.

Innerhalb eines Matches erspielen wir mit Heat nach und nach vier Spezialfähigkeiten. Acht Stück gibt es davon insgesamt, darunter ein kleiner Lebensenergie-Boost, eine Minigun, eine steuerbare Explosiv-Drohne und Mörserbeschuss.

Die Spezialfähigkeiten: Akimbo Dank »Akimbo« bekommen wir kurzzeitig je eine Waffe in beide Hände gedrückt und ballern uns damit durch das gegnerische Team

Berserker Befinden wir uns im Berserker-Modus, besitzen wir deutlich mehr Lebenspunkte als üblich und hauen den Feind mit bloßen Händen vom Feld.

Drohne Die Explosiv-Drohne fliegt, von uns gesteuert, nahe an Gegner heran, um dann zu explodieren und den Widersacher mit ins Nirvana zu nehmen.

Heilung Dank einer praktischen Lebensenergie-Spritze heilen wir uns mittem im Gefecht.

Mörser Hinter der Tür dahinten hat sich ein Gegner verschanzt - oder vielmahr hatte, der angeforderte Mörser-Schlag dürfte ihn erwischt haben.

Neurobug Schaffen wir es nah genug an einen Gegner, paralysiert der Neurobug ihn und macht ihn so zu einem leichten Ziel.

Geschützturm So ein Geschützturm verteidigt effektiv Engstellen. Wir können uns währenddessen um noch wichtigere Dinge kümmern.

Gatling-Gun Die Gatling-Gun verlangsamt uns zwar stark, wer uns vor die Flinte läuft, hat dafür kaum eine Chance.

Das alles klingt sehr bekannt. Bullet Run geht abgesehen vom Szenario ganz eindeutig in Richtung der neueren Call of Duty -Teile. Kleine Maps, schnelle Gefechte ohne Fahrzeuge oder sonstigen Schnickschnack, Levelaufstiege und Spezialfähigkeiten, die wir nach einer bestimmten Anzahl Kills aktivieren können – das alles trifft sowohl auf Call of Duty als auch auf Bullet Run zu.

Aber ob man will oder nicht: Lieber gut kopiert, als schlecht selbst gemacht. Und Bullet Run funktioniert auch abseits der eigentlichen Spielelemente wunderbar. Die Steuerung fühlt sich richtig gut an, ist präzise und eingängig. Die Spezialfähigkeiten sind nicht übermächtig, sorgen aber, richtig eingesetzt, für einen manchmal entscheidenden Vorteil. Und zu alledem dürfen wir Bullet Run kostenlos spielen.

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