Copernicus - Eingestelltes Amalur-MMO laut Sony großartig aber zu teuer

Bei Sony Online Entertainment gibt es mit Präsident John Smedley offenbar einen bekennenden Fan des einst von Curt Schillings 38 Studios angestoßenen und mittlerweile eingestellten Amalur-MMOs Copernicus. Eine Übernahme der Finanzierung sei jedoch zu teuer gewesen, heißt es.

von Tobias Ritter,
11.02.2014 11:59 Uhr

Kingdoms of Amalur: Project Copernicus war laut Sony ein großartiges Spiel - allerdings zu teuer für eine Finanzierung.Kingdoms of Amalur: Project Copernicus war laut Sony ein großartiges Spiel - allerdings zu teuer für eine Finanzierung.

Der einstige Baseball-Star Curt Schilling hat vor nicht allzu lange Zeit für wenig schmeichelhafte Schlagzeilen gesorgt: 2012 fuhr er die von ihm 2007 gegründete Entwicklerfirma 38 Studios, mit dem er zwischenzeitlich das Rollenspiel Kingdoms of Amalur: Reckoning veröffentlichte, finanziell vor die Wand. Die Folge: Das aktuell in der Entwicklung befindliche MMO-Projekt Copernicus wurde eingestellt - und fand auch keinen neuen Käufer.

Offensichtlich hat Schilling damals jedoch nichts unversucht gelassen, um das Spiel doch noch zu retten. Das jedenfalls ließ nun John Smedley, Präsident von Sony Online Entertainment, in einer ganzen Reihe von über twitter.com lancierten Nachrichten wissen. Mehr als einmal sei Schilling bei Sonys Online-Gaming-Sparte vorstellig geworden, um die Finanzierung für Copernicus doch noch zu sichern. Am Ende scheiterte der Deal dann laut Smedley aber keineswegs an der Qualität des Spiels, sondern vielmehr an den Projektkosten.

Die Schuld für die Einstellung des Projekts und die Pleite des Entwicklerstudios sieht Smedley allerdings nicht bei Schilling, sondern bei Rhode-Island-Gouverneur Lincoln Chaffee:

»Ich hatte das Glück, das Spiel sehen zu dürfen. Es sah großartig aus. Und wenn dieser Idiot, Gouverneur Chaffee, es nicht so blödsinnig zerredet hätte, als Curt gerade versuchte, die Finanzierung zu sichern, dann wäre das Spiel heute spielbar.«

Curt sei ein ehrlicher Kerl mit guten Intentionen, dessen einziges Verbrechen es gewesen sei, daran zu glauben, Dinge stets besser machen zu können, so Smedley weiter. Schilling habe sich buchstäblich den Hintern aufgerissen, um die Finanzierung für Copernicus sicherzustellen.

Darauf angesprochen, warum Sony Online Entertainment das Spiel dann nicht einfach fertigstelle, wenn es doch so großartig ausgesehen habe, ließ Smedley wissen, dass die Marke selbst ohne die Leute dahinter nicht halb so viel wert sei. Das Risiko sei einfach zu hoch gewesen, wie es auf vg247.com heißt.

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