Das Ende der Tablets - Zwei-Fronten-Kampf gegen Smartphones und Notebooks

Eigentlich galten Tablets einige Zeit als der ideale Ersatz für Notebooks, doch nun sieht es so aus, als würde die Kombination aus großen Smartphones und wieder beliebteren Notebooks die Tablets langsam überflüssig machen.

von Georg Wieselsberger,
13.01.2017 13:38 Uhr

Auch die Verkäufe der iPad von Apple sinken.Auch die Verkäufe der iPad von Apple sinken.

Die Produktsparte der Tablets steht laut Marktforschern vor einem weiteren Einbruch der Verkaufszahlen. Vor einigen Jahren galten Tablets als ein Grund für den Niedergang des PCs, doch inzwischen sehen die Analysten das etwas anders.

Laut dem Marktforscher Paul Lee von Deloitte gibt es drei Geräte, die bei den Verbrauchern insgesamt wesentlich beliebter sind: Fernseher, Smartphones und vollwertige Computer. Tablets würden keine dieser Geräte jemals komplett ersetzen können.

Verkäufe sinken seit Jahren

Im Jahr 2014 wurden weltweit noch 230 Millionen Tablets verkauft, 2017 sollen es nun nur noch 165 Millionen Geräte sein und damit ein Drittel weniger. 2016 wurden noch 182 Millionen Tablets verkauft. Laut der Analyse von Deloitte stehen die Tablets in einem Kampf an zwei Fronten. Einerseits werden große Smartphones, sogenannte Phablets, immer beliebter und machen für viele Nutzer ein weiteres Tablet überflüssig.

Auf der anderen Seite stehen Notebooks und 2-in-1-Geräte, die mit mehr Anschlüssen und einer echten Tastatur aufwarten können und gerade bei jüngeren Nutzern wieder beliebter werden. Mit 152 Millionen Geräten, die 2017 verkauft werden sollen, könnten alleine die Notebooks fast schon zu den Tablets aufschließen können. Dazu kommen rund 99 Millionen erwartete Verkäufe von Desktop-PCs.

2-in-1-Notebooks auf dem Vormarsch

Einige Marktforscher gehen davon aus, dass gerade die 2-in-1-Notebooks mit abnehmbaren Touchscreen, der dann als Tablet genutzt werden kann, in Zukunft noch öfter gekauft werden. Bis 2020 soll diese Geräteklasse sogar ein Fünftel aller vorhandenen PCs ausmachen. Innerhalb der Desktop-PCs erleben gerade Spiele-Rechner einen Aufschwung, da deren Verkäufe ansteigen, während die PC-Verkäufe je nach Analyse stagnieren oder sogar leicht sinken sollen.

Quelle: Techradar


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