Das Ende des PCs - Michael Dell widerspricht Apple-Chef Tim Cook

Ältere Leser erinnern sich sicher an das seit vielen Jahren angekündigte Ende des PCs oder eher an dessen Ausbleiben. Nun hat auch Apple-Chef Tim Cook PCs für überflüssig erklärt. Michael Dell, der Gründer von Dell, sieht das anders.

von Georg Wieselsberger,
14.11.2015 08:41 Uhr

Das Apple iPad Pro soll laut Tim Cook Notebooks und Desktop-PCs überflüssig machen.Das Apple iPad Pro soll laut Tim Cook Notebooks und Desktop-PCs überflüssig machen.

Update: Michael Dell, Gründer und Chef des gleichnamigen PC-Herstellers, hat in einem Interview zu den Aussagen von Apple-Chef Tim Cook Stellung bezogen. Nachdem Steve Jobs schon 2010 die Post-PC-Ära und nun Tim Cook erneut das Ende des PCs einläuten wollten, erklärte Dell, dass diese »Nach-dem-PC-Ära« großartig für den PC gewesen sei. »Als die Nach-dem-PC-Ära anfing, wurden rund 180 Millionen PCs pro Jahr verkauft und nun sind es mehr als 300 Millionen. Ich mag die Post-PC-Ära.«

Weltweit gäbe es 1,8 Milliarden PCs, von denen 600 Millionen mehr als vier Jahre alt seien und Hersteller wie Dell würden inzwischen »neue, wunderschöne, flache und leistungsfähige PCs« bauen, die wesentlich besser seien als das, was vor fünf Jahren erhältlich war.

Quelle: Telegraph

Originalmeldung: Das Ende des PCs wurde in den letzten Jahren schon mehrmals angekündigt, anhand von Markt- und Verkaufsdaten auch quasi schon bewiesen und traf trotzdem bislang nicht ein. Nun plant Apple laut einem Bericht des Telegraph, dem PC zumindest am Arbeitsplatz der Garaus zu machen.

Die Aussagen von Apple-Chef Tim Cook fallen natürlich nicht zufällig nicht mit der Markteinführung des neuen iPad Pro zusammen, den genau damit will Cook den herkömmlichen PC ersetzen. Seit gestern ist das 12,9 Zoll große Tablet ab 899 Euro zu haben. »Ich glaube, wenn man sich einen PC ansieht, warum sollte man noch einen kaufen wollen? Nein, wirklich, warum sollte man einen kaufen?«, so Cook gegenüber der britischen Zeitung.

Seiner Ansicht nach wird das iPad Pro für »sehr, sehr viele Leute« der Ersatz für ein Notebook oder einen Desktop-PC sein. »Sie werden anfangen, es zu verwenden und zu dem Schluss kommen, dass sie sonst bis auf ihre Smartphones nichts Anderes mehr brauchen«. Außerdem ist das iPad Pro laut Cook für kreative Menschen so »unglaublich« gut geeignet, dass sie keinen Zeichenblock mehr brauchen. Der dafür notwendige Stylus, der in diesem Fall »Apple Pencil« heißt, ist allerdings optional und kostet weitere 109 Euro.

Ähnliches gilt übrigens auch für das Smart Keyboard, das Tastaturcover für das iPad Pro, für das zusätzliche 179 Euro fällig werden. Zum Lieferumfang des Tablets gehört lediglich ein Netzteil und ein USB-auf-Lightning-Kabel. Damit ist das iPad Pro, wenn es als Notebook-Ersatz mit Tastatur zum Einsatz kommen soll und der Apple Pencil gekauft wird, teurer als beispielsweise die 13-Zoll-Version des Macbook Air, die ab 1.099 Euro angeboten wird.

Quelle: Telegraph

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