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Datenkrake Google - Ratgeber: So schützen Sie sich

Die Datensammel-Wut kennt keine Grenzen. Google speichert nicht nur, welche Inhalte es im Web gibt, sondern auch, welcher Anwender welche Interessen hat. Hier lesen Sie, warum das so ist – und wie Sie Ihre Spuren verwischen.

07.05.2010 13:00 Uhr

Womit verdient Google eigentlich sein Geld?
Das Unternehmen bietet jede Menge äußerst praktische Dienste, die meisten davon kostenlos. Sind die eher dezenten Werbelinks am rechten Fensterrand die einzige Einnahmequelle? Niemand weiß das genau – aber eins wissen wir: Google trägt jede Menge Daten über Ihr Nutzungsverhalten zusammen. Davor sollten Sie sich schützen.


Wer surft wo? Benutzerprofile sind viel wert
Google sammelt akribisch Daten und Verhaltensmuster der Kunden – und je mehr Dienste ein Anwender nutzt, umso detaillierter wird das Profil, das Google daraus erstellen könnte. Insbesondere die Werbeindustrie leckt sich nach solchen Profilen die Finger. Je mehr über einen Web-Surfer bekannt ist, desto besser kann ein Werbenetzwerk ihm Banner einblenden, die an seinen Interessen ausgerichtet sind. Und je zielgerichteter Werbung ist, desto eher nimmt ein Anwender sie wahr und klickt sie an.
Ob Google tatsächlich alle anfallenden Daten zu einer Person über alle Dienste hinweg verknüpft, weiß nur das Unternehmen selbst. Theoretisch möglich wäre es auf jeden Fall.

Mehr Privatsphäre: Sie können verhindern, dass Google Ihre Suchaktivitäten sitzungsübergreifend verknüpfen kann. Dazu stellen Sie Ihren Browser so ein, dass er Cookies beim Beenden löschtMehr Privatsphäre: Sie können verhindern, dass Google Ihre Suchaktivitäten sitzungsübergreifend verknüpfen kann. Dazu stellen Sie Ihren Browser so ein, dass er Cookies beim Beenden löscht

Identifizierung mit Cookies: So sammelt Google Infos über Sie
Wenn Sie die Google-Suche zum ersten Mal benutzen, speichert die Suchmaschine über die Cookie-Funktion von Firefox, Internet Explorer & Co. mehrere eindeutige Identifikationsnummern in Ihrem Browser. Bei allen folgenden Besuchen der Google-Suche werden diese ID-Nummern zurück an Google übertragen. Wenn Sie das Cookie nicht von Hand löschen, wird es erst nach zwei Jahren ungültig und durch ein neues ersetzt. Das bedeutet, dass Google zwei Jahre lang alle eingegebenen Suchbegriffe und Ihre sonstigen Aktivitäten bei Google-Diensten einem bestimmten PC zuordnen kann. Google wüsste also, dass Person X oft nach Kochrezepten sucht, ein Fan von Online-Rollenspielen ist, gerne auch mal erotische Bilder anguckt und häufig Restaurants in Berlin finden möchte.

Wenn der Anwender auch andere Google-Dienste nutzt, zum Beispiel Google Mail, und bei der Anmeldung korrekte Namens- und Adressdaten eingegeben hat, könnte Google den gesammelten Suchabfragen auch eine reale Person zuordnen. Ob der Suchmaschinenbetreiber so weit geht, ist nicht bekannt. Zu Googles Ent-lastung muss man sagen, dass fast jede große Website Cookies benutzt, um Benutzer wiederzuerkennen.

Suchanfragen: Das erfährt Google dabei über Sie

Welche und wie viele Daten Google über Sie sammeln kann, hängt davon ab, welche Dienste Sie nutzen. Bei der reinen Suchanfrage werden laut den Google-Datenschutzbestimmungen (www.google.de/intl/de/privacy.html) die folgenden Informationen gespeichert: Ihre Suchbegriffe, Ihre IP-Adresse, der Browser-Typ, die Sprache des Browsers sowie das Datum und der Zeitpunkt Ihrer Anfrage. Erst nach neun Monaten werden die letzten Stellen der IP-Adresse unkenntlich gemacht.
Außerdem ist in den Suchergebnisseiten ein Javascript enthalten, das an Google übermittelt, welche Treffer Sie angeklickt haben. Wie lange diese Infos gespeichert werden, geht aus den Datenschutzbestimmungen nicht eindeutig hervor.

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Web-Protokoll: Google passt sich Ihrem Suchverhalten an
Die Information, auf welche Suchergebnisse Sie geklickt haben, nutzt Google seit kurzem, um Ihnen bei weiteren Anfragen passendere, auf Ihre Interessen abgestimmte Ergebnisse zu liefern. Es kann also durchaus vorkommen, dass Sie auf zwei PCs, auf denen Sie in der Vergangenheit unterschiedliche Suchvorgänge durchgeführt haben, zu ein und demselben Suchbegriff völlig unterschiedliche Trefferlisten erhalten.


Web-Protokoll abschalten:
Wenn Sie das nicht wünschen, klicken Sie auf einer beliebigen Ergebnisseite rechts oben auf „Webprotokoll“. Im nächsten Schritt wählen Sie „Anpassungen auf der Grundlage der Suchaktivitäten deaktivieren.

Besitzen Sie einen Google-Account, weil Sie zum Beispiel Google Mail oder einen anderen Dienst des Anbieters verwenden? Sofern Sie nach der Nutzung dieser Dienste die Web-Suche aufrufen, ohne sich zuvor ausgeloggt zu haben, werden alle Ihre Suchanfragen und angeklickten Seiten Ihrem Account zugeordnet. Über den Link „Webprotokoll“ lassen sie sich jederzeit einsehen.
Wenn Sie das nicht möchten, rufen Sie das Web-Protokoll auf. Klicken Sie links auf „Elemente entfernen“ und anschließend in der rechten Spalte mittig auf „Gesamtes Webprotokoll löschen“. Dadurch werden nicht nur alle gesammelten Informationen entfernt, sondern es wird auch die Protokollierung deaktiviert (Google nennt es „angehalten“).

Google verrät nicht ausführlich genug, was gespeichert ist:
Einen vagen Überblick über die Daten, die Google in oder zu Ihrem Account gespeichert hat, bietet die Seite www.google.com/dashboard. Welche Informationen Google zu einer Cookie-ID gesammelt hat und ob diese ID dem Account zugeordnet ist, darüber konnten wir dort allerdings keine Informationen finden. Auch die gespeicherten „Aktivitätsdaten“ (siehe folgende Punkte) haben wir vermisst.

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