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Depressionen und Spiele - Teil 4: Therapie in VR

Das US-Militär erforscht die Virtual Reality als Therapiemethode für traumatische Kriegserlebnisse. Lassen sich damit auch Depressionen bekämpfen?

von Thomas Ortsik,
03.08.2016 08:00 Uhr

Depressionen gehen oft einher mit anderen psychischen Erkrankungen, etwa problematischem Suchtverhalten oder Angsterkrankungen. Beispielsweise kann ein Mangel an Selbstvertrauen Versagens- und Trennungsängste hervorrufen. Im Umkehrschluss kann ein schwer traumatisierendes Erlebnis jedoch auch der Auslöser einer Depression sein. Und das US-Militär arbeitet daran, solche psychischen Traumata zu behandeln – mithilfe von Virtual Reality.

Gemeinsam mit der University of Southern California (USC) arbeitet die amerikanische Armee an zwei VR-Projekten. Bereits seit 2005 läuft die Forschung an »Bravemind«, einer Konfrontationstherapie zur Behandlung von Posttraumtaischen Belastungsstörungen (PTBS), die sich Soldaten zuziehen können, wenn sie im Einsatz schreckliche Ereignisse erleben etwa einen Selbstmordattentat oder den Tod eines Kameraden.

Vermuten Sie, an Depressionen zu leiden? Dann wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin, die Sie zu psychiatrischen Fachärzten überweisen können. In vielen Städten gibt es zudem einen Krisendienst, der telefonisch und persönlich berät. Ebenfalls helfen kann die Stiftung Deutsche Depressionshilfe, die einen Selbsttest und ein Forum zum Erfahrungsaustausch anbietet.

Bei akuten Suizidgedanken oder anderen schweren Symptomen wählen Sie bitte den Notruf und suchen Sie das Krankenhaus auf. Die psychiatrischen Kliniken in Deutschland haben eine flächendeckende Versorgung nach Postleitzahlen, man kann Ihnen in jedem Krankenhaus mit einer Notaufnahme die entsprechende Klinik nennen.

Das Ziel dieser Konfrontationstherapie besteht darin, dass sich der Betroffene immer wieder in das traumatische Ereignis zurückversetzt, um die dabei aufgebauten Emotionen langsam abzuarbeiten. Für eine erfolgreiche Behandlung muss der Patient allerdings in der Lage sein, dieses Ereignis abermals zu durchleben. Bei klassischen Therapien geht das über den Dialog, man spricht darüber, wieder und wieder. Dabei kommt etwa die sogenannte »Bildschirmtechnik« zum Einsatz: Der Geschädigte stellt sich die traumatisierende Situation wie einen Film vor, der auf einem Bildschirm abläuft, wahrt aber selbst seine Distanz als Zuschauer.