Die beste Spiele-Hardware fürs Geld - Upgrades mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis

Der PC ist eine offene Plattform – die meisten Bauteile lassen sich fast beliebig austauschen. Das macht ihn im Vergleich zu Konsolen wesentlich flexibler. Wir haben die Upgrades mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis zusammengestellt.

von Daniel Visarius,
02.01.2010 11:08 Uhr

Qualität kostet Geld. Aber nicht jeder braucht einen Ferrari. Im Alltag schlägt sich der schnöde, sauber verarbeitete Golf meist wesentlich besser. Er kostet nur einen Bruchteil, schluckt weniger Sprit, fährt zumindest laut Straßenverkehrsordnung gleich schnell und eignet sich nebenbei auch als Packesel. Mit Spiele-Hardware verhält es sich oft ähnlich. Die Hersteller haben längst erkannt, dass sich (pro Einheit) im Spielermarkt wesentlich mehr Geld machen lässt als im Büro-Segment. Viele der speziell auf Spieler ausgerichteten Geräte beziehungsweise deren Funktionen sind zwar nicht generell unnütz, aber nur wenige Spieler brauchen wirklich absolutes High-End-Equipment. Schließlich kann auch nur ein Profifahrer einen hochgezüchteten Rennwagen sicher auf der Strecke ausfahren. Anders ausgedrückt: Die besten Counterstrike-Spieler der Welt nehmen jede noch so winzige Unregelmäßigkeit bei Eingabegeräten oder Monitoren wahr, weil sie seit Jahren jeden Tag stundenlang trainieren, das Spiel, die Karten und die Taktiken perfekt kennen. In einer direkten Auseinandersetzung hätte ein normaler Spieler, selbst wenn auch er seit Jahren Counterstrike spielt, mit ganz anderen Problemen zu kämpfen als der Frage, ob diese oder jene Maus ein Hundertstel exakter arbeitet – ein normaler Spieler würde diese Nuancen nie wahrnehmen, geschweige denn alle Funktionen der Hardware ausnutzen. Allerdings haben Spieler wie Sie und wir höhere Anforderungen an die Hardware als der durchschnittliche Nutzer, der nur surft, Musik hört und E-Mails schreibt. In diesem Schwerpunkt haben wir die beste Hardware fürs Geld quer durch die Produktkategorien gesammelt. Jedes einzelne Gerät taugt zum Spielen. Um die unterschiedlichen Budgets und Präferenzen abzubilden, haben wir je nachdem zwei oder drei Produktvorschläge pro Kategorie herausgesucht.

Geld sparen

Teure High-End-Hardware fehlt in unserer Auswahl. Bei diesen Luxusprodukten bezahlen Sie für marginale Vorteile oft ein Vielfaches mehr als für den Preis-Leistungs-Sieger der jeweiligen Produktkategorie. Auch Billigheimer ohne Gegenwert haben wir aussortiert. Dennoch ist hohe Qualität oft viel günstiger, als Sie vielleicht vermuten. In diesem Schwerpunkt finden Sie schnelle Grafikkarten ab 75 Euro sowie komplette Aufrüstpakete aus Prozessor, Hauptplatine, RAM und Kühler ab 235 Euro. Voll spieletaugliche 22-Zoll-Monitore gibt es bereits für 170 Euro, hochwertige 24-Zöller ab 220 Euro. Gute Spieler-Headsets kosten nicht mehr als 30 Euro, 5.1-Surround-Lautsprecher nicht mehr als 70 Euro, passende Soundkarten liegen bei 60 Euro. Langlebige Eingabegeräte wie Mäuse, Tastaturen und Gamepads beginnen schon bei 20 Euro. Für ein gutes Lenkrad müssen Rennfahrer mindestens 55 Euro investieren. Falls Ihnen dabei genau die Produktkategorie fehlt, in der Sie eine Neuanschaffung planen: In unserem Einkaufsführer finden Sie viele weitere Kategorien, darunter Notebooks, Grafikkarten-Kühler und TFTs über 24 Zoll.

Preise vergleichen

Allgemeingültige Preise abzudrucken, fällt nicht leicht. Einige Produktsegmente sind regelmäßigen Schwankungen unterworfen. Das betrifft hauptsächlich Arbeitsspeicher und Festplatten, die zu Tagespreisen gehandelt werden. Trotzdem geht auch bei eher preisstabilen Produkten wie Eingabegeräten oder Monitoren die Spanne weit auseinander. Auf der teuren Seite stehen meist lokale Einzelhändler und die großen Elektronikketten wie Media Markt und Saturn. Gerade letztere überbieten sich in ihren Prospekten zwar mit aggressiven Angeboten, im Durchschnitt sind deren Preise aber keinesfalls so günstig, wie in der Werbung versprochen wird. Dafür können sie im Fall von Problemen oder Defekten oft aber am schnellsten helfen oder Geräte austauschen. Am preiswertesten kaufen Sie in der Regel bei Internet-Versandhändlern. Dabei sollten Sie jedoch auf das Kleingedruckte achten. Besonders an den Versandkosten trennen sich oft die seriösen von den unseriösen Anbietern. Nutzen Sie im Zweifel die Bewertungsfunktionen der Preisvergleichs-Anbieter auf den einschlägigen Internetseiten. Wenn ein Händler bei einer ausreichend hohen Fallzahl überwiegend negativ oder skeptisch gesehen wird, sollten Sie besser bei einem anderen Versender kaufen, selbst wenn dieser für den Postweg ein paar Euro mehr verlangt.

Richtig aufrüsten

Praktisch alle vorgestellten Produkte harmonieren mit bestehenden PCs. Beim Austausch der Grafikkarte oder von CPU und Mainboard müssen Sie aber die Stromversorgung sicherstellen. Je nach der bisher eingesetzten Hardware brauchen die neuen Bauteile mehr Strom. In einem aktuellen Spiele-PC sollte wenigstens ein 450-Watt-Netzteil stecken. Verzichten Sie dabei unbedingt auf billige Angebote und greifen Sie zu einem Markennetzteil. Konkrete Vorschläge können Sie unseren Selbstbau-PCs im Einkaufsführer entnehmen.

Die besten Grafikkarten für Spieler

Bei den Grafikkarten vollzieht sich gerade der Generationswechsel von DirectX 10 hin zu DirectX 11. Trotz zahlreicher Modelle sind derzeit nur wenige für Spieler empfehlenswert – wir haben die besten für Sie herausgesucht.

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CPU, Mainboard, Speicher und Kühler

Im Spiele-PC müssen Prozessor, Kühler, Mainboard und RAM perfekt harmonieren – wir haben drei zuverlässige und schnelle Kombinationen für jeden Geldbeutel zusammengestellt.

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Mäuse, Tastaturen & Co

Für optimale Kontrolle brauchen Sie die richtigen Eingabegeräte.Wir haben die besten Mäuse, Tastaturen, Gamepads und Lenkräder zusammengestellt.

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Perfekter Spieleklang

Vornehmlich in Sport- und Rennspielen sowie vielen Konsolenumsetzungen bieten Gamepads bessere Kontrolle als Maus und Tastatur.

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TFT-Monitore

Der Trend zu größeren Monitoren bei kleiner werdenden Preisen hält an. TFTs unter 22 Zoll gibt es kaum noch, Bildschirme mit 24 Zoll bekommen Sie ab 200 Euro.

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