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Disciples 3: Resurrection im Test - Untot tut Not

Disciples 3: Resurrection schickt Profis mit der neuen Untoten-Fraktion in eine lange und fordernde Kampagne. Serien-Neulinge bleiben dabei im Regen stehen.

von Jochen Gebauer,
18.10.2011 15:08 Uhr

Auf die Wiedergeburt folgt die Auferstehung – klingt komisch, ist aber so: Mit Disciples 3: Resurrection (»Auferstehung«) setzt Akella Disciples 3: Renaissance (»Wiedergeburt«) fort. Als Letzteres im vergangenen Sommer erschien, gingen die Reaktionen der kleinen, aber feinen Disciples-Fangemeinde nämlich deutlich auseinander. Die einen begrüßten die spielerischen Neuerungen und das an Heroes of Might and Magic angelehnte Kampfsystem, für die anderen gilt das zehn Jahre alte Disciples 2 nach wie vor als Serien-Höhepunkt.

Selige Einigkeit allerdings herrschte bei einer zentralen Frage: »Wo sind die Untoten?!« Das alleine lauffähige Addon Disciples 3: Resurrection liefert nun die geforderte Knochenfraktion nach. Besitzen muss man den Vorgänger dazu nicht; gespielt haben sollte man ihn aber.

Disciples 3: Resurrection - Screenshots ansehen

Der Einstieg: Nix für Einsteiger

Wer die mitunter wirre Geschichte von Disciples 3: Renaissance nicht kennt, dürfte sich nach dem Intro von Disciples 3: Resurrection fühlen, als sei er gerade mitten im Film in den Kinosaal gestolpert. Und wird spätestens bei der ersten Kampagnen-Mission feststellen, dass dieser Film auf Burgenland-Kroatisch mit papua-neuguineischen Untertiteln läuft.

Auf der Abenteuerkarte gibt es viel zu entdecken, taufrisch ist die Optik dabei allerdings nicht.Auf der Abenteuerkarte gibt es viel zu entdecken, taufrisch ist die Optik dabei allerdings nicht.

Ein Tutorial gibt’s nämlich nicht, und die integrierte Hilfe-Funktion liefert über elementare Spielzusammenhänge wie das Upgradesystem für Einheiten bestenfalls rudimentäre Infos. Man merkt deutlich, dass Resurrection für Veteranen der Reihe im Allgemeinen und des Vorgängers im Besonderen konzipiert ist.

Die fühlen sich dafür sofort heimisch. An der bewährten Spielmechanik haben die Entwickler nämlich (fast) nichts verändert. Wer Renaissance liebte, wird auch Resurrection lieben. Wie gewohnt ziehen wir unsere Armee rundenweise über die Landkarte, verhauen in Hexfeld-Gefechten allerlei Monster und Wegelagerer, bauen unsere Stadt aus und päppeln unseren untoten Helden auf. Das sieht nicht nur frappierend so aus wie der Vorgänger, das spielt sich auch haargenau so – bis hin zur erneut wirren und dröge inszenierten Story.

Der Spielablauf: Unverwüstlich

Ob uns die hanebüchene Handlung von Disciples 3: Resurrection etwas ausmacht? Kein Stück. Wie der Konkurrent Might & Magic: Heroes 6 lebte auch die Disciples-Reihe schon immer vom unverwüstlichen »nur noch diese eine Runde«-Charme. Und genau der entfaltet auch bei Resurrection sein volles Suchtpotenzial.

Die Karten sind wunderbar riesig und laden förmlich zum Entdecken ein, die Rollenspiel-Elemente motivieren, die Schlachten spielen sich flott, trotzdem stimmt der taktische Tiefgang. Wenn uns am Spielverlauf eine Sache stört, dann lediglich das immer noch unnötig zähe Scrolling – ein echtes Ärgernis.

Werwölfe sind gegen normale Angriffe immun und gerade zu Beginn der Kampagne beinahe übermächtig.Werwölfe sind gegen normale Angriffe immun und gerade zu Beginn der Kampagne beinahe übermächtig.

Überhaupt haben die Entwickler nicht nur alle Stärken von Renaissance übernommen, sondern auch konsequent sämtliche Schwächen. So fehlen immer noch elementare Komfort-Funktionen. Wenn wir im Laden beispielsweise nach einer besseren Waffe stöbern, müssen wir uns die Werte des aktuell ausgerüsteten Schwerts merken oder aufschreiben, denn ein Vergleichsfenster existiert nicht.

Das haben wir bereits im Test von Disciples 3. Renaissance kritisiert. So wie übrigens auch das Inventar, in dem es weiterhin zugeht wie bei Hempels unterm Sofa. Ein wenig Feinschliff an bedienungstechnischen Ecken und Kanten darf auch ein Addon leisten; besonders, wenn es mit rund 30 Euro einen stolzen Preis hat.

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