Disney - Medienkonzern kauft YouTube-Netzwerk »Maker Studios« für 500 Mio. Dollar

Die The Walt Disney Company hat das Multi-Channel-YouTube-Netzwerk Maker Studios aufgekauft. Der Kaufpreis liegt zwischen 500 Millionen und 950 Millionen US-Dollar.

von Tobias Ritter,
25.03.2014 10:38 Uhr

Das YouTube-Netzwerk Maker Studios wurde für 500 Millionen US-Dollar von Disney aufgekauft. Weitere 450 Millionen US-Dollar sind noch in der Schwebe.Das YouTube-Netzwerk Maker Studios wurde für 500 Millionen US-Dollar von Disney aufgekauft. Weitere 450 Millionen US-Dollar sind noch in der Schwebe.

Nachdem es bereits vor einigen Wochen erste Gerüchte diesbezüglich gab, ist es nun offiziell: Der US-Medienkonzern The Wald Disney Company hat sich das Multi-Channel-YouTube-Netzwerk Maker Studios einverleibt. Das berichtet die englischsprachige Webseite recode.net. Der Kaufpreis soll bei 500 Millionen US-Dollar liegen. Allerdings könnten weitere 450 Millionen US-Dollar fließen, sollte das Unternehmen in naher Zukunft einige vereinbarte Zielvorgaben erreichen.

Maker Studios wurde 2009 unter anderem von der US-Schauspielerin Lisa Donovan gegründet und produziert vornehmlich Videos für diverse YouTube-Kanäle. Unter Vertrag genommen hat das Unternehmen unter anderem Tessa Violet, PewDiePie, Bart Baker, KassemG, Timothy DeLaGhetto, Peter Shukoff, Lloyd Ahlquist's Epic Rap Battles of History, Angry Joe, TotalBiscuit und das Sub-Network Yogcast. Das gesamte Netzwerk hat mittlerweile fast so viele Zuschauer wie Nickelodeon und weist monatlich rund 5,5 Milliarden Video-Aufrufe auf.

Disney-Manager Kevin Mayer äußerte gegenüber recode.net, dass man die Werkzeuge und Mitarbeiter von Maker Studios nun dazu nutzen werde, um eigene Disney-Inhalte im Netz zu vertreiben.

»Ich denke, dass Maker und YouTube sich ganz gut ergänzen. Wir freuen uns, diesen Geschäftsbetrieb in seiner aktuellen Struktur nutzen zu können«, so Mayer.

Anders als bei bisherigen Übernahmen wird Disney seine Neu-Akquisition übrigens nicht in den eigenen Geschäftsbetrieb integrieren, sondern weiterhin weitestgehend eigenständig agieren lassen. Maker-Studios-Chef Ynon Kreiz wird dazu fortan direkt an Disneys Finanzchef Jay Rasulo berichten.

Die Maker-Studios-Übernahme durch Disney ist übrigens nicht der erste Versuch eines größeren Medienkonzerns, in die YouTube-Landschaft einzusteigen. Erst vor wenigen Wochen hat sich etwa Warner Bros. mit 18 Millionen US-Dollar am YouTube-Netzwerk Machinima beteiligt.


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