Drogendealer - Browserspiel des Tages - Heiße Waren

Im 20. Teil unserer Serie "Browserspiel des Tages" widmen wir uns dem Actionspiel Drogendealer.

von Gerald Meyer,
23.09.2008 17:00 Uhr

Jeweils wochentags um 17:00 Uhr stellen wir Ihnen Browserspiele vor, die sich auf dem deutschen Markt etabliert haben. Dabei handelt es sich um bekannte und weniger bekannte, gute und weniger gute Browserspiele.

Im 20. Teil unserer Serie "Browserspiel des Tages" widmen wir uns dem Actionspiel Drogendealer.

Drogendealer funktioniert nach einer einfachen Regel: Es gilt, Defizite der Bedarfsdeckung in jeglicher Form auszugleichen. Diese bestimmt letztendlich auch den Preis, der jedoch zumeist nach Ihren Einkäufen sofort fällt. Da heißt es, einen langen Atem zu bewahren oder die Ware zum niedrigeren Preis abzustoßen, sofern Sie klamm sind. Immerhin reisen Sie durch die ganze Welt, und das verschlingt schon mal den einen oder anderen Tausender.

Mein kleiner grüner Kaktus... steht beim Meskalindealer auf dem Balkon

Wichtig ist die Marktanalyse vorab, die ebenfalls Geld kostet. Es gibt fünf verschiedene Möglichkeiten, sich in Drogendealer zu verdient zu machen; meistens funktionieren bestimmte »Berufe« aber erst ab einem gewissen finanziellen Rückhalt. Sie dürfen Sie bspw. andere Spieler erst überfallen, wenn Sie 45.000 Euro Ihr Eigen nennen.

Sie sind entweder als klassischer Drogendealer unterwegs, der mit illegalen Waren handelt; als Treibstoffhändler, der die Defizite im Treibstoffbedarf der Städte ausgleicht; als Kopfgeldjäger, der Mitspieler jagt; als Zuhälter, der Nutten »sammelt«; oder als Dieb, der anderen Spielern Bargeld klaut. Vereinen Sie diese fünf Strategien meisterlich, sollte Ihr Geldbeutel stets reichlich gefüllt sein.
Sie fahren übrigens mit einem Schrottauto; Sie können über den Premium-Account allerdings auch per Flugzeug reisen, was erheblich schneller vonstatten geht, außerdem ist der Laderaum größer. Da die Reisen allerdings sehr kurz anberaumt sind, ist dies am Anfang nicht zwingend erforderlich, da man seinen Kofferraum sowieso nicht ausreichend bestücken kann.

Ein Angebot, das Sie auch ausschlagen können

Haben Sie schlussendlich genug Erfahrung gesammelt, besteht die Möglichkeit, sich zum Paten wählen zu lassen. Das bringt Ihnen einen Tribut von 10% aller Gewinne aus den Drogengeschäften derjenigen, die für Sie abgestimmt haben.

Möchten Sie sich nicht in den Schutz eines Paten begeben, können Sie auch eine Clanmitgliedschaft eingehen. Ein Gimmick, das seinesgleiches sucht, ist die Option, kostenlos sein eigenes »böses« Dealer-Foto hochzuladen, das bei Abschluss der eigentlichen Dealer-Geschäfte als Porträt per Random-Befehl eingeblendet wird. Das verwirft dann auch den Einwand auf eine eher comicartige Bearbeitung, die vielleicht viele bevorzugt hätten.

Fazit: Drogendealer bedient sich eines überzeugend selbstironischen Charakters und ist mehr als Fun-Applikation zu sehen (hinter der selbstverständlich eine ernste Thematik steckt). Wenn Sie bspw. ein Banner auf Ihrer Seite platzieren, bekommen Sie für jeden Klick eines anderen Users eine Nutte gutgeschrieben – da macht Werbung Spaß! Bleibt mir nur noch zu sagen: Free your mind...

Name:

Drogendealer

Webseite:

Sprache:

Deutsch

Genre:

Action / Strategie

Präsentation:

+++

Zugänglichkeit:

++++

Spielspaß:

+++

Downloadclient:

nein

Premium:

ja

Zeitaufwand:

sehr niedrig

Lästerfaktor:

++++

Alle bisher getesteten Browserspiele finden Sie in der Übersicht.

Gerald Meyer, Jahrgang 1975, ist freiberuflicher Autor; zuletzt erschien von ihm Das Abandonware-Lexikon. Meyer war Gründer des "G. Meyer Taschenbuch Verlag", in dem insgesamt 52 Titel erschienen sind, u. a. Klassiker-Neubearbeitungen, vorwiegend jedoch Newcomer aus dem Underground. Er ist Mitglied im Komitee des Kurd-Laßwitz-Preises. Website: www.geraldmeyer.de


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