E3 Media and Business Summit - Ubisoft unzufrieden mit Ort und Zeit der E3

Der derzeitige Termin und Ort der E3 Media and Business Summit ist nach Meinung von Ubisoft-Manager Alain Corre »nicht angemessen« für die Bedeutung der Veranstaltung. Der Executive Director bemängelte in einem Interview mit dem Branchenmagazin amesindustry.biz vor allem das Mitte-Juli-Datum der diesjährigen Messe: Der Termin sei zu spät für wichtige Spieleankündigungen gewesen, weshalb das Interesse an der E3 nachgelassen habe. Zwar seinen noch alle US-Spielemedien vor Ort, aber es gäbe deutlich weniger internationale Presse und auch kaum US-Mainstream-Medien, beklagt sich der Ubisoft-Manager.

von Rene Heuser,
17.07.2008 16:17 Uhr

Der derzeitige Termin und Ort der E3 Media and Business Summit ist nach Meinung von Ubisoft-Manager Alain Corre »nicht angemessen« für die Bedeutung der Veranstaltung. Der Executive Director bemängelte in einem Interview mit dem Branchenmagazin amesindustry.biz vor allem das Mitte-Juli-Datum der diesjährigen Messe: Der Termin sei zu spät für wichtige Spieleankündigungen gewesen, weshalb das Interesse an der E3 nachgelassen habe. Zwar seinen noch alle US-Spielemedien vor Ort, aber es gäbe deutlich weniger internationale Presse und auch kaum US-Mainstream-Medien, beklagt sich der Ubisoft-Manager.

»Was wir wollen, und was wir gerade besprechen, ist eine E3 wieder im Mai und in einem größeren Format«, sagte Corre. Ubisoft sei nicht per se mit dem Verlauf der E3 2008 unzufrieden -- das Feedback auf die Pressekonferenz und die gezeigten Spiele sei sehr gut gewesen -- jedoch könne man insgesamt mehr aus der Messe machen. Bezüglich der Größe der Veranstaltung machte Corre aber deutlich, dass eine »Spaßmesse« wie 2006 wolle er nicht mehr. Seinerzeit waren immer mehr private Besucher auf die Messe gekommen - eigentlich ist die E3 eine Messe ausschließlich für Fachpublikum - und hatten für immer mehr Kosten, Lärm und letzlich weniger Zeit zum Ausprobieren der Spiele gesorgt.

Die E3-Messe sei immer noch ein Meilenstein im Kalender von Ubisoft und es ist mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft sehr wichtig, dort als Spielehersteller vertreten zu sein, sagte Corre. Das ganze könnte nur effizienter sein, wenn es auf eine andere Art und Weise gemacht werden würde -- früher im Jahr und größer, so dass wieder alle dabei sind.

Hintergrund:

Die E3-Messe hatte sich auf Druck der großen Publisher im vergangenen Jahr deutlich verschlankt und war nach Santa Monica ausgewichen. Nach viel Kritik von den Medien und auch den Publisher selbst, war die Messe in diesem Jahr nun wieder an ihren alten Standort im Zentrum von Los Angeles zurückgekehrt -- jedoch deutlich kleiner als in den früheren Jahren. Die eher mageren Pressekonferenzen der großen Drei, Sony, Microsoft und Nintendo, dürften aber kaum dazu beigetragen haben, dass sowohl die angereisten Journalisten noch die Spieler die E3 2008 als besonders wichtige Veranstaltung in Erinnerung behalten werden. Vor allem mit Blick auf die großen Publisher-Messen (Ubidays, Captivate, Blizzcon, Quakecon und viele, viele mehr) dürfte es ein fromer Wunsch bleiben, dass die E3 ihre alte Größe und Bedeutung wiedererlangt.


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