Elsword im Test - Kunterbuntes Action-Rollenspiel

Schlag mich, tritt mich, gib mir Tiernamen: Im Fantasy-Prügel-Actionspiel Elsword geht’s gleich zur Sache. Der hibbelig-bunte Look ist nicht jedermanns Sache, doch dahinter lockt viel kurzweiliger Actionspaß.

von Martin Deppe,
14.01.2011 15:15 Uhr

Doppelt Held besser: Wir kämpfen gemeinsam mit einer Schützin gegen einen kugeligen Baumritter.Doppelt Held besser: Wir kämpfen gemeinsam mit einer Schützin gegen einen kugeligen Baumritter.

Während Sie in den meisten Gratis-Spielen noch gemächlich mit dem erste Questgeber plappern, hauen Sie in Elsword schon Viecher um: Im quietschbunten Fantasy-Actionspiel wirbeln Sie als ebenso quietschbunter Schwertkämpfer, Magier- oder Jägerdame durch noch quietschbunterer Dungeons, Dörfer und Landschaften. Trotz der nur drei Klassen haben Sie dabei viele Möglichkeiten zum Spezialisieren, etwa durch magische Ausrüstung, später durch weitere Klassenspezialisierungen, mit der aus der kickenden Bogenschützin eine Kriegsschützin wird.

Die Grafik: alt trifft neu

Elsword ist, simpel ausgedrückt, ein altmodischer Side-Scroller, Sie lenken Ihre Figur mit den Pfeiltasten nach links oder rechts, und hüpfen auf Plattformen. Verlaufen geht nicht. Bei Spezialangriffen und Zwischensequenzen dreht sich das Bild horizontal, sodass ein räumlicher Eindruck entsteht. Schick! Anfangs werden vor allem ältere Semester von den vielen Infos, Sprechblasen, Effekten und Einblendungen schier erschlagen – aber Elsword richtet sich sowieso vor allem an junge Spieler unter 16. Oder an junggebliebene.

Parallax-Sidescroller Grundsätzlich ist Elsword wie ein guter alter Parallax-Sidescroller aufgebaut, dreht aber gelegentlich in der Horizontalen.

Klopperei mit Tiefe Händler mit besonderen Items und ein simpler Skill-Baum bringen mehr Tiefe in die bunte Klopperei.

Die Kämpfe: wuselig-flott

Spätestens wenn Sie mit mehreren Spielern einen instanzierten Dungeon in Angriff nehmen, quillt der Bildschirm über wie eine geplatzte Monsterpackung Smarties: Dank der Spezialattacken der Charaktere (die Schützin hat unter anderem einen Dreierschuss) ist wirklich nonstop was los. Legen Sie sich schon mal ein paar X- und Y-Tasten als Ersatz parat, denn mit denen lösen Sie Ihre Angriffe und Kombos aus, die Sie nach und nach lernen und verbessern. Weil die Dungeons in ein paar Minuten durch sind, eignet sich Elsword auch mal für einen kurzen Ausflug zwischendurch. Nett: Sie können im Spiel einen Verkaufsstand aufmachen und selbst hergestellte Waren verticken, zum Beispiel Elixiere.

Der Shop: gut nachrechnen!

Nicht lange rumeiern: Das Portal rechts führt in die nächste Instanz. Wegweiser machen Verlaufen unmöglich.Nicht lange rumeiern: Das Portal rechts führt in die nächste Instanz. Wegweiser machen Verlaufen unmöglich.

Apropos verticken: Natürlich gibt’s auch in Elsword einen Shop, in dem Sie gegen harte Euro virtuelle Gegenstände kaufen können. Aber nicht müssen. Die Preise gehen größtenteils in Ordnung, allerdings sollten Sie schon schauen, ob Sie manche Dinge wirklich brauchen. Ein größerer Rucksack für Ihr Inventar kostet zum Beispiel 3,90 Euro, wenn Sie das kleinste Paket der Spielwährung kaufen (500 Coins für 4,99 Euro. 30.000 Coins kosten 99,99 Euro). Wenn Sie auf die Erweiterung verzichten, müssen Sie halt öfter zum Händler rennen.


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