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Enemy Front im Test - Reporter auf Abwegen

Wozu braucht man Soldaten, wenn man Kriegsberichterstatter hat? Im Test zu Enemy Front schalten wir als Schreiberling die halbe Wehrmacht aus. Besonders viel Spaß macht das allerdings nicht.

von Johannes Rohe,
14.06.2014 09:30 Uhr

Enemy Front - Story-Trailer des Weltkrieg-Shooters 1:24 Enemy Front - Story-Trailer des Weltkrieg-Shooters

Am 1. August 1944 um Punkt 17 Uhr hallen plötzlich Schüsse durch die Straßen des besetzten Warschaus. Explosionen krachen, überall in der Stadt erheben sich Kampfverbände der Polnischen Heimatarmee gegen die deutschen Besatzungstruppen - der Warschauer Aufstand hat begonnen.

Vom Schreiberling zum Shooterhelden

Diese dramatische Episode des Zweiten Weltkriegs dient dem polnischen Entwickler CI Games als Hintergrund für den Shooter Enemy Front. In Rückblenden ballern wir dort als amerikanischer Kriegsberichterstatter Robert Hawkins, aber auch Seite an Seite mit Widerstandsbewegungen in Frankreich, Norwegen sowie Deutschland und erfahren, wie aus dem Journalisten ein Kämpfer gegen das Nazi-Regime wurde.

Das Potenzial für eine spannende Geschichte ist also vorhanden. Was CI Games daraus macht, ist jedoch eine hanebüchene, in schlecht aufgelösten Videosequenzen präsentierte Rahmenhandlung, um den 16 Missionen einen Zusammenhang zu geben. Hawkins' Wandlung vom Schreiberling zum Shooter-Helden ist mit einem Fingerschnippen abgetan: Seine Kontaktperson, eine Anführerin der französischen Résistance, wird von Deutschen gefangengenommen.

Steam-Pflicht: Enemy Front muss auf Steam aktiviert werden. Zwar dürfen Sie das Spiel anschließend auf beliebig vielen Rechnern installieren, ein Weiterverkauf ist dann aber nicht mehr möglich.

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Enemy Front - Screenshots ansehen

Grund genug für den Kriegsberichterstatter, Stift gegen Sturmgewehr zu tauschen und ohne mit der Wimper zu zucken Hunderte Wehrmachtssoldaten niederzumähen. Klar, dass so ein toller Hecht dann auch an Geheimaufträgen für Widerstandsbewegungen in vier Ländern teilnehmen darf.

Es ist nicht die Story, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel zieht, sondern das Gefühl, dass die Entwickler aus dem vorhandenen Material viel mehr hätten machen können. Dabei weckt Enemy Front gerade zu Anfang große Hoffnungen auf ein gelungenes Erlebnis.

Ein vielversprechender Auftakt

Die erste Mission spielt kurz nach dem Beginn des Warschauer Aufstands. Die Polnische Heimatarmee plant einen Angriff auf die besetzte Heilig-Kreuz-Kirche. Zunächst müssen wir jedoch Sprengstoff besorgen und einen gefangenen Priester befreien. In welcher Reihenfolge wir diese Aufträge absolvieren, bleibt uns überlassen. Ähnliche Entscheidungen finden sich an einer Handvoll Stellen im Spiel, so beschützen wir in einer anderen Mission wahlweise als Scharfschütze einen Kameraden oder rücken selbst am Boden vor.

Enemy Front - Grafikvergleich: PC gegen Xbox 360 2:58 Enemy Front - Grafikvergleich: PC gegen Xbox 360


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