Fig - Kickstarter-Alternative mit Gewinnbeteiligung

Brian Fargo, Feargus Urquhart, Tim Schafer und weitere Kickstarter-Veteranen haben gemeinsam die Crowd-Funding-Plattform Fig gegründet. Das neue Angebot soll sich teilweise deutlich von der Konkurrenz unterscheiden.

von Tobias Ritter,
19.08.2015 11:55 Uhr

Vereinte Kickstarter-Prominenz: Diverse Crowd-Funding-Veteranen haben gemeinsam eine neue Plattform gegründet, die einiges besser machen soll als die etablierte Konkurrenz.Vereinte Kickstarter-Prominenz: Diverse Crowd-Funding-Veteranen haben gemeinsam eine neue Plattform gegründet, die einiges besser machen soll als die etablierte Konkurrenz.

Wenn sich Brian Fargo (inXile, Wasteland 2), Feargus Urquhart (Obsidian, Pillars of Eternity) und Tim Schafer (Double Fine, Broken Age) zusammenschließen, kann dabei entweder ein grandioses Old-School-Rollenspiel-Adventure herauskommen - oder eine neue Crowd-Funding-Plattform mit einigen innovativen Ansätzen.

Fig gehört zur zweitgenannten Kategorie - und möchte sich ausschließlich im Gaming-Bereich als ernsthafte Alternative zu bekannten Angeboten wie Kickstarter etablieren.

Kopf des ambitionierten Projekts ist Justin Bailey, ein früherer Chief Operation Officer (COO) des Entwicklerstudios Double Fine. Ebenfalls mit im Boot: Aaron Isaksen, der Vize-Präsident von AppAbove Games. Und das in der Gaming-Branche durchaus bekannte Team möchte einiges anders machen als die Konkurrenz.

Unter anderem müssen Crowd-Funding-Projekte auf Fig zunächst einen öffentlich einsehbaren Kurationsprozess durchlaufen, bevor sie zur Finanzierung freigegeben werden. Außerdem investieren die Geldgeber hier nicht nur in ein zukünftiges Spiel und einige nette Gimmicks, sondern (optional) tatsächlich mit der Aussicht auf eine baldige Rendite. Je nach Investitionssumme und einer vorherigen Einordnung als Investor winkt nämlich später eine mal mehr und mal weniger große Gewinnbeteiligung.

Dadurch ist Fig nicht nur für private Gaming-Fans interessant, sondern lockt auch solvente Investoren an - was wohl ein Grund dafür sein dürfte, dass das bisher einzige Projekt Outer Wilds bei nur 244 Unterstützern bereits auf einen Betrag von fast 60.000 US-Dollar kommt.

Und auch sonst gibt es - neben dem reinen Videospiel-Fokus - weitere Unterschiede. Selbst nach der Veröffentlichung eines Spiels soll den Initiatoren bei der weiteren Vermarktung geholfen werden. Ziel ist es, den Indie-Entwicklern eine Art Netzwerk zu bieten, das sie auf dem gesamten Weg der Spielentwicklung unterstützt.

Die in Fig involvierten Game-Designer haben übrigens bereits angekündigt, kommende Projekte über die neue Crowd-Funding-Plattform finanzieren zu wollen.

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