Ghost Recon: Future Soldier - Unsichtbar am Strand

Ghost Recon: Future Soldier wird anders als die alten Serienteile, aber schlecht gefällt's uns deswegen noch lange nicht.

von Petra Schmitz,
18.08.2010 12:26 Uhr

Bei Ubisoft gab's auf der gamescom Spielszenen des Taktik-Shooters Ghost Recon: Future Soldier zu sehen. In der Mission, die uns präsentiert wurde, musste das Ghost Recon-Team an der Küste eines nicht näher benannten nordeuropäischen Landes den Vormarsch von US-Marines sichern, indem es einen geplanten Hinterhalt vereitelt. Die Küstenregion sieht übrigens aus, als sei sie gerade frisch aus einem Roland-Emmerich-Film importiert: zerstörte Gebäude säumen den Strand, dazwischen liegen angespülte Wasserminen, alles erinnert irgendwie an typische postapokalyptische Szenarien.

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Das Ghost-Team muss allerdings nicht nur den Hinterhalt vereiteln, sondern auch einen wichtigen Drahtzieher der Gegner gefangen nehmen. Doch der Mann ist gut bewacht. Lautes Drauflosballern würde zudem dazu führen, dass der Schurke die Biege macht. Also schleichen Sie sich mittels Tarnvorrichtung (macht Sie durch die Reflektion der Umgebung auf Ihre Rüstung nahezu unsichtbar) an einzelne Gegner heran und schalten Sie mit der schallgedämpften Waffe aus. Idealerweise, ohne dabei gesehen zu werden. Denn ganz wie Crysis versagt die Tarnvorrichtung dann, wenn Sie einen Schuss abfeuern. Wieso, das wussten die Menschen bei Ubisoft auch nicht.

Ziemlich cool war die Aktion, als sich der vom Ubisoft-Menschen gesteuerte Ghost Recon-Soldat von hinten an einen Feind mit Wärmebildbrille (die macht auch Getarnte sichtbar) ranschlich, den Schurken ausknipste, ihn festhielt, ihn so am Umkippen hinderte und hinter ihm in Deckung ging. Denn gleich vor dem Mann patrouillierte ein weiterer Feind.

Ein paar Minuten später hatten die Ghosts die Zielperson erreicht. Die war aber noch immer von drei Wachen eingerahmt. In solchen Momenenten können Sie das KI-Team synchroniesieren, den Begleitern also den Befehl geben, gemeinsam zuzuschlagen. Drei zeitgleiche Schüsse später war die Zielperson gefangen.

Schnelle, dreckige Action

Anschließend gab's dann auch eine heiße Ballerei inklusive abstürzendem Helikopter und einigen KI-Aussetzern auf Seiten der Gegner. Da muss Ubisoft noch nachbessern, sonst wird Ghost Recon: Future Soldier am Ende noch zu einfach.

Das Ghost-Team auf dem Weg zu einem neuen Einsatz.Das Ghost-Team auf dem Weg zu einem neuen Einsatz.

Apropos Ende: In der Schlussszene der Präsentation sahen wir den Konvoi der Marines am Strand, einige Männer standen neben den Humvees, schauten auf einen sauber verschnürten Mann auf dem Boden herunter und fragten sich, wie der da hingekommen ist. Dann zoomte die Kamera raus, zeigte noch mehr Verwüstung als zu Beginn und die Ghosts, wie sie sich ungesehen aus den Staub machten.

Auch wenn Ghost Recon: Future Soldier nicht mehr allzuviel mit den letzten Teilen der Reihe gemein hat -- uns hat die Präsentation ziemlich gut gefallen. Das Szenario wirkt trotz des Hightech-Schnickschnacks insgesamt dreckiger. Fein auch: Angeblich kann man das Spiel im Vierer-Koop meistern.


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