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Hellblade: Senua's Sacrifice - Stimmen im Kopf

Ein AAA-Studio wendet Publishern den Rücken zu und will im Alleingang unabhängige Blockbuster schaffen. Mit Hellblade: Senua’s Sacrifice steht das erste Spiel dieses tollkühnen Plans in den Startlöchern. Wir haben mit Ninja Theory über ihr Spiel und »Independent AAA« gesprochen.

von Rae Grimm,
09.08.2017 08:00 Uhr

Nicht nur die Heldin von Hellblade: Senua's Sacrifice lebt in einer eigenen Welt, sondern auch seine Entwickler.Nicht nur die Heldin von Hellblade: Senua's Sacrifice lebt in einer eigenen Welt, sondern auch seine Entwickler.

Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Videospiel im Jahr 2017 sich in eine von zwei Kategorien einteilen lässt: Indie-Game oder AAA-Blockbuster. Denn zumindest in den Augen vieler Spieler scheint es entweder Titel zu geben, die als kleines Herzensprojekt eines unabhängigen Studios mit wenigen Entwicklern und wenig Budget entstehen. Oder gigantische und auf Hochglanz polierte Blockbuster-Projekte, die dank der tieferen Taschen eines Publishers durch eine höhere Produktionsqualität auf sich aufmerksam machen und darauf abzielen, besonders markttauglich und zugänglich zu sein - auch auf Kosten der eigenen Individualität.

Einen Mittelweg gibt es zwar, ihn gehen AA-Projekte wie The Surge oder Elex. Doch auch die entstehen meist in Zusammenarbeit mit Publishern. Das britische Entwicklerstudio Ninja Theory hat sich fest vorgenommen, dieses Muster zu durchbrechen. Sie wollen beweisen, dass es mehr gibt als nur Blockbuster-Spiele zu Blockbuster-Preisen oder Nischentitel für den kleinen Geldbeutel. Mit Hellblade: Senua's Sacrifice kündigen sie während der Gamescom 2014 ein Action-Adventure an, mit dem sie AAA-Qualität in kleinerem Rahmen, zu kleinerem Preis bieten wollen - und das völlig unabhängig ohne Publisher.

Duell gegen die Unterwelt: Hellblade: Senua's Sacrifice im Test

Auf dem Papier klingt das Konzept so spannend wie waghalsig. Daher folgen wir einer Einladung von Ninja Theory nach Cambridge, um uns nicht nur das Spiel genauer anzusehen, sondern außerdem mit Game Director und Studio-Mitbegründer Tameem Antoniades darüber zu sprechen, ob »Unabhängiges AAA« mehr als nur eine Werbephrase ist. Denn die Aussage ist klar: Wir wollen bei den ganz Großen mitspielen. Aber kann das ein 20köpfiges Entwicklerteam wirklich leisten?

Und natürlich sprechen wir über Hellblade selbst, denn die Entstehungsart des Action-Adventures ist so eng verknüpft mit der ungewöhnlichen Thematik des Spiels, dass es Senua's Sacrifice in Zusammenarbeit mit einem Publisher womöglich nicht hätte geben können. Denn wie seine Heldin leben auch seine Entwickler in einer eigenen Welt.

Hellblade hätte womöglich gar keinen Publisher gefunden. Oder zumindest keinen, der seine Thematik unverändert »durchgewunken« hätte.Hellblade hätte womöglich gar keinen Publisher gefunden. Oder zumindest keinen, der seine Thematik unverändert »durchgewunken« hätte.

Himmel & Hölle - Von Heavenly Sword zu Hellblade

Ninja Theory ist kein unbeschriebenes Blatt in der Spielebranche. 2000 als Just Add Monsters gegründet, wurden sie unter neuem Namen bekannt durch ihre Arbeit am PlayStation 3-exklusiven Hack & Slash Heavenly Sword, dem Action-Adventure Enslaved: Odyssey to the West sowie dem Devil May Cry-Reboot DmC bevor sie sich bis zu seiner Einstellung dem Toys-to-Life-Titel Disney Infinity 3.0 widmeten.