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High Hell im Test - Wahnsinn in Dosen

Der minimalistische Ego-Shooter High Hell von Devolver Digital beschränkt sich auf das Allernötigste: Eine Waffe, zwanzig Level, kein Schnickschnack – und trifft im Test damit genau ins Schwarze.

von Manuel Fritsch,
24.10.2017 18:45 Uhr

High Hell von Devolver lässt sich am ehesten als Hotline Miami aus der Ego-Perspektive beschreiben.High Hell von Devolver lässt sich am ehesten als Hotline Miami aus der Ego-Perspektive beschreiben.

»Keep it simple, stupid!« gilt als das eiserne Credo eines jeden Kreativschaffenden. Das auf seine Anfangsbuchstaben reduzierte »KISS«-Prinzip fordert dazu auf, zu Problemen eine möglichst einfache, direkte Lösung anzustreben. Der Indie-Publisher Devolver Digital, bekannt für seine unkonventionellen Spiele wie Hotline Miami oder Shadow Warrior, scheint diese Formel verinnerlicht zu haben. Mit High Hell veröffentlichen die jungen Wilden nun den wohl ehrlichsten und rudimentärsten Shooter des Jahres, gegen den sogar Serious Sam so tiefsinnig wie ein Shakespeare-Stück wirkt.

High Hell stammt aus der Feder des Brasilianers Terri Vellmann (Heavy Bullets) und entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Musiker Doseone. Das Spiel lässt sich am ehesten als das uneheliche ADHS-Kind des Celshading-Shooters XIII beschreiben, das in einer wilden, durchzechten Nacht mit der unberechenbaren wie unwiderstehlichen Hotline Miami entstand.

Jeder der 20 Level besteht aus mindestens einem Primär- und kann mehrere Sekundärziele haben.Jeder der 20 Level besteht aus mindestens einem Primär- und kann mehrere Sekundärziele haben.

High Hell nimmt keine Gefangenen und ist ein auf das absolute Mindestmaß reduzierter Shooter mit einer gehörigen Portion Neon-Trash, Humor und Wahnsinn. Unser Ziel ist die Zerschlagung eines bösen Drogenkartells, dass von einem Obermotz namens BO$$ regiert wird. Ende der Story. Alles was wir brauchen, ist unsere treue Schrotflinte, die uns über den Verlauf der insgesamt 20 Level begleitet. Mit nervigen Shooter-Konventionen wie Nachladen, unterschiedlichen Waffen oder gar Dialogen und Cutscenes verschwendet das Spiel erst gar keine Zeit: Die schnelle Action - und nur diese - steht im Mittelpunkt des Spiels.

High Hell sehen … und sterben. Die Hauptfigur hält nur wenige Schüsse aus, mit Druck auf die R-Taste starten wir den Level sofort neu von vorne.High Hell sehen … und sterben. Die Hauptfigur hält nur wenige Schüsse aus, mit Druck auf die R-Taste starten wir den Level sofort neu von vorne.

I've come to chew bubblegum and kick ass …

Wie ein räudiger Straßenköter macht der Celshading-Shooter einfach, wozu er Lust hat. Türen werden grundsätzlich eingetreten. Türklinken sind was für Leute, die auf Quicktime-Events stehen und David-Cage-Werke mit dem PlayStation-Move-Controller spielen. High Hell hat für sowas keine Zeit. Speed ist alles! Speed ist gut! Apropos Speed: Hinter der nächsten Tür wartet schon das nächste Drogenlabor, dass wir genüsslich auseinandernehmen und in Brand setzen. Erst schießen, dann fragen. Wobei es auch keine Rolle spielt, wer unsere Gegner sind. Es sind schlicht Handlanger, die für den bösen Drogenboss arbeiten. Und wenn uns Filme auf VHS in den 80er eins gelehrt haben, dann das: Sämtliche Mitarbeiter von Bösewichten sind williges Kanonenfutter.

Weil wir es können, zerstören wir nebenbei auch noch alle Geldvorräte und all die hässlichen Bilder und selbstverliebten Statuen des arroganten Anführers. Wenige Sekunden später liegen fünf weitere Wachen am Boden. Kurz darauf haben wir unser Ziel erreicht: die geheimen Pläne wurden sichergestellt und drei Laboraffen aus den Händen eines durchgeknallten Forschers gerettet. Wir springen mit dem Gleitschirm vom Hochhaus in Sicherheit, bereits auf dem Weg zum nächsten Einsatzziel.

Alle fünf Level gibt es einen Boss-Kampf, die eine jeweils eigene Taktik und Herangehensweise erfordern.Alle fünf Level gibt es einen Boss-Kampf, die eine jeweils eigene Taktik und Herangehensweise erfordern.

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