»Killerspiel«-Debatte - Pfeiffer: Spiele schuld an Rocker-Gewalt

Professor Christian Pfeiffer nennt im Interview mit der Frankfurter Rundschau Computerspiele als Grund für den Beitritt bei einer gewaltbereiten Bikergang wie den Hells Angels.

von Christian Fritz Schneider,
19.03.2010 10:10 Uhr

Wer unsere Facebook-Seite kennt, hat es vielleicht schon gelesen: Bei Professor Christian Pfeiffer kann man tatsächlich den Eindruck bekommen, dass der Mann auf einem Kreuzzug gegen Computerspiele ist. In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau benennt der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen jetzt Videospiele als einen »ernsthaften Ursachenfaktor«, warum Leute einer gewaltbereiten Rocker-Gruppe wie in diesem Fall den Hells Angels beitreten.

Demnach seien es gerade Computerspiele, die »Rocker sein« heute bewerben und dafür sorgen, dass Menschen in ihrer Freizeit die virtuellen Kampf-Rollen der digitalen Vorlage in der Realität ausleben wollen. Laut Pfeifer wird die Gewaltlust – die Computerspiele angeblich verursachen – dann als Rocker demonstriert.

Eine kritische Gegenfrage zu den Äußerungen Pfeiffers hat die Frankfurter Rundschau nicht parat. Ob es vielleicht auch andere, vielleicht gar gravierendere Gründe für Gewalt gibt, besonders im Zusammenhang mit Bikergangs, aber auch mit den ebenfalls im Interview erwähnten, gewaltbereiten Fussball-Fans, lassen Pfeifer und die FR offen.


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