League of Legends - Riot gegen SOPA

Der Entwickler Riot Games wehrt sich im offiziellen Forum des Echtzeit-Strategie-Spiels League of Legends gegen den Gesetzentwurf SOPA. Dieser würde Live-Streams und Youtube-Videos verbieten.

von Florian Inerle,
12.01.2012 13:40 Uhr

Seit letztem Jahr bietet League of Legends auch den neuen Spiel-Modus Dominion.Seit letztem Jahr bietet League of Legends auch den neuen Spiel-Modus Dominion.

Im offiziellen Forum des kostenlos spielbaren Echtzeit-Strategie-Spiels League of Legends nimmt der Entwickler Riot Games eine klare Position gegen den Gesetzentwurf SOPA ein. Der »Stop Online Piracy Act« ist auch bekannt unter dem Kürzel H.R. 3261 und soll es amerikanischen Copyright-Inhabern ermöglichen, die Verbreitung eigener, urheberrechtlich geschützter Inhalte wirksam zu verhindern.

Als Gründe gegen SOPA nennt Riot Games, dass die Streams vieler Spieler kopiergeschützte Musik verwenden und laut dem Gesetzentwurf abgeschaltet werden müssten, weil sie eine Bedrohung des Streaming-Dienstes seien und die streamenden Spieler sogar mit rechtlichen Strafen rechnen müssten. Auch ein Großteil der selbst gemachten Videos zu LoL auf Youtube, Reddit, DeviantArt und Co. müssten gelöscht werden.

Dies alles ist nach Meinung von Riot ein Angriff auf die gesamte Community von League of Legends - sogar die offiziellen Foren müssten nach SOPA abgeändert und eingeschränkt werden, weil man dort Videos und Streams mit einbinden könne. Im schlimmsten Falle müsse sogar der Ingame-Chat überarbeitet werden.

Ein US-Congressman und begeisterter Spieler bekräftigt den Vorstoß des Entwicklers: »Ich bin vor allem beunruhigt, dass SOPA manche Arten von Innovation abwürgen könnte - zum Beispiel League of Legends«.


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