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Auf geht's

Medal of Honor - Das bessere Modern Warfare?

Daniel Matschijewsky war bei Electronic Arts und hat sich Medal of Honor zeigen lassen. Der neue Ego-Shooter sagt Modern Warfare den Kampf an – und könnte ihn gewinnen.

von Daniel Matschijewsky,
17.05.2010 12:49 Uhr

Es war keine lange Präsentation. Im Grunde wurde uns sogar nur ein Ausschnitt einer Mission gezeigt. Doch der hatte es in sich. Nun, dass ein Publisher auf Presse-Events lediglich die Sahnehäubchen zeigt und versucht, sein Produkt möglichst eindrucksvoll zu verkaufen, ist klar. Insofern bleibt also abzuwarten, ob das kommende Medal of Honor auch im Rest des Spiels das hält, was die Demonstration verspricht: Dem großen Konkurrenten Modern Warfare nicht nur den Kampf anzusagen, sondern ihn in Grund und Boden zu ballern. Zu wünschen wäre es, denn die taumelnde Medal of Honor-Serie hätte ein Comeback verdient.

Die Rangers infiltrieren eine Siedlung.Die Rangers infiltrieren eine Siedlung.

Die Inszenierung

Medal of Honor bietet zwei sich in der Kampagne laufend abwechselnde Missionstypen: die »Skalpell« genannten Infiltrations- und Sabotageaufträge der US-Elitetruppe Tier 1 (s. Preview-Artikel) sowie »Vorschlaghammer«, actionorientierte Ballereinsätze der Army Rangers. Eine davon hat uns Electronic Arts gezeigt.

In Medal of Honor sind Sie meist mit KI-gesteuerten Kameraden unterwegs.In Medal of Honor sind Sie meist mit KI-gesteuerten Kameraden unterwegs.

Die Demo-Mission schickt einen vierköpfigen Trupp Rangers in ein afghanisches Wüstenkaff, um von den Taliban verschleppte Kameraden aufzuspüren. Ähnlich wie in Modern Warfare wird der Spieler meist von KI-gesteuerten Kollegen begleitet. Die sind nicht nur aufwändig animiert, sondern geben auch laufend sehr gut vertonte (bislang nur englische) Kommentare von sich.

Die Liebe zum Detail, die die Entwickler dabei an den Tag legen, ist vorbildlich: In einem der Dialoge etwa sieht man zum Beispiel deutlich, wie der bärbeißige Tech-Sergeant Ybarra Kaugummi kaut. Und als die Burschen durch aufgewirbelten Sand robben, husten sie sogar. Die streng lineare, aber durch die enorme Weitsicht optisch sehr eindrucksvolle Umgebung steht dieser Detailfülle in nichts nach. Lausig errichtete Lehmhütten schmiegen sich in organisch wirkenden Canyons an raue Felswände, überall liegt Müll, und der Wind bläst loses Zeitungspapier durch die Gassen des scheinbar leblosen Kaffs. Es ist still, zu still. Mit den Waffen im Anschlag bewegen sich die Rangers vorwärts.


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