Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-AboUNSER TIPP

12 Monate

 Bester Preis
 Heftarchiv jederzeit buchbar
2,99€

pro Monat

Auf geht's
Quartals-Abo
3,99€

pro Monat

3 Monate

 20% günstiger als Flexi-Abo
 Heftarchiv jederzeit buchbar
3,99€

pro Monat

Auf geht's
Flexi-Abo
4,99€

pro Monat

1 Monat

 Monatlich kündbar
 Heftarchiv jederzeit buchbar
4,99€

pro Monat

Auf geht's

Need for Speed Payback im Test - Auf halber Strecke falsch abgebogen

Need for Speed Payback zeigt im Test gute Arcade-Racing-Ansätze. Doch schlechte Design-Entscheidungen bringen den Motor ins Stottern.

von Johannes Rohe,
10.11.2017 15:35 Uhr

Need for Speed: Payback - Im Test: "Es tut in der Seele weh" (Video) 15:01 Need for Speed: Payback - Im Test: "Es tut in der Seele weh" (Video)

Erinnert ihr euch noch an Travis, Spike, Amy, Robin und Manu mit denen ihr durch die Straßen von Ventura Bay gerast seid? An die vielen coolen Rennen gegen Ikonen wie Ken Block? Oder an … ach, ich hör schon auf, denn vermutlich erinnert ihr euch eh nicht mehr dran - oder wollt euch gar nicht erinnern: Der Serien-Reboot Need for Speed, der die einstmals angesehene Rennspielreihe im Frühjahr 2016 wiederbeleben sollte, war zwar kein kompletter Reinfall, aber eben bei weitem auch nicht das erhoffte Sensations-Comeback.

Patch-Zeit: Das bringt der Day-1-Patch

Neue Crew, neues Story-Glück

Doch Electronic Arts und das Entwicklerstudio Ghost Games bleiben hartnäckig. In diesem Jahr schicken sie Need for Speed Payback ins Rennen. Und das macht schon vor dem Start etwas besser: Es setzt Travis, Spike und die anderen Pfeifen auf die Straße und gibt euch eine Crew, die nicht klingt, als entstamme ihr Wortschatz ausschließlich einem Wörterbuch für Jugend- und Gangsprache.

Tyler, Jess und Mac sind die Hauptdarsteller der Kampagne. Statt peinlicher Realfilmchen gibt’s in Payback verwaschene Rendersequenzen. Tyler, Jess und Mac sind die Hauptdarsteller der Kampagne. Statt peinlicher Realfilmchen gibt’s in Payback verwaschene Rendersequenzen.

Nun gut, einige Peinlichkeiten kann sich auch Payback nicht verkneifen, doch immerhin bekomme ich vom bloßen Zuhören keine Kopfschmerzen mehr. Das neue Need for Speed erzählt keine klassische »junger Rennfahrer wird zum Helden«-Story, sondern klingt eher nach Fast & Furious. Eine kleine Crew aus Streetracern legt sich in der Glücksspiel-Metropole Silver Rock mit einem fiesen Kartell an. »Das Haus« manipuliert nicht nur Straßenrennen, sondern hat - wie wir später herausfinden - noch deutlich mehr Dreck am Stecken.

Und wie legt man den Verbrechern das Handwerk? Natürlich mit Straßenrennen! Klar, das ist ganz schön an den Haaren herbeigezogen, aber immerhin nimmt sich das Spiel auch selbst nicht ganz ernst. Das wird spätestens klar, als wir einer Crew aus Drift-Racern begegnen, die sich als Feinde des Establishments bezeichnen. Unsere Spielfigur merkt daraufhin nicht ganz zu Unrecht an, dass es doch sicher bessere Wege des Protests gebe, als in getunten Sportwagen möglichst viel Gummi auf den Asphalt zu brennen. Trotzdem solltet ihr Payback definitiv nicht wegen seiner ausgefeilten Geschichte spielen.

Need for Speed: Payback - Launch-Trailer stimmt auf Fast & Furious-Action und Rache-Story ein 1:00 Need for Speed: Payback - Launch-Trailer stimmt auf Fast & Furious-Action und Rache-Story ein

Abwechslungsreiches Pflichtprogramm

Dann schon eher wegen der Rennen - wobei … aber dazu komme ich gleich. Im Grunde sind die Events nämlich unterhaltsam und vor allem variantenreich. Ihr fahrt Drift- und Straßenrennen, poltert offroad durch die Wüste, liefert euch Verfolgungsjagden mit der Polizei und auch Drag-Races sind wieder dabei.

In den Verfolgungsjagden fliegen die Funken. Clevere Tricks wie Nagelbänder oder dynamische Straßensperren haben die Cops nicht auf Lager. In den Verfolgungsjagden fliegen die Funken. Clevere Tricks wie Nagelbänder oder dynamische Straßensperren haben die Cops nicht auf Lager.

Auf wie abseits der Straße gewährt euch die simple Arcade-Steuerung eine gute Kontrolle über euren Wagen - sie greift aber auch stark ins Handling ein. Ihr driftet praktisch wie auf Schienen, Abbremsen in Kurven geschieht fast automatisch. Mir persönlich ist das zu viel. Ich bevorzuge die etwas realistischere Steuerung eines Forza Horizon 3, wo sich mein Wagen halbwegs natürlich verhält. Das ist aber Geschmackssache. Während bei normalen Rennspielen das Lenkrad das Kontrollgerät der Wahl ist, würde ich in Payback eher zum Gamepad oder der Tastatur (!) greifen, denn allzu feinfühliges Lenken ist eh nicht gefragt.

Für Abwechslung sorgen die nett inszenierten Story-Missionen. Hier verfolgt ihr einen LKW, der eine Schneise der Zerstörung hinterlässt, schlagt euch mit gepanzerten Fahrzeugen des Kartells herum oder entkommt einem Hubschrauber, der euren Boliden mit einem Störsender lahmlegt.

Die Story-Missionen sind durch Skript-Sequenzen nett inszeniert und warten mit einigen Überraschungen auf. Die Story-Missionen sind durch Skript-Sequenzen nett inszeniert und warten mit einigen Überraschungen auf.

Diese Vielfalt könnte eine der größten Stärken von Payback sein. Doch sie wird durch - pardon - dämliches Spieldesign erfolgreich ausgehebelt. Ihr müsst nämlich jedes einzelne Rennen nicht nur fahren, sondern auch gewinnen, um in der Story voranzukommen. Konkret heißt das: Wenn eine Drift-Meisterschaft auf der Karte aufloppt, müsst ihr in sechs Drift Rennen den Sieg einfahren, selbst wenn ihr diesen Renntyp rotzblöde findet. Normalerweise sind zwar mehrere Turniere gleichzeitig aktiv, so dass ihr zwischen ihnen wechseln könnt, doch am Ende müsst ihr doch jedes Event fahren - und natürlich auch siegen.

1 von 4

nächste Seite



Kommentare(59)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.