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Auf geht's

Seite 2: Retro City Rampage im Test - Zurück in die 80er!

Freizeitbeschäftigung

Direkt in der ersten Mission spielen wir den Banküberfall aus The Dark Knight nach.Direkt in der ersten Mission spielen wir den Banküberfall aus The Dark Knight nach.

Wer keine Lust auf Story hat und einfach nur Chaos anrichten will, dem stehen zwei weitere Spielmodi zu Verfügung: »Freies Spiel« und »Arcade-Wettkämpfe«. Im freien Spiel besitzen wir quasi unendlich viel Geld (999.999.999 Dollar) und volle Munition für alle Waffen. So ausgerüstet, können wir die frei erkundbare Stadt in vollen Zügen genießen. Oder kaputtschießen, je nach Laune.

Alternativ könnten wir zum Beispiel einen Friseur aufsuchen, und uns eine neue Frisur zulegen. Oder an einem der vielen Kaffeeautomaten einen Kaffee trinken und dadurch einen Tempo-Boost erhalten. Oder mit den im Story-Modus ziemlich teuren Power-Ups herumspielen, etwa mit den Geschwindigkeits-Stiefeln oder dem Bionic-Anzug, der uns immun gegen Kugeln macht.

Die Stadt mag nicht allzu groß sein, prall gefüllt ist sie aber auf jeden Fall. Dank der Übersichtkarte finden wir uns besten zurecht.Die Stadt mag nicht allzu groß sein, prall gefüllt ist sie aber auf jeden Fall. Dank der Übersichtkarte finden wir uns besten zurecht.

Irgendwann wird das aber auch langweilig, denn so groß ist die Spielwelt im Endeffekt doch nicht. Von der einen Seite der Stadt auf die andere brauchen wir im Auto nicht einmal eine Minute. Und irgendwann haben wir alle Bonuslevel und alle in der Stadt verteilten Pakete gefunden, sind Panzer gefahren und haben mehr Frisuren durchprobiert als Lady Gaga. Dann gibt es einfach nichts mehr zu tun.

Im dritten Spielmodus absolvieren wir kleine Arcade-Herausforderungen. Da gibt’s die Standards wie »Zerstöre in einer Minute so viele Autos mit dem Raketenwerfer wie möglich«, aber auch witzige Aufgabenstellungen wie: »Du stehst in Flammen! Ramme so viele Fußgänger wie möglich und lösch dich zum Schluss an einem Hydranten!« -- klingt makaber, ist dank der Pixel-Optik aber weit weniger schlimm, als es sich anhört.

Nostalgie pur

Apropos Pixel-Optik! Wie auf den Screenshots unschwer zu erkennen ist, setzt Retro City Rampage nicht nur spielmechanisch und storytechnisch auf Retrocharme, sondern auch beim Grafikstil. Auf den ersten Blick fühlt man sich an alte Super-Nintendo-Zeiten erinnert. Der Clou: Die Farbgebung lässt sich anpassen. So können wir zum Beispiel in DOS-Optik durch Theftropolis sausen oder den Look des allerersten Gameboy erleben.

Die Farbmodi: SNES Im Optionsmenü dürfen wir zwischen siebzehn Farbmodi wählen. Zur Auswahl stehen unter anderem der klassische SNES-Look...

Gameboy ... eine Farbgebung erinnert an den allerersten Gameboy...

DOS ...und eine DOS-Version gibt’s auch. Ganz so hässlich haben wir die DOS-Ära allerdings nicht in Erinnerung. Nun ja, wer’s mag.

Der Sound fährt dieselbe Retro-Schiene. Im Hintergrund läuft Chiptune-Musik, die sich leider recht bald wiederholt. Die Effekte sind spärlich, Sprachausgabe gibt’s nicht – durch die Nostalgiebrille wirkt all das alles toll, es ist aber natürlich sehr weit von dem entfernt, was heute technisch möglich wäre.

Die Bedienung mit der Tastatur ist blöderweise vollkommen unbrauchbar, wer sich keinen Finger brechen möchte, sollte lieber mit dem Gamepad spielen. Zumal noch nicht einmal in den Menüs Mausunterstützung geboten wird.

So ist Retro City Rampage ein Spiel, das den Spieler zurück in eine andere Zeit wirft, das Parodiecharakter hat, das schöne Erinnerungen wieder aufleben lässt. Und ein Spiel, das kurzzeitig sehr kurzweilig ist, sich aber trotz der offenen Welt bald abnutzt.

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