Rokh - Mars-Siedler gesucht, aber bringt Waffen mit!

Rokh verspricht Sandbox-Survival auf dem Mars. Das Sci-Fi-Spiel will dabei möglichst realistisch bleiben. Das Überleben hängt deshalb auch vom Teamwork ab. Aber nicht jeder Fremde ist hier ein Freund.

von Klara Linde,
11.03.2017 11:24 Uhr

In Rokh erschließen wir den Mars. Leichter gesagt als getan, denn unser größter Feind ist der rote Planet selbst.In Rokh erschließen wir den Mars. Leichter gesagt als getan, denn unser größter Feind ist der rote Planet selbst.

1877 berichtete der Astronom Giovanni Schiaparelli von einer folgenschweren Entdeckung: Gräben auf dem Mars. Schiaparelli schrieb in seiner Muttersprache und verwendete das italienische Wort »Canali«. Übersetzt wurde das fälschlicherweise als »Kanäle«.

Ein kleiner Fehler mit großer Wirkung, impliziert das Wort Kanal schließlich willentliche Einwirkung. Ohne es zu beabsichtigen, hatte der Italiener den Mythos möglichen Lebens auf dem Mars geschaffen. Doch Schiaparellis Gräben entpuppten sich als optische Täuschung und es gibt bekanntlich auch weit und breit keine Außerirdischen auf dem Mars.

Trotzdem könnte es auf dem roten Planeten bald lebendig werden: Heute gilt der rote Planet als der vielversprechendste Kandidat für den menschlichen Traum von einer Kolonialisierung des Weltraums.

Neuer Lebensraum, neue Herausforderungen

Im Multiplayer-Survival-Spiel Rokh versuchen wir uns am interplanetaren Wohnungswechsel und stellen natürlich fest: Der Mars ist ganz schön ungemütlich - ähnlich wie in Bohemias Take on Mars.

In der persistenten Sandbox-Spielwelt von Rokh herrschen nachts eisige Temperaturen, die Strahlung ist hoch und gewaltige Sandstürme fegen über die Planetenoberfläche. Außerdem scheinen die Bemühungen der ersten Siedler ein abruptes, wie rätselhaftes Ende gefunden zu haben.

In Rokh gibt es kein klar vorgegebenes Ziel zu erfüllen, keine Missionen zu erledigen und auch keine geskripteten Ereignisse. Wir sind ein Neuankömmling auf der fremden Welt und unser Ziel ist es schlicht zu überleben.

In unserem Astronauten-Anzug erkunden wir zunächst die Marsoberfläche auf der Suche nach allem, was der Planet an Ressourcen zu bieten hat. Einige Materialien liegen praktisch überall herum, andere sind deutlich besser versteckt. Glücklicherweise haben andere Siedler bereits etliche Geräte und Bauten zurückgelassen, die wir nun plündern können. Nützliche Funde verwerten wir im Crafting-System zu Gebäudeteilen, Werkzeugen, Geräten und Waffen.

Rokh - Gameplay-Trailer zum Early-Access-Release 2:23 Rokh - Gameplay-Trailer zum Early-Access-Release

Jeder Ausflug birgt jedoch Gefahren. Die Landschaft ist weitläufig, die Spielwelt etwa 400 km² groß. Allzu lange halten wir unsere Suche nach Rohstoffen erst einmal nicht durch, da unser Sauerstoff-Vorrat knapp ist und uns Strahlung, das raue Wetter, Nahrungs-und Wassermangel schnell zusetzen.

Essentiell ist also der Bau einer Unterkunft, in die wir in regelmäßigen Abständen zurückkehren können. Doch auch bei der Konstruktion unserer Basis gibt es viel Potenzial für Fehler. Berücksichtigen wir beispielsweise nicht die Möglichkeit zukünftiger Anpassungen, können wir unsere Zuflucht nicht weiter aufwerten.

Team-Player oder Einzelgänger

Wir können in Rokh wahlweise unser Glück alleine versuchen oder gemeinsame Sache mit anderen Spielern machen. Tatsächlich sind wir laut Entwickler sogar oftmals auf die Hilfe anderer angewiesen. Es ist also Arbeitsteilung gefragt.

Wie friedlich die Zusammenarbeit ausfällt, ist allerdings den Spielern überlassen. Wer möchte, kann versuchen sich auf eigene Faust durchzuschlagen oder auch den ein oder anderen handgreiflichen Konflikt anzetteln. Im Trailer zu Rokh sind auch Schusswechsel mit einer rätselhaften K.I. zu sehen, die mutmaßlich für den Tod der ersten Marssiedler verantwortlich ist.

Informationen zum Early-Access-Release von Rokh

Rokh erscheint demnächst als Early-Access-Spiel auf Steam. Wer jetzt schon an einer Alpha teilnehmen will, kann sich auf der offiziellen Webseite anmelden. Nach spätestens einem Jahr soll Rokh die Early-Access-Phase verlassen. Als technischer Unterbau dient dem Sandbox-Spiel die Unreal-Engine 4.

Die fertige Version soll das bereits enthaltene Crafting-System um zusätzliche Programmier- und Hacking-Systeme, herstellbare Fahrzeuge und die Möglichkeit zum Lebensmittel-Anbau erweitern.

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