Samsung Galaxy Note 7 - Ursachen für Akkubrände gefunden

Das Samsung Galaxy Note 7 war letztes Jahr ein Desaster für Samsung und wurde nach Akkubränden eingestellt und zurückgerufen. Die Ursache scheint nun gefunden. Der entsprechende Bericht ist bereits geleakt.

von Georg Wieselsberger,
21.01.2017 12:35 Uhr

Samsung Galaxy Note 7: Die Ursache des Akku-Problems wird am Sonntag bekanntgegeben.Samsung Galaxy Note 7: Die Ursache des Akku-Problems wird am Sonntag bekanntgegeben.

Update:

Der Bericht über die Ursachen der Note-7-Brände ist schon vor der Pressekonferenz von Samsung durchgesickert. Demnach waren die Ursache der ersten Probleme mit den zuerst ausgelieferten Geräten tatsächlich die von der Tochterfirma SDI gelieferten Akkus. Die Akkus von SDI hätten eine irreguläre Form gehabt und damit nicht richtig in das Smartphone gepasst.

Als sich Samsung dann entschieden hatte, schnell Ersatzgeräte für den Austausch des Galaxy Note 7 herzustellen, sorgten neue Produktionsprobleme für Brände mit den neuen Smartphones mit Akkus des Herstellers ATL. Samsung soll nun ein Acht-Schritte-Programm aufgelegt haben, das mehr Tests, Inspektionen und Qualitätssicherungsmaßnahmen vorsieht, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden.

Quelle: PC World

Originalmeldung: Brennende und explodierende Akkus, Ersatzgeräte mit dem selben Problem, Verbote, Einstellung und Rückruf - das ist die Geschichte des Samsung Galaxy Note 7 in Kurzfassung. Das Smartphone, das in unserem Artikel zu den Technik-Fails des Jahres 2016 den ersten Platz belegte, hat das Image von Samsung beschädigt und auch zu großen Umsatzeinbußen geführt.

Die Ursache war lange unklar

Der tatsächliche Grund für das Problem des Galaxy Note 7 ist aber nach wie vor nicht wirklich klar. Zunächst hatte Samsung angenommen, dass nur Akkus einer eigenen Tochterfirma einen Produktionsfehler aufweisen, doch nachdem auch Ersatzgeräte mit anderen Akkus in Brand gerieten, war dies wohl nicht der tatsächliche Grund.

Eine Analyse von Instrumental.ai behauptete kurz nach dem kompletten Rückruf der Geräte, dass Samsung einerseits zu wenig Platz für den Akku im Gerät vorgesehen hätte und dadurch Druck auf den Energiespeicher ausgeübt werde. Außerdem habe Samsung die Akkus zu aggressiv und mit zu dünnen Trennschichten entworfen, was zusammen mit dem Druck letztlich zu den Problemen geführt hätte.

Angeblich ein Designproblem

Da Samsung sich außerdem erstmals nur auf interne Tests verlassen habe, seien diese Designfehler nicht rechtzeitig entdeckt worden. Samsung hat sich bisher nicht zu dieser Theorie geäußert, doch am 23. Januar 2017 findet gegen 2 Uhr deutscher Zeit in Südkorea eine Pressekonferenz zum Thema Galaxy Note 7 statt.

Dann werden sowohl Samsung Electronics als auch unabhängige Experten, die ihre eigenen Untersuchungen durchgeführt haben, ihre Ergebnisse präsentieren. Samsung wird dann auf die Ergebnisse eingehen und neue Maßnahmen vorstellen, die als Reaktion eingeführt wurden, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

Quelle: The Verge


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