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Serious Sam 3: BFE im Test - Probier's noch einmal, Sam

10 Jahre nach dem Serien-Einstand geht die brachiale Ballerei mit Serious Sam 3: BFE in die vierte Runde und ist bei uns im Test. Was hat sich bei dem Oldschool-Shooter getan und lohnt die Anschaffung?

von Sebastian Klix,
28.11.2011 14:16 Uhr

Mit Serious Sam 3: BFE schickt Entwickler Croteam nach Serious Sam: The First Encounter und Second Encounter (inklusive deren HD-Neuauflagen) sowie Serious Sam 2 seine kroatische Version von Duke Nukem in die vierte Runde. 2001 »revolutionierte« die Reihe erstmalig das Shooter-Genre, aber nicht etwa durch die Implementierung zahlreicher innovativer Spielelemente, sondern durch konsequentes Ignorieren von diversen, zu der Zeit in Mode geratenden »Weichspüler«-Mechaniken wie Selbstheilung, filmreifer Inszenierung und Deckungssystem. Stattdessen gab’s tausende, blind auf den Spieler einstürmende Gegnerhorden, die wir mit dicke Waffen ins virtuelle Nirwana ballerten. Einige Spieler berichteten sogar davon, dass sie ihre linke Maustaste mit Klebeband fixierten, um keinem Krampf im Zeigefinger zu bekommen.

Serious Sam 3: BFE - Screenshots ansehen

Serious Sam löste so eine kleine, aber feine Welle von Oldschool-Shootern aus, die sich mit den eigenen Fortsetzungen, Painkiller , Necrovision oder jüngst Hard Reset bis heute einer treuen Fangemeinde erfreut. Man kann also ohne weiteres behaupten: Serious Sam ist der Vater aller modernen Oldschool-Ballerein. Nun kehrt Papa zurück und muss feststellen, dass seine Sprösslinge ihm mittlerweile den Rang ablaufen …

Die Handlung: Handluwas?

Aliens bedrohen mal wieder die Welt, Muskelberg Sam Serious Stone soll's richten und meldet sich auch in Zwischensequenzen zu Wort.Aliens bedrohen mal wieder die Welt, Muskelberg Sam "Serious" Stone soll's richten und meldet sich auch in Zwischensequenzen zu Wort.

Serious Sam 3 ist als Prequel angelegt und spielt zeitlich vor The First Encounter. Im 21. Jahrhundert werden in ägyptischen Ruinen Überreste einer vor langer Zeit ausgestorbenen, aber technologisch äußerst fortschrittlichen Rasse entdeckt. Deren Technologie ermöglicht der Menschheit den Vorstoß ins Weltall, wo sie sich aber alles andere als Freunde machen. Das Resultat: Durchgeknallte Aliens unter der Führung des Obermackers Mental greifen die Erde an. Diese droht den Kampf zu verlieren, als letzter Ausweg soll eine andere Maschine des antiken Volkes namens »Time Lock« herhalten, welche Zeitsprünge ermöglicht.

So wird Sam »Serious« Stone losgeschickt, um das Ding anzuwerfen. Was zuerst nach einer typischen Folge Stargate klingt, entpuppt sich für Serious Sam 3 als völlig irrelevant, da die Shooter-Reihe ihren Ruf nicht wegen ihrer ausgefeilten Rahmenhandlung inne hat.

Daher nehmen wir uns an dieser Stelle eiskalt die Frechheit heraus und verraten Ihnen schon jetzt das Ende von Serious Sam 3: Sam springt in der Zeit zurück. Das Spiel hört also genau dort auf, wo einst The First Encounter anfing. So kann man der Handlung zumindest zugute heißen, dass sie fließend und konsistent in den »Nachfolger« übergeht.

Die Spielmechanik: The First Encounter HD Part 2

Nicht nur die Handlung von Serious Sam 3 und The First Encounter geht flüssig ineinander über. Das gleiche gilt auch für die Spielmechanik – und ist somit im Vergleich zu Serious Sam 2 ein gewaltiger Rückschritt. Zwar lautet die oberste Devise immer noch »Ballern bis der Mausfinger blutet«. Was Umfang, Waffenarsenal und spielerische Abwechslung angeht, hat Croteam aber gewaltig die Schere angesetzt. Spielerisch derart eingestampft, könnte Serious Sam 3 glatt auch The First Encounter HD 2 heißen.

Test-Video zu Serious Sam 3: BFE 5:30 Test-Video zu Serious Sam 3: BFE

Wir stapfen durch zwölf riesige, aber gradlinige Levels im Ägypten der nahen Zukunft und ballern dabei Unmengen an Gegnern über den Haufen, die wir größtenteils schon aus den Vorgängern kennen. Die wenigen neuen Schergen erinnern dabei teils an Kopien aus anderen Ego-Shootern, etwa den Hell Knights oder den Mancubus aus Doom. Zudem kommt ein erschreckend unspektakuläres Waffenarsenal zum Einsatz, etwa das Sturmgewehr, C4-Sprengstoff, Schrotgewehre und ein Granatwerfer. Zwar sind auch die gute alte Minigun und die überdimensionierte Riesenkanone wieder mit dabei, aber die haben wir eben auch schon drei mal gesehen. Von albernen aber effektiven Waffenkreationen, wie wir sie etwa aus Serious Sam 2 kennen, sieht man nichts. Auch die gleichzeitige Benutzung von zwei Waffen wie Pistolen oder Uzis sowie spaßige Fahrzeugeinlagen wurden wegrationalisiert.

Dafür gibt’s jetzt ein geradezu übermächtiges Nahkampfsystem, dass uns per Tastendruck aus zehn Metern Distanz zum Gegner »hinteleportiert«. Der darauf folgende »Onehit« wird dann automatisch ausgeführt. So schalten wir spielend leicht Gegner aus, die ansonsten drei doppelte Schrotladungen hätten einstecken können.

Würden nicht überall skurrile Gegner durch die Strassen rennen, könnte diese Szene auch aus Modern Warfare stammen.Würden nicht überall skurrile Gegner durch die Strassen rennen, könnte diese Szene auch aus Modern Warfare stammen.

Da Serious Sam 3 neuerdings auch auf eine deutlich realistischere Optik setzt, bleibt kaum noch etwas von dem surrealen, abgedrehten Stil der Vorgänger übrig. So mutet das Ganze mit seinem konventionellen Arsenal und dem realistisch anmutenden Stadt-Szenario teilweise fast schon wie ein Call of Duty: Modern Warfare oder Battlefield 3 an, wenn man im Kopf die altbekannten Monster gegen Terroristen austauschen würde.

Klar: Das Grundprinzip von Serious Sam, das Abknallen aberhunderter Gegner, klappt immer noch hervorragend und »fließt«. Andere, von Serious Sam inspirierte Spiele schaffen das heute aber auch und legen noch mal eine Schippe drauf. So greifen Leute mit technischem Anspruch zum leider etwas kurz geratenen Hard Reset, Freunde von Brachial-Action sind bei Bulletstorm gut bedient, und wer auf albernen Holzhammer-Humor steht, kann zu Duke Nukem Forever greifen. Serious Sam 3 fehlt schlicht das Herausstellungsmerkmal von früher und scheitert an seinem umfangreicheren und abgedrehteren Vorgänger.


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