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Seventh Son - Der Drachen-Blender

Jeff Bridges, Juliane Moore und Game-of-Thrones-Star Kit Harington schlagen sich und jeder Menge Drachen im Fantasy-Blockbuster Seventh Son die Köpfe ein. Das sieht großartig aus und ist doch nicht gut. Also was stimmt da nicht?

von Sarah Schindler,
04.03.2015 16:45 Uhr

Seventh Son - Kino-Trailer zur Fantasy-Verfilmung 2:26 Seventh Son - Kino-Trailer zur Fantasy-Verfilmung

Bei Fantasyfilmen kommt es vor allem auf drei Dinge an: Eine gute und interessante Geschichte, solide und starke Charaktere, sowie bildgewaltige Effekte, die einen aus den Kinosesseln hauen. Seventh Son bietet leider nur Letzteres. Davon aber genug um ab und an über die vorhersehbare Story und die flachen Charaktere hinwegzutäuschen. Wer bei Seventh Son nicht viel mehr als Hirn-Aus-Action-Rein-Kino erwartet, wird nicht enttäuscht und kann sich auf bombastische Effekte ohne wirklichen Inhalt freuen.

Der siebte Sohn eines siebten Sohns

John Gregory (Jeff Bridges), seines Zeichens der letzte Meister der Spooks, muss sein Wissen und Erbe an die nächste Generation weitergeben. Die Spooks, ein mysteriöser Orden von Geister- und Monsterjägern, kämpfen seit Generationen gegen Hexen und andere übernatürliche Gestalten.

Seventh Son - Bilder zum Kinofilm ansehen

Tom Ward (Ben Barnes), der siebte Sohn eines siebten Sohns, wurde zum neuen und äußerst talentierten Lehrling bestimmt. Doch für trockene Theorie bleiben dem Meister und seinem Schützling kaum Zeit, denn sie müssen sich einer scheinbar übermächtigen Gegnerin stellen: Mutter Malkin (Juliane Moore), die abgrundtief böse Hexe, und ihre Armee düsterer Fabelwesen machen Jagd auf Spooks. Werden es Meister und Lehrling schaffen, die Welt vor dem Untergang zu retten?

Unter keinem guten Stern

Natürlich werden sie das. Das ist genauso vorhersehbar, wie alle anderen Geschehnisse im Laufe der eineinhalb Stunden. Dabei ist die Jugendbuchreihe »Spook« von Joseph Delaney deutlich abwechslungsreicher, als der Film vermuten lässt. Doch die Probleme mit Seventh Son begannen schon früh in der Produktion. Erst ging das ursprünglich eingesetzte Effektstudio Pleite, dann hat sich Warner Bros. vom Film abgewendet und ihn an Universal Pictures abgegeben.

Seventh Son stand folglich von Anfang an unter keinem guten Stern und Regisseur Sergey Bodrov, eigentlich bekannt für tiefschürfendere Filme wie Der Mongole, hat sich mit seinem ersten Hollywood-Blockbuster übernommen. Schade, dass er sein Gespür für feingliedrige Charakterentwicklung und Storystruktur zu Hause gelassen hat und Seventh Son zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit bot eine komplexe Themenwelt aufzubauen. Da helfen auch kein Staraufgebot mit Oscarpreisträgern Jeff Bridges und Juliane Moore.

Der Lehrling und die Monster

Am meisten können nicht etwa Bridges und Moore überzeugen, sondern Protagonist Ben Barnes alias Spooks-Azubi Tom Ward. Vielen ist er noch als Prinz, beziehungsweise König Kaspian oder als Dorian Gray im Gedächtnis und machte schon in seinen früheren Filmen eine gute Figur am Schwert. Neugierig, voller Tatendrang und mit großem Respekt vor seinem Meister, schlägt sich Tom Ward wacker und sympathisch gegen übernatürliche Gegner und die spannungsarme Geschichte.

Seventh Son - Monster und mehr im neuen Trailer 1:50 Seventh Son - Monster und mehr im neuen Trailer

Das Lehrer-Schüler-Verhältnis mit dem grummeligen Lehrmeister wirkt natürlich, wenn auch nicht neu. Jeff Bridges mimt, wie in den letzten Jahren so oft (als letztes in Hüter der Einnerung - The Giver), den Grumpy Old Man und bricht dabei nie aus seiner Rolle aus, genauso wenig wie Charakterdarstellerin Juliane Moore. Der bösen Hexe steht von Anfang an ihr Plan zur Ausrottung der Spooks ins Gesicht geschrieben und man weiß sofort, dass man nicht auf Überraschungen zu warten braucht.

Das einzig überraschend gelungene Element von Seventh Son sind die Effekte. Die CGI-Monster können genauso überzeugen, wie die augenschmeichelnde Welt, in der die Geschichte spielt. Oftmals erinnert Seventh Son dadurch an die ganz großen Fantasy-Produktionen mit mittelalterlich angehauchtem Setting . Das hätte auch ganz ohne Nachkonvertierung in 3D funktioniert und die paar Tiefeneffekte hätte sich die Postproduktion sparen können. Drachen und Co. funktionieren auch ohne 3D.


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