The Book of Unwritten Tales: Die Vieh-Chroniken - Vom Kleinvieh zum Großvieh

Ursprünglich war The Book of Unwritten Tales: Die Vieh-Chroniken als Knobel-Episödchen geplant, nun ist es zum Vollpreis-Adventure herangewachsen.

von Michael Graf,
13.07.2011 15:44 Uhr

Ein Yeti hat Nate an die Höhlendecke gehängt – auf welchen Film spielt das wohl an?Ein Yeti hat Nate an die Höhlendecke gehängt – auf welchen Film spielt das wohl an?

The Book of Unwritten Tales: Die Vieh Chroniken hat dieselbe Leidensgeschichte hinter sich wie Haunted von Deck 13: Der ursprüngliche Publisher HMH: pleite. Der nächste Publisher Jowood: ebenfalls pleite. Das fast zweijährige Hersteller-Hickhack hat allerdings auch sein Gutes, der Entwickler King Art hat die Zeit nämlich genutzt, um das Adventure aufzublasen: Ursprünglich sollte Die Vieh Chroniken ein fünfstündiges Episödchen werden, nun erscheint es im Herbst als zehn bis zwölf Stunden langer Vollwert-Titel.

Die Handlung wurde also verlängert, bleibt im Kern aber gleich: Die Vieh Chroniken erzählt die Vorgeschichte des hervorragenden Comic-Adventures The Book of Unwritten Tales . Dessen Held Nate lernt in Die Vieh Chroniken das Vieh kennen, sein ebenso stummes wie slapstickhaftes Begleit-Fellknäuel. Im ersten der fünf Handlungskapitel steuern Sie Nate, im zweiten das Vieh. in den drei restlichen Abschnitten schalten Sie wie gehabt zwischen beiden hin und her.

Bei einem Besuch haben uns King Art und der neue Publisher Crimson Cow eine aktuelle Version von Die Vieh Chroniken präsentiert. Die hat gezeigt, dass das Adventure The Book of Unwritten Tales würdig beerben wird, nicht nur beim Humor (Stichwort: Film-Anspielungen), sondern auch bei der schicken Grafik: Die Hintergründe sind detailliert, die Animationen liebevoll. Als etwa das Vieh einen Pinguin mit Schnaps abfüllen soll, nimmt es den antarktischen Schwimmvogel in den Arm und flößt ihm behutsam das Feuerwasser ein.

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Und warum? Nun, das ist Teil eines Rätsels, der beschwipste Pinguin soll einen Wächter ablenken. Die bislang präsentierten Rätsel wirken angenehm logisch, zudem gibt’s Minispiele: Mal knacken wir ein Schloss mit einem Dietrich, mal pinseln wir (zumindest grob) ein Bild nach, um einen gelangweilten Magier zu beglücken. Wir hoffen nur, dass die Entwickler die Spielchen nicht überstrapazieren – einmal Schlösserknacken ist nett, zehnmal macht’s aber keinen Spaß.


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