Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-AboUNSER TIPP

12 Monate

 Bester Preis
 Heftarchiv jederzeit buchbar
2,99€

pro Monat

Auf geht's
Quartals-Abo
3,99€

pro Monat

3 Monate

 20% günstiger als Flexi-Abo
 Heftarchiv jederzeit buchbar
3,99€

pro Monat

Auf geht's
Flexi-Abo
4,99€

pro Monat

1 Monat

 Monatlich kündbar
 Heftarchiv jederzeit buchbar
4,99€

pro Monat

Auf geht's

TrackMania 2 im Test - Rennspielwahnsinn hoch drei

Mit den zwei neuen Episoden Valley und Stadium untermauert TrackMania 2 zwar seine Ausnahmestellung, zum erhofften großen Gesamtkunstwerk wird es aber nicht.

von Heiko Klinge,
16.07.2013 17:20 Uhr

Trackmania 2 - Kontrollbesuch-Video zu Stadium & Valley 6:16 Trackmania 2 - Kontrollbesuch-Video zu Stadium & Valley

Die Idee klang ebenso großartig wie innovativ: eine gemeinsame Community-Plattform für die drei Baukastenspiele TrackMania 2 (Racing), ShootMania (Ego-Shooter) sowie QuestMania (Rollenspiel), die alle drei bis fünf Monate um neue Szenarien erweitert wird. So versprachen es jedenfalls die französischen Entwickler von Nadeo, als sie im September 2011 die besagte Plattform Maniaplanet veröffentlichten, zusammen mit dem ersten TrackMania 2-Szenario Canyon.

Doch dann hat es eben keine drei oder fünf Monate bis zur ersten ShootMania-Episode Storm gedauert, sondern gleich ganze 18. Und so lange gab's auch für TrackMania-Fans keinen Nachschub. Der kommt dafür jetzt umso geballter, fast so, als wolle Nadeo das Versäumte nachholen. Innerhalb von nur zwei Wochen erschienen zunächst TrackMania 2: Stadium und dann TrackMania 2: Valley. Mit nunmehr drei Szenarien ist TrackMania 2 damit endlich genauso umfangreich wie der Vorgänger. Und erst jetzt zeigt sich, ob das mit der gemeinsamen Plattform wirklich so eine großartige Idee war.

Wo kaufen?
Alle drei TrackMania 2-Episoden können Sie ausschließlich online kaufen, entweder direkt auf maniaplanet.com oder via Steam. Voraussetzung ist außerdem eine Registrierung bei der Spieleplattform ManiaPlanet. Von hier aus installieren und starten Sie auch das gewünschte TrackMania- oder ShootMania-Szenario.

Die drei Szenarien: Canyon Im 20 Euro teuren Canyon düsen wir im amerikanischen Muscle Car durch eine Wüstenlandschaft.

Valley Bei Valley (20 Euro) stehen Wälder und Feldwege im Mittelpunkt, durch die wir mit einem hecklastigen Rallye-Auto driften.

Stadium Asphaltachterbahnen in Riesenstadien: Stadium ist mit 10 Euro nur halb so teuer wie die anderen Szenarien, aber genauso umfangreich.

Stadium = Nations 2.0

Dass auf einmal alles so schnell geht, dürfte in erster Linie daran liegen, dass das zehn Euro teure TrackMania 2: Stadium »nur« eine modernisierte Neuauflage des kostenlosen Serienablegers TrackMania Nations von 2006 ist. Macht aber gar nichts, denn die Riesenstadien mit ihren Formel-1-ähnlichen Flitzern gelten unter Veteranen als bislang beste Episode der Rennspielreihe. Und schon nach den ersten paar Proberunden wissen wir wieder warum: Zum einen steuert sich das Auto mit seiner starken Bodenhaftung traumhaft eingängig, was zusammen mit den größtenteils breiten Kursen schnelle Erfolgserlebnisse ermöglicht.

Zum anderen ist das Bauteile- und damit auch Strecken-Repertoire enorm abwechslungsreich. Mal geht es auf Highspeed-Rundkursen lediglich ums präzise Navigieren, mal driften wir gefühlvoll durch Offroad-Steilkurven, mal absolvieren wir wilde Stunts auf absurden Achterbahn-Konstruktionen samt Schanzen, Loopings, Schrauben und allem, was sonst noch den Magen umdreht.

Trackmania 2: Stadium - Screenshots ansehen

Die 65 mitgelieferten Kurse schöpfen das Potenzial der über 300 Editor-Bauteile voll aus. Jeder fährt sich anders, und wer die Goldmedaillen-Zeit knacken will, muss nicht nur präzise lenken und Gas geben, sondern auch mitdenken. Wenn wir zum ersten Mal eine fiese Sprungkombination bewältigen, fühlen wir uns deshalb ähnlich clever wie nach der Lösung eines Rätsels in Portal. Und auch wenn das Stadion die grafisch unspektakulärste Umgebung im TrackMania 2-Triumvirat ist, so erzeugt sie doch die beste Wettkampfatmosphäre, was uns im Multiplayer-Modus noch eine Spur motivierter an die Startlinie rollen lässt.

Warum nur eine Wertung?
Theoretisch hätten wir TrackMania 2: Valley und TrackMania 2: Stadium jeweils einzeln bewerten können, schließlich kann man sie auch einzeln kaufen. Für uns war und ist Trackmania aber ein Gesamterlebnis, das man auch in seiner Gesamtheit testen sollte. Da sich die Szenarien zudem lediglich im Grafikset und beim Auto unterscheiden, ansonsten aber qualitativ identisch sind, hätten sie ohnehin alle die gleiche Wertung erhalten. Falls Sie zum Reinschnuppern nur ein Szenario erwerben wollen, empfehlen wir Ihnen Stadium. Dies ist mit zehn Euro zum einen am günstigsten, zum anderen mit seinem leicht beherrschbaren Auto auch am einsteigerfreundlichsten.

Was reimt sich auf Valley? Rally!

Im Gegensatz zu Stadium ist TrackMania 2: Valley eine komplette Neuentwicklung, weswegen es wohl - genau wie TrackMania 2: Canyon - 20 Euro kostet. Allerdings erinnert es optisch wie spielerisch frappierend an das Rally-Szenario aus dem allerersten TrackMania-Spiel von 2004. Heute wie damals bügeln wir mit einem Rallye-Kleinwagen über die Straßen, Wiesen und Feldwege einer kitschig-idyllischen Naturlandschaft samt Wäldern und kleiner Dörfer, nur dass dieses Mal Windräder statt Windmühlen die Strecke säumen.

Optisch macht Valley deshalb von allen drei Szenarien am meisten her - wenn sich die Abendsonne ihren Weg durchs Blattwerk sucht, möchte man fast anhalten und ein Picknick machen. Den Strecken sieht man ihre Editor-Herkunft wirklich nur dann an, wenn sich ihr Erbauer überhaupt keine Mühe gegeben hat. Wer aber ein paar Stunden Zeit investiert, kann auch hier mit über 300 unterschiedlichen Bauteilen wahre Kunstwerke erschaffen.

Trackmania 2: Valley - Screenshots ansehen

Der Haken an der Sache: TrackMania-Neulinge werden diese Schönheit anfangs vor allem aus der Leitplanken-, Graben- oder Überschlagsperspektive bewundern. Denn das Valley-Auto sieht zwar harmlos aus, hat es mit seinem zickig-driftlastigen Fahrverhalten aber gehörig hinter den Kotflügeln. Lenken wir auch nur einen Tick zu stark ein, bricht sofort das Heck aus und wir können die Bestzeit vergessen. Das Fahrverhalten bleibt zwar auch hier stets präzise und nachvollziehbar, erfordert aber erheblich mehr Einarbeitung als in Canyon oder Stadium.


Kommentare

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

wird geladen ...

ALLE NEWS, VIDEOS UND SPIELE

Zur Themenseite Viel Spaß auf der Gamescom wünschen