Uwe Boll - "Goldene Himbeere" für außergewöhnliches Lebenswerk

Der deutsche Regisseur sahnte am Vorabend der Oscar-Verleihung gleich zwei Preise ab.

von Christian Merkel,
23.02.2009 09:39 Uhr

Am Vorabend der Oscar-Verleihung kommen traditionellerweise auch die schlechtesten Leistungen eines Filmjahres zu ihren verdienten Ehren. Bei der Verleihung der "Goldenen Himbeeren" in Los Angeles sahnte der deutsche Regisseur Uwe Boll gleich zweimal ab. Zum einen wurde er als schlechtester Regisseur 2008 für seine drei Filme Schwerter des Königs, 1968: Tunnel Rats und Postal abgestraft. Darüber hinaus bekam er eine Ehrung für das bislang schlechteste Lebenswerk. Die Award Foundation bezeichnet Boll als „Deutschlands Antwort auf Ed Wood“. Für diese zweifelhaften Auszeichnungen bedankte sich Boll während der Verleihung mit einer Videobotschaft. Darin erklärt er, dass er jetzt in der Krisenregion Darfur leben müsse, da ihm diese Preise die Karriere zerstört hätten. Dies sei aber gar nicht schlecht. Dank des Engagements verschiedener Hollywood-Größen wie George Clooney sei dort die Alterssicherung besser als in New York. Darüber hinaus versichert er, dass er überaus gerne bei der Verleihung der sogenannten Razzie-Awards dabei gewesen wäre. Dreharbeiten in Südafrika hätten bei ihm aber Vorrang.

Uwe Boll findet sich in bester Gesellschaft. Paris Hilton bekam gleich drei Goldene Himbeeren: für die schlechteste schauspielerische Leistung in "The Hottie and the Nottie", als mieseste Nebendarstellerin in "Repo! The Genetic Opera" und zudem für das schlechteste Filmpaar zusammen mit ihren Partnern Christine Lakin und Joel David Moore in "Hottie and the Nottie". Das männliche Pendant ist dieses Jahr Mike Myers, der für seine schauspielerischen Unleistungen in "Der Love Guru" sowie das schlechteste Drehbuch (ebenfalls "Der Love Guru") verdient "Goldene Himbeeren" abräumte. Der vierte Indiana-Jones-Film bekam die Auszeichnung als schlechteste Fortsetzung.

Die Verleihung der "Goldenen Himbeeren", auch liebevoll Razzie Awards genannt, ist eine Parodie auf die traditionelle Oscar-Verleihung. Laut den Aussagen der Veranstalter betrage der Wert der mit goldener Farbe angesprühten Himbeer-Statuen exakt 4,79 US-Dollar.


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