Videospiele - Helfen bei der Behandlung von Kindern

von Florian Holzbauer,
18.12.2006 18:54 Uhr

Die Ereignisse der letzten Tage und Wochen und der teilweise einseitigen Berichterstattung verschiedener Medien hat dem Hobby "Computerspielen" einen faden Beigeschmack verpasst. Dass Videospiele aber weit über Unterhaltung hinaus nützlich sein können, zeigt ein Bericht von CNet.

Wie fühlt sich ein Kind, wenn es kurz davor steht, eine Spritze zu bekommen? Empfindungen wie Angst (vor Schmerzen) und Nervosität bis hin zu Panik bestimmen oftmals die Psyche eines kleinen Patienten. Verschiedene amerikanische Krankenhäuser arbeiten nun mit einer neuen Methode, Kinder während der Behandlung abzulenken: Fun Centers sollen die Lösung sein.

Hierbei dürfen die jungen Patienten während der medizinischen Betreuung ein Videospiel spielen. Studien haben gezeigt, dass dabei lediglich ein Viertel der Intensität des Schmerzes als solcher realisiert wird - im Vergleich zur Behandlung ohne Ablenkung. "Ich konnte eben Kind sein." sagt ein 11-jähriger Junge, der während einer langen Behandlung auf Videospiele zurückgreifen konnte, "Man denkt nicht an die Nadeln im Körper, man vergisst alles um sich herum." Er könne sich weitere Behandlungen ohne Videospiel gar nicht mehr vorstellen. "Eine medizinische Behandlung ist nicht normal für ein Kind." erklärt ein Psychologe, "Durch das Videospiel wird aber ein Normalitätsfaktor hinzugefügt, der beruhigend wirkt." Selbst die Eltern so behandelter Kinder sind von der Methode begeistert.

Konsolenproduzent Nintendo hat zuerst reagiert. Insgesamt 3500 der rund 5000 bestehenden Fun Centers in amerikanischen Kliniken sind mit Nintendo-Geräten ausgestattet. GameCube, Flatscreen und DVD-Player gehören hier zur Grundausstattung. Ab Mitte 2007 soll auch die Wii-Konsole Einzug in die Krankenhäuser halten.


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