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Was Frauen wollen

Ausnahmeerscheinung oder vernachlässigte Zielgruppe? Wir haben mit Spielerinnen und Fachleuten gesprochen, um dem »unbekannten Geschlecht« nachzuspüren.

01.09.2002 15:12 Uhr

Frauen interessieren sich nicht für Computerspiele. Falls ausnahmsweise mal doch, spielen sie Moorhuhn. Oder gehen im Counterstrike-Duell mit Männern gnadenlos unter. Alles falsch! Immer mehr Frauen finden zum Hobby PC-Spiel, tüfteln an Komplexitätsmonstern wie Pharao, feilen an jedem Charakterwert ihres Helden in Neverwinter Nights. Und der Counterstrike-Clan Waterjoe Girls gewinnt mit ausschließlich weiblichen Mitgliedern nach eigenen Angaben mehr als 80 Prozent seiner Spiele.

Nur Ausnahmen? Mitnichten, aber auch längst noch nicht »Normalität«. Frauen stellen gerade mal rund 10 Prozent der GameStar-Leserschaft, Spiele-Hersteller beziffern den Anteil weiblicher Kunden sogar nur auf etwa 5 Prozent. Wir haben mit mehr als 50 unser Leserinnen ausführlich über ihr Lieblingshobby gesprochen. Und wir befragten Nicht-Spielerinnen, Experten aus der Branche sowie den bekannten Psychoanalytiker Dr. Wolfgang Schmidbauer (»Du verstehst mich nicht«) über das Verhältnis von Frauen zu PC-Spielen.

Flexible Frau

Die 22-jährige Ruzica Tomic beim Interview mit GameStar: "Frauen gehen Computerspiele wesentlich entspannter an."Die 22-jährige Ruzica Tomic beim Interview mit GameStar: "Frauen gehen Computerspiele wesentlich entspannter an."

Ruzica Tomic erinnert sich lächelnd: »Man sitzt daneben, will's irgendwann auch mal probieren, findet Spaß dran - und, schwuppdiwupp, hat's einen erwischt!« Die 22-Jährige arbeitet in München als Leiterin eines Promotion-Teams. Im GameStar-Interview erzählt sie, wie sie durch ihren Freund PC-Spiele kennen und lieben gelernt hat. Als wir sie nach ihrem favorisierten Genre fragen, denkt sie keine Sekunde nach: »Ego-Shooter - ich mag diesen Zitterkick, wenn man um die Ecke biegt.« Ihr absolutes Lieblingsspiel ist allerdings Blade Runner, ein stimmungsvolles Adventure von Westwood. Mit ihrer Vorliebe für mehrere Genres ist sie nicht allein: Auch die anderen Befragten zeigen sich äußert flexibel und nennen häufig gleich vier oder mehr Favoriten. Für Rennspiele, Simulationen und Sportspiele mag sich allerdings kaum eine Frau erwärmen.

Überraschend: Nur hauch-dünn hinter der Aufbau-Strategie (Die Sims, Anno 1602) platzierten sich gleichauf die Rollenspiele sowie die totgesagten Adventures. Viele Frauen begründen das wie Diplom-Kauffrau Barbara Emmerich-Klein: »Ich liebe es einfach, Geschichten zu erleben!« Aber auch die weiblichen Ego-Shooter-Fans, wie Ruzica oder die 25-jährige Studentin Melanie, legen Wert auf eine spannende Story. Sind dann Frauen einmal von einem Spiel gefesselt, bleibt das für Monate so. Erstaunliche 66 Prozent der Befragten zocken dann durchschnittlich drei bis fünf Stunden am Stück, wie auch Sabine Mietkammer aus Pfullingen: »Ich wollte verstehen, warum mein Mann so viele Stunden am PC verbringt. Inzwischen spiele ich mehr als er.«

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