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Watchmen: Interview mit Zack Snyder

Superhelden-Filme sind sehr schwer in Mode. Doch Watchmen fällt da komplett aus dem Rahmen. Wir haben uns in München mit dem Regisseur Zack Snyder und seiner Frau Debbie Snyder, die gleichzeitig seine Produzentin ist, zum Interview getroffen. Erfahren Sie, wie er es geschafft hat, einen eigentlich unverfilmbaren Comic auf die große Leinwand zu bannen.

von Christian Merkel,
03.03.2009 13:57 Uhr

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Regisseur Zack Snyder mit Frau Debbie Snyder vor dem Interview Regisseur Zack Snyder mit Frau Debbie Snyder vor dem Interview

GameStar: Wäre es eigentlich nicht Ihre Aufgabe als Produzentin gewesen, aus dieser komplexen Vorlage nicht mindestens zwei Filme zu machen?

Debbie Snyder: Wir haben tatsächlich darüber gesprochen. Es gibt aber ein fundamentales Problem: Die Vorlage liefert kein brauchbares Ende für einen ersten Teil und wer wollte sich dann noch einen zweiten Film anschauen? Es gab mal die Idee, aus Watchmen eine Miniserie mit 6 Episoden zu machen. Dies wurde aber später wieder verworfen.
Zack Snyder: Ich bin ein großer Fan des Comics. Deswegen wollte ich so viel davon in den Film packen wie nur möglich. Übrigens: Der Director’s Cut ist drei Stunden und zehn Minuten lang. Da sehen Sie dann zum Beispiel auch den Tod des ersten Nite Owl und Dans Reaktion darauf. Außerdem bekommen Sie mehr Szenen, die auf dem Mars spielen. Neben dem Director’s Cut machen wir die sogenannte Black-Freighter-Version, die insgesamt dreieinhalb Stunden lang ist [Anm. der Redaktion: Black Freighter ist ein Comic im Watchmen-Comic, den Snyder extra für die DVD-Verwertung verfilmt hat] Wenn man das alles zusammennimmt, ist das doch mehr als genug Watchmen.

GameStar: Wenn man mal kommerzielle Dinge außer Acht lässt, welche Version des Films hätten Sie denn am liebsten im Kino gezeigt?

Zack Snyder: Wenn ich nur eine Version machen könnte und nicht die Möglichkeiten der DVD hätte, würde ich sicher den Director’s Cut ins Kino bringen. Die Kinoversion ist aber sicher die zugänglichste aller Fassungen des Films. Ich wollte mit dem Film einem Massenpublikum vermitteln, was ich fühlte, als ich das erste Mal den Comic gelesen hatte. Es mag stimmen, dass viele Fans des Comics ins Kino gehen werden. Trotzdem wird der Anteil der Leute, die Watchmen niemals gelesen haben, deutlich höher sein. Am interessantesten dürfte es aber sein, wenn man glaubt, in einen x-beliebigen Superhelden-Film zu gehen. Dies war auch die ursprüngliche Absicht des Comics seinerzeit gewesen, den Leser mit der Aussicht auf einen normalen Superhelden-Comic zu ködern und ihn dann komplett zu überraschen.

Zack SnyderZack Snyder

GameStar: Was war für Sie die Szene, bei der es Ihnen am schwersten fiel, sie zu streichen?

Zack Snyder: Das war eindeutig der Tod von Hollis, dem ersten Nite Owl. Ich fand das so cool, als ich das gedreht hatte.
Debbie Snyder: Es ist auch wichtig für Dans Charakter. Man sieht, wie er reagiert und wie es ihn ändert. Es ist ja nicht nur der Verlust von Hollis. Die Szene sieht ja auch noch wunderschön aus.

GameStar: Hatten Sie Angst, dieses Interview niemals geben zu können, weil der Rechtsstreit mit Warner Pictures vielleicht anders hätte ausgegangen wäre [Warner verklagte die Watchmen-Filmfirma Paramount wegen Copyright-Streitereien]?

Zack Snyder: Wir waren immer sehr zuversichtlich, dass der Film deswegen weder gekippt noch sich verspäten würde.
Debbie Snyder: Am Ende war es im Interesse aller Parteien, dass der Film auf die Leinwand kommt.
Zack Snyder: Eigentlich hätte ich es auch cool gefunden, wenn der Film in den Giftschrank gewandert wäre und niemand ihn jemals hätte sehen können. Dann wäre er zur Legende geworden.

» Lesen Sie auf Seite 2 unter anderem, ob es eine Fortsetzung geben wird und welche Projekte Zack als nächstes plant

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