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Watchmen – Kinokritik

300, Zack Snyders Leinwandfassung der gleichnamigen Graphic Novel von Frank Miller, ist nur schwer zu toppen. Regisseur Snyder versucht es trotzdem mit einer monumentalen Verfilmung des Comics Watchmen. Ob er dem Stoff gerecht wird, sagen wir Ihnen in der Filmkritik.

von Christian Merkel,
03.03.2009 14:43 Uhr

» Interview mit Regisseur Zack Snyder lesen
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Schon viele Filmemacher haben sich an einer Umsetzung von Alan Moores und Dave Gibbons‘ Comic The Watchmen die Zähne ausgebissen, unter anderem Terry Gilliam (Fear and Loathing in Las Vegas). Der fasste das Dilemma des Stoffes wie folgt zusammen: »Ich denke, es ist unmöglich, das als Film zu machen, solange man es nicht dreieinhalb Stunden in die Länge zieht.« Was Gilliam nicht gelungen ist, hat 300-Macher Zack Snyder geschafft. Ab dem 5. März ist das Ergebnis im Kino zu sehen. Lang ist es trotzdem geworden: Der Streifen hat eine Laufzeit von 162 Minuten. Wenn Hollywood-Produzenten eine derartige Überlänge zulassen, muss eigentlich etwas Großartiges dahinterstecken. Watchmen gilt als eines der ambitioniertesten Comic-Literatur-Werke der letzten 30 Jahre. Unter anderem erhielt es als einzige Graphic Novel jemals den Science-Fiction-Literaturpreis Hugo-Award.

Der kalte Krieg im Film

Für Nite Owl II und Silk Spectre II kommt ein zweiter Frühling.Für Nite Owl II und Silk Spectre II kommt ein zweiter Frühling.

Als die Watchmen-Serie 1986 erstmals bei DC Comics in den USA erschien, traf die Geschichte den Nerv der Zeit, denn der kalte Krieg war noch nicht zu Ende und die Gefahr eines Atomkrieges schien nach wie vor präsent. Hintergrund der Handlung ist ein fiktives Amerika: Richard Nixon wurde gerade zum dritten Mal als Präsident wiedergewählt. Der spektakulärste Erfolg während seiner Präsidentschaft ist der Sieg im Vietnamkrieg mit Hilfe des mutierten Superhelden Dr. Manhattan. Doch der Glanz des Sieges ist mittlerweile abgeblättert; der Menschheit droht ein Atomkrieg. Es scheint, als ob alleine Dr. Manhattans enormes Drohpotenzial die Sowjetunion davon abhält, die Erde mit einer Katastrophe zu überziehen. Manhattan ist weltweit der einzige Superheld mit übermenschlichen Kräften.

Dr. Manhattan ist der einzig wahre Übermensch.Dr. Manhattan ist der einzig wahre Übermensch.

Es gibt aber eine Truppe maskierter Rächer, die Watchmen, die als Heldentrupp mit Hilfe von Technik und körperlichem Training in den Fünfzigern zu Ruhm gekommen waren. Die zweite Generation des Teams musste später damit zurechtkommen, dass Selbstjustiz ein Straftatbestand wurde. Der Film startet Jahre später: Der Comedian, ein Mitglied der Watchmen (gespielt von Jeffrey Dean Morgan, P.S. Ich liebe dich), wird in seiner Wohnung ermordet. Sein Kollege Rorschach (Jackie Earle Haley, Little Children) glaubt nicht an einen Unfall und übernimmt im Stile eines Detektives die Ermittlungen.

Eine Art Batmobil gibt es in Watchmen auch.Eine Art Batmobil gibt es in Watchmen auch.

Eine konventionelle Handlungsführung sollte man bei Watchmen nicht erwarten. So verfolgt der Film die Erlebnisse von sieben Mitgliedern der Rächertruppe. Einen Hauptdarsteller im herkömmlichen Sinne gibt es nicht, ebensowenig eine einheitliche Gruppe. So sieht man selten mehr als drei Watchmen gleichzeitig auf der Leinwand. Regisseur Snyder setzt dabei auf die Struktur des Comics: Fast episodenhaft begleitet er Einzelschicksale und beleuchtet Ereignisse aus der Vergangenheit. Der Streifen fordert den Zuschauer mit seinem komplexen Handlungsgeflecht enorm. Doch wer sich darauf einlässt, wird mit einem erwachsenen Superheldenstück belohnt, gegen das selbst Batman - The Dark Knight wie seichtes Popcorn-Kino wirkt.

» Auf Seite 2 geht die Filmkritik zu Watchmen weiter

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