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#WeLoveGames - Mein bestes Spiel der Welt

Was ist eigentlich das beste Spiel, das je gemacht wurde? Dieser weltbewegenden Frage widmet sich die GameStar-Redaktion und ist sich dabei nicht ganz einig.

von GameStar Redaktion,
15.05.2017 09:56 Uhr

Was ist das beste Spiel der Welt? Die GameStar-Redaktion will diese Frage beantworten.Was ist das beste Spiel der Welt? Die GameStar-Redaktion will diese Frage beantworten.

Fast jeder hat ein Genre, das er besonders gern hat, vielleicht auch eine Reihe oder ein ganz bestimmtes Spiel. Aber wie antworten Spieler, wenn sie sich auf genau ein Spiel festlegen müssen? Welches ist für sie wirklich das beste Spiel, das je gemacht wurde?

Wir haben uns als GameStar-Redaktion mal gegenseitig gefragt und gezwungen, eine konkrete Antwort zu geben. Und zwar abseits von Top-Titeln wie GTA 5 - hier soll es um unsere geheimen Spieleschätze gehen, zu denen vielleicht nur wir ganz persönlich eine besondere Beziehung haben. Sie sind nur für uns das beste Spiel der Welt, nicht, weil sie eine 100 auf der Wertungsskala verdient hätten, sondern weil sie für uns unvergesslich waren.

Und wir sind nicht die einzigen, die eine Antwort auf die Frage geben können: Welches ist für Sie das beste Spiel der Welt und warum? Schreiben Sie es in die Kommentare oder teilen Sie ihre Story mit dem Hashtag #WeLoveGames auf Twitter!

Was ist #WeLoveGames?

Unsere Themen-Woche #WeLoveGames beschäftigt sich mit unserer Liebe zu Spielen. Was macht sie für uns so großartig? Was macht uns als Spieler aus? Und was ist eigentlich das beste Spiel der Welt? Wir schreiben auf GameStar.de, was das für uns als Redaktion bedeutet.

Und dann sind Sie dran! Antworten Sie in den Kommentaren oder auf Twitter mit dem Hashtag #WeLoveGames, teilen Sie ihre Geschichten, Anekdoten und Antworten zum Thema. Wir werden die Beiträge dann hier als eigene Artikel veröffentlichen. Also lassen Sie uns gemeinsam eine Woche lang unser liebstes Hobby feiern!

Das Rollenspiel, das alles richtig macht


Heiko Klinge
@HeikosKlinge

Das beste Spiel aller Zeiten ist Ambermoon. Punkt. Und jeder, der etwas anderes behauptet, hat entweder keine Ahnung von Spielen oder - wahrscheinlicher - kennt mich nicht gut genug. Denn das Amiga-Rollenspiel des deutschen Studios Thalion hat 1993 zielsicher alles in sich vereint, auf was ich stehe. Und ist in dieser Heiko-Geschmacks-Präzision bis heute einzigartig geblieben. So kombinierte es für damalige Zeit eine wunderschön gezeichnete 2D-Oberwelt mit flüssig scrollenden 3D-Dungeons - quasi Baldur's Gate und Ultima Underwold in Personalunion!

Kämpfe wurden rundenweise auf einer Art Mini-Schachbrett ausgefochten, die Folgen meiner Befehle bekam ich aber spektakulär animiert in einem 3D-Fenster präsentiert. Und - Halleluja - einmal besiegte Gegner blieben auch für immer besiegt, in Zeiten von JRPG-Zufallskämpfen für mich ein echtes Erweckungserlebnis! Dazu servierte Ambermoon eine riesige Spielwelt, die mir dennoch stets ein klares Ziel vor Augen hielt und sich erst sukzessive öffnete. Um die Startinsel verlassen zu können, musste ich zum Beispiel erstmal ein Floß bauen. Später überflog ich ganze Kontinente auf dem Rücken eines Riesenadlers.

Es gibt so viele geniale Momente, die mir bis heute in Erinnerung geblieben sind. Das Rätsel in der Diebesgilde, dessen Lösung sich in einer Fabel aus der Bibliothek verbarg. Oder der Dungeon-Endboss, den ich durch das Löschen von Feuersäulen schwächen konnte.

Ambermoon hatte nur ein einziges Manko: 9 Disketten! Aber es hat mich derart begeistert, dass ich als klammer Teenager nur für dieses Spiel auf eine 300 Mark teure Amiga-Fesplatte sparte. Und das sagt eigentlich alles darüber, wie sehr ich Ambermoon geliebt habe.

Heikos bestes Spiel: AmbermoonHeikos bestes Spiel: Ambermoon

Das Meisterwerk, das niemand gespielt hat


Elena Schulz
@Ellie_Libelle

2007 konnte ich meine Eltern endlich überzeugen, dass ich mir eine von diesen Konsolen kaufen darf. Ich hatte schon vorher einen PC und verschiedene Handhelds, aber eine Konsole im Wohnzimmer war für sie noch einmal etwas anderes. Aber ich hörte einfach nicht auf zu betteln, weil ich dieses eine Spiel haben wollte. Ich hörte nicht auf, davon zu reden, solange, bis ich endlich meinen Willen bekam und wir eine Wii unter den Fernseher stellten.

Dieses Spiel liebe ich bis heute. Neben Deus Ex gehört es zu den besten Spielen, die ich je gespielt habe. Umso frustrierender: Niemand sonst hat es offenbar gespielt. Die Verkaufszahlen waren nämlich eine Katastrophe. Dabei war Okami ein Spiel, das von vorne bis hinten genial war. Allein die Idee, ein Spiel komplett im Stil japanischer Holzschnitte zu gestalten. Ich habe mich damals in jede zart gezeichnete Ecke der Spielwelt verliebt, genauso wie ich die Geschichte begierig in mich aufgesogen habe, die mir japanische Mythologie so voller Witz, Intelligenz und Charme näher gebracht hat.

Okami HD im Test: 90 Punkte für mutiges Design

Als Göttin Amaterasu in Wolfsgestalt war ich Teil eines epischen Abenteuers, einer Reise durch ganz Japan, um das Land von der Dunkelheit zu retten. Ich habe mich mit anderen Göttern verbündet, sie bekämpft und mit meinem magischen Pinsel das ganze Land verändert, genauso wie ich mit meinem kleinen Flo-Freund Issun rumgeblödelt habe oder von einer wütenden Hausfrau gejagt wurde, deren Rüben ich ausgegraben habe.

Elenas bestes Spiel: OkamiElenas bestes Spiel: Okami

Interstellarer Evergreen


Michael Graf
@Greu_Lich

Ein gutes Spiel nimmt etwas, das ich mir normalerweise nur anschauen kann - und macht es interaktiv, erleb- und anfassbar. Zum Beispiel, sagen wir, Raumschlachten. Seit ich als Kind »Kampfstern Galactica« im Sonntagnachmittagsprogramm gesehen habe, faszinieren mich Kämpfe in der Schwerelosigkeit. Das Design der Kriegsschiffe, die Dreidimensionalität, die Effekte. Auch bei Star Trek ging's mir nicht in erster Linie um Dialoge und Geschichten, sondern um Phaser, Photonentorpedos und quer über den Bildschirm explodierende Romulaner (Der Warbird - was für ein Design!). Dass ich Star Citizen mal als »Raumschiff-Pornographie« bezeichnet habe, kommt nicht von ungefähr.

Als mein Bruder dann Wing Commander, X-Wing und TIE Fighter kaufte, verliebte ich mich prompt ins Genre der Weltraumsimulationen. Anfangs flog ich nur hin und wieder mit Cheats - ich war ja noch klein -, später ohne Schummelei und ganze Nachmittage lang. Bis eine zweite Liebe dazukam: die Echtzeit-Strategie. Dune 2, Warcraft und Command & Conquer machten mich zum General, ließen mich spüren, wie es ist, Armeen zu kommandieren. Nicht wie Civilization, das meine Truppen als krümelige Symbole darstellte, sondern wir auf dem »echten« Schlachtfeld, auf dem ich jeden einzelnen Soldaten und Panzer, jeden Orc und Dämonen erkennen konnte.

Homeworld Remastered im Test: Schöne, neue Heimatwelt

Auch Master of Orion 2, das bis heute beste Weltraum-Rundenstrategiespiel, setzte in puncto Raumschlachten mehr auf Vorstellungskraft als auf Effektgewalt: Ich musste mir selbst ausmalen, wie die pixeligen 2D-Schiffchen wohl in 3D aussahen, wie sie umeinander kurvten und sich gegenseitig zerlaserten. Jahrelang, wirklich jahrelang wünschte ich mir ein Spiel, das beides zusammenbringt: mein Faible für Echtzeit-Strategie, meine Faszination für Raumschlachten.

Dann kam 1999 Homeworld. Ein kosmisches Schlachtengemälde, dreidimensional und atemberaubend schön, mit wundervoller Musik und einem Schiffsdesign, das bis heute seinesgleichen sucht. Ich habe damals sofort die US-Version bestellt, oder besser: von einem Freund bestellen lassen, weil er als Einziger die zum Import nötige Kreditkarte besaß.

Und dann der erste Start. Diese unvergleichliche Gänsehaut, wenn das Mutterschiff zu Samuel Barbers »Adagio for Strings« aus dem Trockendock schwebt. Diese wunderschönen Hintergründe, dieses Entsetzen über das brennende Kharak, dieser Stich ins Herz nach dem Kampf gegen die Nebelsekte, dieser Unglaube, wenn die Sprecherin mit genau der richtigen Pause »Group 1 … lost« flüsterte, und immer wieder dieses Staunen über diese mitreißend schönen Raumschlachten. Für mich ist Homeworld das Spiel der ganz großen Gefühle. Mein Evergreen, meine große, digitale Liebe.

Michas bestes Spiel: HomeworldMichas bestes Spiel: Homeworld

All die Möglichkeiten


Markus Schwerdtel
@kargbier

Mein Lieblings-Alltime-Favourite-Evergreen-Inselspiel? Natürlich Elite! Und zwar nicht die überladene Neufassung Elite: Dangerous, sondern am liebsten die aufs wesentliche beschränkte Version für den Amiga oder noch besser den Acorn Archimedes (auf dem C-64 oder gar den ollen BBC-Kisten war es dann doch einen Tacken zu spartanisch).

Warum ausgerechnet Elite? Weil es für mich alles vereint, was ich von einem Spiel erwarte.

Zum einen funktioniert es schlichtweg auf der mechanischen Ebene. Die Weltraumschlachten machen Spaß, die Gegner verhalten sich unterschiedlich und nachvollziehbar. Der Güterhandel bringt Geld, dass ich in immer bessere Ausrüstung investiere - die Motivationsspirale dreht sich ordentlich. Dabei ist der Schwierigkeitsgrad angenehm straff, gerade in den ersten Spielstunden muss man sich (kein Landecomputer!) erst mal richtig durchbeißen.

Zum Zweiten mag ich das Elite-Universum. Da wird gar nicht erst versucht, irgendeine Sci-Fi-Story zu erzählen, stattdessen muss ich einfach Geld scheffeln. Ob als Händler, Pirat, Bergmann oder Kopfgeldjäger bleibt dabei ganz mir überlassen. Das funktioniert deshalb so gut, weil es eben keine Geschichte gibt, die mir irgendwelche Tätigkeiten aufzwingt. Es wirkt gerade so, als hätten die Macher David Braben und Ian Bell das Universum absichtlich blass gelassen, damit ich es mit meiner Fantasie füllen kann. Selbst im Handbuch (ja, so etwas gab es damals noch) steht erstaunlich wenig zu den Hintergründen, und ein umfangreiches Ingame-Lexicon wie in Mass Effect: Andromeda gibt es ohnehin nicht.

Zum Dritten, und das ist vielleicht das Wichtigste: Elite schafft es (zumindest damals) ein Mysterium aufzubauen. Klingt geschraubt, ist aber so. Was haben wir damals auf dem Schulhof über Generationenschiffe, Asteroiden-Habitate und die Thargoiden-Heimatwelt diskutiert! Dem Meier sein Kumpel sein kleiner Bruder hat es schon gesehen! Natürlich war von alledem nichts im Spiel. Es gab fünf eher karge Missionen, der Rest war reine Fantasie. Heutzutage ist solche Spekuliererei dank Reddit, Youtube & Co. kaum noch möglich, damals war sie für Monate Gesprächsstoff. Und sorgte dafür, dass man sich bei jedem Spielstart wie ein glorreicher, mutiger, draufgängerischer Weltraumheld fühlte. Dieses Gefühl hätte ich gern mal wieder. Wann ist eigentlich Star Citizen fertig?

Markus' bestes Spiel: EliteMarkus' bestes Spiel: Elite

Feelings, nothing more than feelings


Petra Schmitz
@flausensieb

Das beste Spiel der Welt belästigte mich mit grässlichen Aufzugfahrten, mit gruseligen Tanzanimationen und mit einer für Anfang 2008 auch schon nicht mehr taufrischen Grafik auf dem PC. Das schreibe ich aber vielleicht auch nur, weil ich es erst Ende 2009 gespielt habe. Das beste Spiel der Welt hatte mich schon, als ich das erste Mal die Menü-Musik hörte und instinktiv wusste: Das wird was, diese Melodie ist zu gut, um in einem schlechten Spiel zu sein.

In den folgenden Stunden habe ich gelacht, gejohlt, vor Freude in die Hände geklatscht, gezittert wie Espenlaub. Ich hatte in den ungefähr 17 Stunden (die meisten der Nebenmissionen habe ich Nebenmissionen sein lassen) so oft eine Gänsehaut wie im ganzen 2009 zuvor wohl nicht. Und warum? Weil das erste Mass Effect eine unfassbar großartige Geschichte erzählt, die im richtigen Verhältnis gute und durchdachte Fragen stellt, gute und durchdachte Antworten liefert sowie gute und durchdachte Überraschungen präsentiert. Mit großartigen Figuren, die in großartigen Dialogen großartige Sätze sagen. Das Gespräch mit Vigil auf Ilos? Vielleicht der beste Dialog, den ich je in einem Spiel erlebt habe.

Mass Effect im Test: Das Sci-Fi-Epos endlich für den PC

Es geht im ersten Mass Effect niemals um die Mechanik, es geht niemals darum, ob diese Rüstung oder jene Waffe nun besser ist als eine andere. Es geht darum, der Commander dieses Schiffs zu sein. Es geht darum, durch seine Entscheidungen, seien sie auch noch so gering, die eigene Geschichte und die anderer zu schreiben. Dass das nur eine Illusion ist, bleibt dabei unwichtig. Spiele sind immer nur Illusion und den wenigsten gelingt es, eine gute zu sein. Aber ein paar, ein paar ganz seltene Exemplare schaffen eine derart fantastische, tiefe und erlebenswerte Welt, dass man aus ihr nicht mehr hinaus möchte. Und wenn man es dann schließlich muss, fühlt man so etwas wie Verlust. Das Fühlen ist das Geheimnis von Mass Effect. Und weil ich das davor und danach nie wieder in dieser Intensität erlebt habe, ist der erste Teil der Trilogie für mich das beste Spiel der Welt.

Petras bestes Spiel: Mass EffectPetras bestes Spiel: Mass Effect

Ein viel zu geheimer Agent


Jochen Redinger
@GuetigerGott

Okay, ich werde jetzt einmal kurz davon absehen, Mount & Blade: Warband als bestes Spiel der Welt zu lobpreisen, denn im Gegensatz zu meinem anderen Liebling ist die Mittelalter-Sandbox regelrecht berühmt: Alpha Protocol. Auf das Geheimagenten-Rollenspiel von Obsidian bin ich damals selbst erst über die Vollversion auf einer GameStar-DVD gekommen, weil mir langweilig war - der Fachbegriff für solche glücklichen Zufälle heißt übrigens Serendipität.

Rein spielerisch ist Alpha Protocol ein klassischer Third-Person-Shooter mit Stück für Stück freischaltbaren Skillbäumen. Die Mechaniken greifen gut ineinander, ich kann mich für Kampf-, Schleich- oder Techniktalente entscheiden oder meinen Charakter eher zum Allrounder entwickeln. Das funktionierende Grundgerüst ist aber wirklich nur die Basis für die grandiose Geschichte und ihre wunderbar ausgearbeiteten Charaktere. Selbst wenn Alpha Protocol als Spiel nicht wäre, was es ist, könnte ich es nämlich bedenkenlos als Story-Offenbarung empfehlen!

Alpha Protocol im Test: Was taugt das Agenten-Rollenspiel von Obsidian?

Als Agenten-Neuling beim namensgebenden Alpha Protocol muss ich dem Abschuss einer Passagiermaschine mit hochmodernen Raketen nachspüren. Wie, das bleibt komplett mir überlassen, sei es durch Zusammenarbeit mit Waffenhändlern, Kontakte in die russische Unterwelt oder immer korrektes Befolgen der Regeln. Auf dem Weg zum Ziel kann die Geschichte etliche Wendungen nehmen, ich kann Romanzen beginnen, Feinde und Freunde finden - und sogar in letzter Minute noch alles über den Haufen werfen, wenn mir danach ist.

Will ich das Spiel danach gleich nochmal durchzocken, kommt zudem ein verdammt cleverer New-Game-Plus-Modus zum Tragen, sofern ich beim ersten Mal als »Neuling« gespielt habe. Der hat keine vorgegebenen Talente, dafür aber besondere Dialog-Optionen - und schaltet nach den Credits die neue Profi-Klasse frei, die in Gesprächen ebenfalls neue Wege einschlagen und in kniffligen Entscheidungssituationen manchmal dank Erfahrungsschatz sogar beide Alternativen angehen kann. Klingt alles gut? Ist es auch, also geben Sie Alpha Protocol unbedingt eine Chance! Wenn sie nicht gerade Mount & Blade spielen müssen.

Jochens bestes Spiel: Alpha ProtocolJochens bestes Spiel: Alpha Protocol


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