Wii U - Shigeru Miyamoto: »Gebt der Konsole Zeit«

Mario-Erfinder Shigeru Miyamoto glaubt angesichts der schleppenden Verkaufszahlen der Wii U, dass Nintendos neue Konsole mehr Zeit braucht, um sich und ihre neue Technik zu etablieren und zieht einen internen Vergleich.

von Philipp Elsner,
08.04.2013 15:33 Uhr

Die Wii U setzt auf zwei Bildschirme - ein Grund für schleppende Verkaufszahlen?Die Wii U setzt auf zwei Bildschirme - ein Grund für schleppende Verkaufszahlen?

Wie CNN berichtet, ist Shigeru Miyamoto - einer der wichtigsten und einflussreichsten Persönlichkeiten bei Nintendo - der Ansicht, dass die Wii U mehr Zeit brauchte, um ihr volles Potenzial zu entfalten und sich auf dem Markt zu etablieren. Laut Miyamoto, der unter anderem die Zelda-, Mario-, und Donkey Kong-Reihe schuf, ist die Wii U technisch so andersartig, dass Benutzer erst ihren Wert zu verstehen lernen müssten.

Zwei Bildschirme statt wie bisher nur einen zu nutzen, sei für Spieler eine neue Erfahrung, sagte Miyamoto im Interview. Die Kombination aus Touchscreen im Controller und dem Hauptbildschirm des Fernsehers öffne neue Möglichkeiten, die erst von den Usern erfahren werden müssten. »Wenn die Leute erst einmal vertraut im Umgang mit den beiden Bildschirmen sind, kommt auch ein Punkt, wo sie nicht mehr darauf verzichten möchten«, so der Nintendo-Entwickler.

Die Wii U war bislang hinter den Erwartungen zurückgeblieben, möglicherweise auch, weil die Zahl an hochkarätigen Spielen für die Konsole bisher sehr überschaubar ist - wie Miyamoto selbst vor etwa einem Monat anmerkte. Der Designer kennt die Kritik an der Technik und zieht den Vergleich zu Nintendos Handheld DS von 2004: »Als wir den Nintendo DS herausbrachten, gab es auch viele die sagten, man könne nicht auf zwei Bildschirme gleichzeitig achten.« Tatsächlich wurde dem DS vor seinem Erscheinen kein großer Erfolg prophezeit.

Neben den Spielen ist laut Miyamoto auch die Verwendung von Apps und sozialen Funktionen ein wichtiger Punkt für den Erfolg der Wii U. Mit mehr Möglichkeiten für Familien, Programmen wie Netflix, Nintendo TV oder Skype und dem sozialen Netzwerk Miiverse wolle man die Konsole zu mehr machen, als einem reinen Entertainment-Gerät. Auch immer die Probleme mit Updates und Abstürze wolle man schnell beheben: »Unser nächstes Ziel ist es, die Wii U in den kommenden Monaten zu verbessern, stabiler und einfacher zu handhaben zu machen«, sagte Miyamoto.

Wie es scheint, will Nintendo die Wii U auch noch auf anderem Wege etwas populärer machen: Wie Jonathan Holmes, Redakteur von Destructoid jetzt auf Twitter schrieb, soll Nintendo angeblich demnächst Development Kits für die Wii U umsonst herausgeben - welche normalerweise für etwa 5000 US-Dollar verkauft werden.


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