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Windows Phone 7 - Test: Spieleplattform Handy?

Was taugt das Smartphone-Betriebssystem von Microsoft für Spieler im Vergleich zu Android und iOS? Wir haben Windows Phone 7 getestet.

von Thomas Wittulski,
10.04.2011 10:36 Uhr

Mit Windows Phone 7 will Microsoft zur Konkurrenz auf dem Markt für Smartphone-Betriebssysteme aufschließen. Nachdem der Hersteller mit dem Vorgängersystem Windows Mobile 6.5 (jetzt Windows Phone Classic) kräftig Marktanteile verloren hat und irgendwo in der Bedeutungslosigkeit herumruderte, wagen die Redmonder nun den Neuanfang. Dafür haben die Macher das komplette Betriebssystem - sowohl was die Oberfläche, als auch was den Funktionsumfang angeht - stark überarbeitet. Spieler dürfte dabei besonders die Integration von Xbox Live interessieren.

Schicke Optik

Wer ein Smartphone mit Windows Phone das erste mal startet (als Testgerät diente uns ein HTC 7 Trophy) dürfte überrascht sein, wie übersichtlich das System ist: Im Gegensatz zu Android und iOS, wo einen in der Regel erstmal dutzende Apps entgegen springen, begrüßt uns hier eine grafisch hübsch aufbereitete, und zum Teil animierte Auflistung der wichtigsten Funktionen: Telefonieren, Kontakte (auf Wunsch gleich mit Facebook abgeglichen), SMS, Mail, Internet, Xbox Live - diese Funktionen fallen einem sofort ins Auge.

Wenn wir die Menüpunkte mit dem Finger nach oben wischen, tauchen darunter weitere Shortcut-Kacheln auf, etwa der Kalender, Fotos oder der Marktplatz. Dieser Home-Screen lässt sich nach Belieben umgestalten: Die Reihenfolge der Shortcuts können wir ändern und auch weitere installierte Programme fixieren. Solange wir nicht mehr als 20 Verlinkungen auf die Startseite legen, ist diese sehr übersichtlich.

Unaufgeräumt ist hingegen die Programmübersicht, die sich nicht auf dem Home-Screen befindet: Hier gilt es eine nach Alphabet sortierte Liste zu durchforsten -- bei 50 oder mehr Apps schon eine Herausforderung. Bis auf dieses Manko wirkt das Menü allerdings gut strukturiert, auch wenn wir uns für zukünftige Updates mehr Gestaltungsfreiraum und Themes wünschen. Bislang kann man nämlich nur aus wenigen Farbthemen und eigenen Hintergrundbildern auswählen.

Starten wir ein Programm oder wechseln in ein anderes Menü, verabschiedet sich der jeweils alte Schirm mit einem schicken Blättereffekt - dank Hardware-Vorgaben geschmeidig flüssig und schön anzusehen. Ebenso hübsch: Das fesche Layout der sogenannten Hubs (Themenbereiche wie Kontakte, Fotos oder dergleichen).

Applikationen

Genau wie bei Android und iOS gibt’s auch beim Windows Phone einen Marktplatz, aus dem man Applikationen und Spiele herunterladen kann. Hier finden sich über 10.000 Programme wieder. Im Vergleich zur Konkurrenz bei Google und Apple ist der Marktplatz zwar der Kleinste, über das Angebot kann man sich aber nicht beschweren. Zumal man beinahe alle wichtigen Programme der anderen Plattformen auch hier findet. Im direkten Vergleich haben wir beim Stöbern im Windows Phone-Marktplatz allerdings nicht ganz so viel Spaß, wie bei Android und Co. Immerhin gibt es Toplisten und User-Bewertungen, an denen wir uns orientieren können.

Richtig stark ist das Business-Paket, das sich ab Werk auf jedem Windows Phone befindet: Neben Kalender und Mail-Funktion gibt es auch eine Mobilversion von Microsoft Office auf jedem Windows Phone. Damit lassen sich Dateien der Programme Word, Excel und Powerpoint sowohl lesen als auch bearbeiten.

Spielen mit Windows Phone 7

Über den Punkt Xbox Live gelangen wir in den Spielebereich. Auf Wunsch wird Windows Phone 7 mit dem Live-Konto auf der Xbox 360 oder dem PC verbunden, so dass wir Zugriff auf Funktionen des Onlinedienstes haben: Damit können wir beispielsweise unseren (animierten) Avatar neu einkleiden, Nachrichten verschicken und sehen, was unsere Freunde so treiben.

Über den integrierten Marktplatz laden wir schließlich die Spiele. Die Auswahl ist zwar noch nicht riesig, wächst aber stetig. Inzwischen sind auch die »großen« Spiele der anderen Plattformen für Windows Phone erhältlich. Wer also Angry Birds, Doodle Jump oder Plasts vs. Zombies spielen will, wird auch beim Windows Phone fündig. Aber auch exklusive Spiele, wie das von Xbox Live Arcade bekannte Ilomilo sind fürs Windows Phone erhältlich. Ein großer Vorteil ist es dabei, dass alle Spiele (genau wie bei den Arcade-Games auf der Xbox 360) auch in einer kostenlosen Demoversion erhältlich sind, also vor dem Kauf ausprobiert werden können. Die Preise der Vollversionen bewegen sich in einem eher erschwinglichen Rahmen, Microsofts Ilomilo beispielsweise ist für 4,49 Euro zu haben. Auch von Vorteil: Mit Windows Phone-Spielen scheffeln wir Gamerscore-Punkte auf unser Konto. Aus einem gekauften Spiel können wir 200 Punkte quetschen.

Optisch sind die Spiele in den meisten Fällen hübscher als ihre Android Pendants. Das liegt mitunter daran, dass Microsoft die strengeren Hardware-Vorgaben macht, als Google. So dürfen Anbieter von Android-Smartphones beispielsweise beliebig aufgelöste Bildschirme nutzen, während Anbieter von Windows Phone-Geräten eine Mindestauflösung berücksichtigen müssen. Selbiges gilt für Speicher und Prozessor. So müssen Spieleentwickler beim Android-System immer auch die schwächere Hardware von günstigen Smartphones berücksichtigen. Das wirkt sich auch auf die Steuerung der Spiele aus, da die Touch-Screens der Windows-Phones allesamt präzise funktionieren, während Android-Telefone im Niedrigpreissegment teilweise nur schwammig zu bedienen sind.

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