AMD Radeon HD 7770 GHz Edition im Test
Grafikkarten-Schnäppchen für 160 Euro?
Nach den High-End-Modellen kommt nun die Einsteigerklasse der Radeon-HD-7000-Serie zum Test. Die AMD Radeon HD 7770 GHz Edition durchbricht als erste Grafikkarte die Schallmauer von 1,0 GHz Taktfrequenz.
Von
Hendrik Weins
|
Datum:
15.02.2012
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Mit 160 Euro kostet die
AMD Radeon HD 7770 GHz Edition
nur ein Bruchteil der teureren High-End-Modelle aus der HD-7000-Serie, verspricht im Gegenzug aber wieder eine sehr gute Energieeffizienz und zusätzlich ein überragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. AMD stellt die neue Grafikkarte in den eigenen Präsentationen gegen die bereits ab 100 Euro erhältliche
Geforce GTX 550 Ti
und verspricht eine Mehrleistung zwischen 20 und 30 Prozent. Wenn wir uns vor Augen halten, dass die Geforce GTX 550 Ti das langsamste der aktuellen Geforce-Modelle für Spieler ist und in den Benchmarks selbst von einer über zwei Jahre alten
Radeon HD 5770
klar geschlagen wird, erwarten wir von der Radeon HD 7770 GHz Edition im Test kein Benchmark-Wunder. Zudem preist AMD die Radeon HD 7770 GHz Edition als weltweit erste Grafikkarte mit einem Standardtakt von 1,0 GHz, auch wenn das außer einer schönen Zahl nicht viel zu bedeuten hat. Wie sich die 160 Euro teure Radeon HD 7770 GHz Edition in Spielen im Vergleich zur Konkurrenz schlägt, untersuchen wir im folgenden Test.
AMD positioniert die Radeon HD 7770 genau wie die nochmals günstigere, aber auch langsamere Radeon HD 7750 (110 Euro) als Schnäppchen für Spieler im Preisbereich unterhalb von 200 Euro. AMD erwartet von den einzelnen Herstellern deutlich übertaktete Modelle sowie Grafikkarten mit anderen Kühlern, kürzeren Platinen und eventuell sogar passiv gekühlte Exemplare. Den Preisbereich zwischen 200 und 400 Euro werden später die Modelle der Baureihe Radeon HD 7800 füllen, deren Vorstellung wir für die nächsten Wochen erwarten.
Update: Gut ein Jahr nach Veröffentlichung der aktuellen Radeon- und Geforce-Generation haben wir das komplette Portfolio von AMD und Nvidia erneut getestet. Durch permanente Treiber-Optimierungen haben sich die Relationen der einzelnen Karten zueinander leicht verschoben, so dass die in diesem Artikel stehenden Benchmarks nicht mehr das aktuelle Leistungsgefüge abbilden. Ständig aktualisierte Benchmarks finden Sie im Artikel
Die besten Grafikkarten.
Die Radeon HD 7770 ist die weltweit erste Grafikkarte mit einem Standardtakt von 1,0 GHz.
Die Radeon HD 7770
Technisch ähnelt die Radeon HD 7770 den größeren Modellen
Radeon HD 7950
und
Radeon HD 7970
stark. Die gesamte HD-7000-Serie basiert auf der neuen AMD-Architektur »Graphics Core Next« (GCN) und profitiert von der energieeffizienten 28-nm-Bauweise, bietet Unterstützung für PCI Express 3.0, DirectX 11.1 sowie neue Stromsparmodi und die überarbeitete Mehrschirmtechnik Eyefinity. Im Vergleich zur Vorgänger-Generation hat AMD mit GCN auch an der Bildqualität geschraubt und diese erheblich verbessert. So produziert der anisotrope Texturfilter ein sichtbar ruhigeres Bild und endlich wird auch das aufwändige Kantenglättungsverfahren Supersampling in DirectX 10 und 11 unterstützt. Detaillierte Informationen zu den technischen Neuerungen von GCN und deren Auswirkungen lesen Sie in unserem umfangreichen Test der Radeon HD 7970.
Die HD 7770 hat zwei Mini-Displayport- und einen HDMI-Ausgang, aber nur eine DVI-Buchse.
Im direkten Vergleich zur mit 400 Euro wesentlich teureren Radeon HD 7950 wurde die Radon HD 7770 drastisch abgespeckt. So hat die Karte nur noch 1,0 statt 3,0 GByte Videospeicher, der zudem über ein verhältnismäßig schmales Speicherinterface von 128 Bit angebunden ist. Radeon HD 7970 und HD 7950 verfügen durch ihr 384-Bit-Speicherinterface über eine wesentlich höhere Speicherbandbreite, die sich vor allem in hohen Auflösungen oder mit Bildverbesserungen wie Kantenglättung bemerkbar macht. Auch die Anzahl der Shader-Einheiten reduziert AMD bei der HD 7770 drastisch. Von den 1.792 Rechenwerken der HD 7950 bleiben nur noch 640 übrig – knapp 65 Prozent weniger! Entsprechend hat die HD 7770 nur noch 40 statt 128 Textureinheiten (HD 7970).
Selbst den direkten Vergleich zum Vorgänger
Radeon HD 6790
hält die HD 7770 nicht stand. Statt 800 Shadern (HD 6790) sind es eben nur noch 640 Rechenwerke bei der HD 7770. Zugelegt hat die AMD Radeon HD 7770 einzig und allein beim Chiptakt. Mit 1,0 GHz schlägt sie sogar nominell die 925 MHz der 500-Euro-Grafikkarte Radeon HD 7970. Der Speichertakt läuft mit effektiv 4.500 MHz allerdings spürbar langsamer als auf der HD 7950 mit 5.000 oder auf der HD 7970 mit 5.500 MHz. Zwar verbessert die GCN-Architektur die Leistung der einzelnen Shader-Prozessoren gegenüber den Vorgängermodellen spürbar, im Test muss sich aber erst zeigen, ob die wenigen übriggebliebenen Recheneinheiten trotz Optimierungen genügend Leistung liefern können, um einer
Geforce GTX 560
und einer
Radeon HD 6850
gefährlich werden zu können.
Technische Daten
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Radeon HD 7970
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Radeon HD 7950
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Radeon HD 7770
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Radeon HD 7750
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Grafikchip
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Tahiti XT
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Tahiti Pro
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Cape Verde
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Cape Verde
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Fertigungsprozess
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28 nm
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28 nm
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28 nm
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28 nm
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Chip-Takt
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925 MHz
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800 MHz
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1.000 MHz
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800 MHz
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Shader-Takt
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925 MHz
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800 MHz
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1.000 MHz
|
800 MHz
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Shader-Einheiten
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2.048
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1.792
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640
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512
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GDDR5-Speicher
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3.072 MByte
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3.072 MByte
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1.024 MByte
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1.024 MByte
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Speichertakt (effektiv)
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5.500 MHz
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5.000 MHz
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4.500 MHz
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4.500 MHz
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Speicher-Interface
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384 Bit
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384 Bit
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128 Bit
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128 Bit
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Speicherbandbreite
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264 GByte/s
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240 GByte/s
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72 GByte/s
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72 GByte/s
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Stromverbrauch Volllast (TDP)
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250 Watt
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225 Watt
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80 Watt
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55 Watt
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Stromverbrauch Leerlauf (TDP)
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15 Watt
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15 Watt
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3 Watt
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3 Watt
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Preis
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500 Euro
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400 Euro
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160 Euro
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110 Euro
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