AMD Radeon HD 7990

Grafikkarten   |   Datum: 24.04.2013
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AMD Radeon HD 7990 im Test

Doppelte Grafikkarte zum doppelten Preis

Unter dem Codenamen »Malta« bringt AMD seine neuste Flaggschiff-Grafikkarte auf den Markt. Die AMD Radeon HD 7990 vereint zwei Radeon HD 7970-Chips auf einer Platine und schlägt mit 900 Euro zu Buche.

Von Jan Purrucker |

Datum: 24.04.2013


AMD Radeon HD 7990 : Die AMD Radeon HD 7990 vereint zwei Chips der Radeon HD 7970 GHz Edition auf einer Platine. Die AMD Radeon HD 7990 vereint zwei Chips der Radeon HD 7970 GHz Edition auf einer Platine.

Knapp ein Jahr nach Nvidia bringt nun auch AMD mit der AMD Radeon HD 7990 eine Dual-GPU-Grafikkarte auf den Markt. Das Flaggschiff kombiniert zwei Radeon HD 7970 und erhebt Anspruch auf den Titel als schnellste Grafikkarte der Welt.

Zum Thema » Nvidia Geforce GTX 690 Brutal teuer, brutal schnell » Powercolor Radeon HD7990 Devil 13 Die schnellste Grafikkarte der Welt? » Nvidia Geforce GTX Titan Super-Grafikkarte für 1.000 Euro Mittlerweile sind selbst Mittelklasse-Grafikkarten schnell genug um aktuelle Titel in maximalen Details und Full-HD-Auflösung flüssig darzustellen. High-End-Karten lassen sich meist auch nur noch durch exzessive Kantenglättungsmodi oder extreme Auflösungen ans Limit bringen. Wirklich eng wird es erst, wenn Auflösungen weit jenseits der 1920x1080, stereoskopisches 3D oder die Darstellung auf mehreren Monitoren das Ziel sind. Für solcherlei Ansprüche müssen enthusiastische Spieler richtig tief in die Tasche greifen und neben einem potenten Prozessor auch entsprechend leistungsfähige Grafikkarten verbauen. Genau hier kommen SLI- und Crossfire-Systeme, sowie Multi-GPU-Karten wie die AMD Radeon HD 7990 ins Spiel.

Die Vorteile dieser Karten- oder Chip-Konstellationen liegen auf der Hand: Theoretisch verdoppelt sich die Spieleleistung im Vergleich zu einer Single-GPU-Karte! Einzelkarten mit mehreren Grafikchips benötigen im Vergleich zu SLI- oder Crossfire-Systmen allerdings nur einen PCI-Express-Steckplatz, in manchen engen Gehäusen mag auch das ein ausschlaggebender Faktor sein. Für viele Spieler dürften die Nachteile aber gewichtiger wiegen: In der Realität verdoppeln sich die FPS-Werte nur in den wenigsten Fällen, da die meisten Spiele nicht für solche extremen Konfigurationen optimiert sind. Zudem müssen die Grafikkartentreiber für jedes Spiel angepasst werden, was durchaus eine Weile dauern kann. Zusätzliche Grafikchips bedeuten zudem auch einen höheren Stromverbrauch, mehr Hitze, meist mehr Lärm und vor allem einen deutlich höheren Preis.

Trotz der genannten Nachteile findet sich mittlerweile in fast jeder Grafikkarten-Generation ein Dual-GPU-Flaggschiff - es scheint also einen Markt für die High-End-Modelle zu geben. Der aktuelle Vertreter auf Seiten von Nvidia ist hier die Geforce GTX 690 , die zwei Geforce GTX 680 auf einer Karte kombiniert. Nun zieht AMD nach und bringt ebenfalls eine Karte mit mehreren Grafikchips, der Hersteller verbaut auf der Radeon HD 7990 zwei Radeon HD 7970 GHz Edition . Im Test muss die HD 7990 somit gegen ihren direkten Konkurrenten die GTX 690 antreten. Zudem vergleichen wir die HD 7990 mit der bereits 2012 veröffentlichten HD-7990-Variante von Powercolor - der Radeon HD 7990 Devil 13 . Die Devil 13 vereint ebenfalls zwei Chips der HD 7970 GHz Edition auf einer Platine.

Radeon HD 7990 im Detail

AMD Radeon HD 7990 : Ohne Kühler lässt sich gut erkennen, dass AMD auf der Karte zwei Grafikchips verbaut.

Front
Ohne Kühler lässt sich gut erkennen, dass AMD auf der Karte zwei Grafikchips verbaut.

AMD bezeichnet die Radeon HD 7990 intern mit dem Codenamen »Malta« und packt zwei Tahiti-XT2-Grafikchips, die in der Form auch schon auf der Radeon HD 7970 GHz Edition zum Einsatz kommen auf die über 30 cm lange Platine. Dementsprechend verdoppelt sich die Anzahl der Transistoren im Vergleich zu einer einzelnen AMD Radeon HD 7970 GHz Edition von 4,3 auf 8,6 Milliarden. Wie alle Chips der HD-7000-Generation fertigt AMD auch die verbauten Komponenten auf der HD7990 im 28-Nanometer-Verfahren. Die Taktfrequenz der beiden Tahiti-GPUs liegt bei jeweils 950 MHz und steigt durch die automatische Übertaktung »Powertune with Boost« unter Last auf 1,0 GHz. Damit liegt sie nur geringfügig hinter den 1.050 MHz der AMD Radeon HD 7970 GHz Edition. Der Speichertakt beläuft sich auf nominell 1.500 MHz, effektiv rechnet der Videospeicher also mit 6.000 MHz. Mit 4.096 Shader-Einheiten sowie 6,0 GByte Videospeicher entsprechen auch diese Werte der Verdoppelung einer Radeon HD 7970. Jeder Grafikchip kann dabei über ein 384 Bit breites Interface auf 3,0 GByte Video-RAM zugreifen, die theoretisch maximale Speicherbandbreite beträgt stolze 576,0 GByte pro Sekunde. Da aber in der Praxis jeder Grafikchips nur über ein Speicherinterface auf den Video-RAM zugreifen kann, erreicht die Karte mit 288 GByte/s nahezu die identischen Werte einer Radeon HD 7970 (288 GByte/s).I m Vergleich zur Nvidia Geforce GTX 690 mit ihren zwei mal 192 GB/s lesen sich die Spezifikationen somit noch eindrucksvoller. Sowohl beim Videospeicher, der Bandbreite, der Anzahl der Shader-Einheiten als auch dem Interface liegt die AMD Radeon HD 7990 vorne (siehe Tabelle).

AMD Radeon HD 7990 : AMD legt der HD 7990 noch acht Spiele im Wert von mehreren hundert Euro mit in den Karton. AMD legt der HD 7990 noch acht Spiele im Wert von mehreren hundert Euro mit in den Karton. Ähnlich wie die Nvidia Dual-GPU-Karte unterstützt auch AMDs Flaggschiff eine Turbo-Technik zur automatischen Übertaktung, statt GPU-Boost nennt AMD diese Funktion »Powertune with Boost«. Je nach Auslastung der Grafikchips erhöht die Karte dadurch selbstständig die Taktfrequenz des Grafikchips von 950 auf 1.000 MHz. Damit nicht beide Grafikchips unnötig Strom verbraten, hilft AMDs Zerocore-Power-Technologie beim Energie sparen, so schaltet sich eine der beiden GPUs im Idle-Betrieb vollständig ab. Wie alle aktuellen Grafikkarten, unterstützt auch die Radeon HD 7990 PCI Express 3.0, die Karte passt aber auch problemlos in Mainboards mit PCIe-2.0-Steckplätzen - die Leistungseinbußen sind minimal. Per »Eyefinity« können Sie vier Monitore per Display-Port und einen über DVI anschließen.

Technische Daten

Radeon HD 7990

Geforce GTX 690

Geforce GTX Titan

Radeon HD 7970 GHz

Grafikchip

2x Tahiti XT2

2x GK104

GK110

Tahiti XT2

Fertigung

28nm

28nm

28nm

28nm

Chiptakt

950 MHz

915 MHz

837 MHz

1.000 MHz

Shader-Einheiten

4.096

2x 1.536

2.688

2.048

Textur-Einheiten

2x 128

2x 128

224

128

GDDR5-Speicher

2x 3.072 MByte

2x 2.2048 MByte

6.144 MByte

3.072 MByte

Speichertakt (effektiv)

6.000 MHz

6.000 MHz

6.008 MHz

6.000 MHz

Speicheranbindung

2x 384 Bit

2x 256 Bit

384 Bit

384 Bit

Speicherbandbreite

2x 288 GB/s

2x 192 GB/s

288 GB/s

288 GB/s

Stromverbrauch Volllast (TDP)

375 Watt

300 Watt

250 Watt

250 Watt

Stromverbrauch Leerlauf (TDP)

15 Watt

15 Watt

15 Watt

15 Watt

Preis

1.000 Euro

870 Euro

950 Euro

390 Euro

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Avatar Xylli
Xylli
#1 | 24. Apr 2013, 06:21
Weiß ja echt nich was hier los ist. Aber netter Bericht zum Morgen.
Kann man auch mal was anderes lesen da ja alles voll ist mit Bayern 4:0^^
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Avatar tils
tils
#2 | 24. Apr 2013, 06:33
das Spiele Bundle ist ja mal krass :-D Die Lautstärke unter Last leider auch.
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Avatar ORTHODOX
ORTHODOX
#3 | 24. Apr 2013, 06:49
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Freies Radikal
Freies Radikal
#4 | 24. Apr 2013, 07:07
Ein bisschen viel Wertung auf der ersten Seite. Die alten Argumente sind teilweise längst überholt.

Wenn ich mehr Leistung benötige verbrauche ich auch mehr Resourcen. Das wird als negativ Punkt ausgelegt, warum? Sind seit neuestem physikalische Regeln zu bewerten?
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Avatar Kehool
Kehool
#5 | 24. Apr 2013, 07:15
das sind wirklich äußerst eigenartige benchmarkwerte..

naja das zeigt mal wieder wie launisch dual GPU systeme sein können


die lauststärke geht natürlich garnicht, zumal die karte nicht sonderlich heiß wird, da hätte man also noch einigen spielraum nach oben offen..


aber wo ist eigentlich der versprochene vergleich zur bereits vorhandenen 7990 geblieben?

Zitat von :
Zudem vergleichen wir die HD 7990 mit der bereits 2012 veröffentlichten HD-7990-Variante von Powercolor
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#6 | 24. Apr 2013, 07:17
Mhh, bei der Performance sind aber zum Teil große Lücken vorhanden, da werden kommende Treiber wohl noch einiges aushelfen müssen!

Wenn man sich allerdings anguckt, wie das Ding z.B. in Metro abgeht, (+30-50% zur GTX 690, 100% zu HD 7970) dann sieht man, was da wirklich alles hintersteckt! Schade nur, dass Leistungsaufnahme und Lautstärke auch so extrem sind...


Ach, und ich muss tils zustimmen: Das Spielebundle ist wirklich extrem!

@Gamestar: Gab es nicht früher für beigelegte Spiele Bons in der Ausstattungswertung?
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Avatar wiZ
wiZ
#7 | 24. Apr 2013, 07:40
Ausstattung 4/10 und das bei so vielen Spielen?
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Avatar DerOliver
DerOliver
#8 | 24. Apr 2013, 07:49
es sind zwar 6gb speicher verbaut, effektiv nutzen kann man bei dual chip karten aber nur die hälfte, weil die daten doppelt (für jeden chip extra) im speicher liegen müssen.

in der praxis also keine verdoppelung von der 7970!
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Avatar Cernan02
Cernan02
#9 | 24. Apr 2013, 08:30
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Avatar servana
servana
#10 | 24. Apr 2013, 08:31
Mich schrecken doppelt CPU Grafikkarten noch ab, man hört immer wieder von den nervigen Microrucklern und die Treiber sind da auch so ne Sache... Da habe ich lieber ne Singlecore mit weniger Leistung die dafür A1 läuft. Aber wenn das Konzept in einen Jahr oder so ausgereift ist, kann so eine Graka sicher gut sein. Spätestens wenn man 4k haben will, wird man so was brauchen.
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