Lautstärke & Strombedarf

Der GF104-Grafikprozessor begnügt sich wegen der gegenüber dem GF100 stark reduzierten Shader-Anzahl mit wesentlich weniger Strom. Bei gleicher Spieleleistung zieht unser Test-System mit der GTX 460 1.024 MByte nicht mehr Strom aus der Steckdose als mit der Radeon HD 5850 (beide 265 Watt). Die 768-MByte-Karte kommt mit 10 Watt weniger aus. Zum Vergleich: Mit der GTX 480 genehmigt sich unser Test-PC noch 415 Watt.

Durch den Strom sparenden Chip kann Nvidia einen leiseren und kompakteren Dual-Slot-Kühlkörper verbauen. Die Platine misst daher nur noch 21 cm – und damit nicht mehr als die 150-Euro-Karte Radeon HD 5770. Unter Windows bleibt der Ventilator mit flüsterleisen 0,9 Sone unterhalb des Umgebungsrauschens und ist damit noch einen Tick leiser als der Lüfter der Radeon-HD-5800-Karten. Unter Volllast im 3D-Betrieb wird das Kühlaggregat mit dann 1,3 Sone zudem nur wenig lauter. Im PC eingebaut ist die Karte nicht zu hören. Nach den bisherigen GTX-400-Radaumachern stellt Nvidia mit dem Referenzlüfter der GTX 460 also einen neuen Rekord auf – keine der aktuellen DirectX-11-Grafikkarten für Spieler ist leiser als Nvidias neuer Preis-Leistungs-Hammer.

Nvidia Geforce GTX 460 : Gemessen in der Schalschutzkammer von den Kollegen von PCWelt.de.

Lautstärke
Gemessen in der Schalschutzkammer von den Kollegen von PCWelt.de.

Fazit

Geht doch: Die ersten DirectX-11-Grafikkarten von Nvidia waren für die Masse der Spieler viel zu laut und außerdem zu teuer. Die neue Geforce GTX 460 kostet nur 200 Euro, hängt die direkte Konkurrenz im Benchmark-Test locker ab -- und hat sogar einen leisen Lüfter! Bis hin zu 24-Zoll-TFT-Auflösung 1920x1200 spielen Sie jeden aktuellen Titel auch mit Kantenglättung flüssig. Alle störenden Nachteile von GTX 480, GTX 470 und GTX 465 sind ausgemerzt: Der neue Lüfter kann durch die erheblich reduzierte Stromaufnahme wesentlich leiser arbeiten. Für die Geforce sprechen darüber hinaus die Unterstützung von PhysX und der 3D-Brille 3D Vision. AMD kann dagegen nur noch drei Monitore an einer Grafikkarte als Alleinstellungsmerkmal verbuchen.

Die 768-MByte-Variante steht bis 200 Euro ebenfalls sehr gut da, besonders im Vergleich zu direkten Konkurrenz Radeon HD 5830, dessen Preis AMD wohl bald senken wird. Wer aber noch ein paar Euro mehr für eine Grafikkarte übrig hat, dem empfehlen wir die 1,0-GByte-Version.

In den kommenden Tagen werden wir nach und nach Tests von verkaufsfertigen Hersteller-Karten veröffentlichen. Dann gehen wir auch näher auf das Übertaktungspotenzial der Geforce GTX 465 ein.

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Geforce GTX 460 GF104