Nvidia Geforce GTX 650 Ti Boost

Grafikkarten   |   Datum: 26.03.2013
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Nvidia Geforce GTX 650 Ti Boost im Test

Geforce-Mittelklasse ballert mit Boost

Der Kampf im Grafikkarten-Segment um die 150 Euro verschärft sich: Im Test der Geforce GTX 650 Ti Boost mit ausführlichen Benchmarks, klären wir, was die hanebüchene Namensgebung zu bedeuten hat.

Von Hendrik Weins |

Datum: 26.03.2013


Nvidia Geforce GTX 650 Ti Boost : Nvidia bohrt die Geforce GTX 650 Ti Boost gehörig auf und verpasst ihr im Vergleich zu den anderen GTX-650-Modellen mehr als nur die namensgebende Übertaktung per GPU Boost – den Namen der Karte finden wir hingegen nur noch albern. Nvidia bohrt die Geforce GTX 650 Ti Boost gehörig auf und verpasst ihr im Vergleich zu den anderen GTX-650-Modellen mehr als nur die namensgebende Übertaktung per GPU Boost – den Namen der Karte finden wir hingegen nur noch albern.

Grafikkarten mit Nvidia-Chip stecken bei den meisten unserer Leser im Rechner. Laut unserer letzten Umfrage von Anfang Januar 2013 setzen über 57 Prozent eine Geforce-Karte ein, 38 Prozent haben eine Radeon im PC. Ähnlich sieht die Verteilung bei Steam aus: Weltweit dominiert in der Februar-Ausgabe des Steam Hardware Survey Nvidia mit 52 Prozent, AMD folgt mit 34 Prozent. In der jüngeren Vergangenheit beherrschte aber AMD mit niedrigen Preisen sowie dem sehr erfolgreichen und ansprechenden Spiele-Bundle »Never Settle Reloaded« die Schlagzeilen. Nvidias Konter in Form von Gutscheinen für Ingame-Items in Planetside 2 , Hawken oder World of Tanks konnten nicht mit den AMD-Vollversionen Bioshock: Infinite , Tomb Raider oder Crysis 3 mithalten. Zudem schnürte AMD mit den günstigen HD-7700-Modellen wesentlich attraktivere Pakete als Nvidia mit seinen untermotorisierten GTX-650-Versionen.

Zum Thema » AMD Radeon HD 7790 im Test Preis-Leistungs-Kracher im Test » Die besten Grafikkarten Aktuelle Kaufberatung » Nvidia Geforce Experience Beste Bildqualität mit einem Klick Mit der nun vorgestellten Geforce GTX 650 Ti Boost will Nvidia nicht nur die Leistungslücke zwischen Geforce GTX 650 Ti und Geforce GTX 660 stopfen, sondern auch der starken Radeon HD 7790 (130 Euro) etwas entgegenstellen. Während AMD in unseren Augen aber die neue Grafikkarte HD 7790 zumindest für Eingeweihte nachvollziehbar benennt, schießt Nvidia mit der Geforce GTX 650 Ti Boost übers Ziel hinaus – Geforce GTX 650 Ultra wäre treffender.

Die Geforce GTX 650 Ti Boost ist mittlerweile das dritte Modell mit identischer Nummerierung, lediglich die Kürzel am Ende verraten etwas über zu erwartende Leistung. Zwischen der GTX 650 (80 Euro) und der GTX 650 Ti Boost (160 Euro) liegt nicht nur ein Preisunterschied von rund 100 Prozent, auch in Sachen Leistung klafft eine riesige Lücke, wie der Test zeigen wird.

Nvidia selbst sieht die Geforce GTX 650 Ti Boost als inoffizielle Nachfolgerin der immens erfolgreichen Geforce GTX 460 von 2010. Während die GTX 460 bereits ihr herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis unter Beweis gestellt hat und auch heute noch viele Titel zumindest in mittleren Details problemlos bewältigt, muss die Boost diesen Beweis erst noch erbringen. Zumindest preislich ist die neue Geforce bereits jetzt der alten GTX 460 deutlich überlegen, denn die GTX 460 kostete bei der Markteinführung zwischen 200 und 230 Euro, die GTX 650 Ti Boost hingegen gibt's bereits für 160 Euro.

Die Geforce GTX 650 Ti Boost

Nvidia Geforce GTX 650 Ti Boost

Obwohl der Name anderes vermuten lässt, hat die Geforce GTX 650 Ti Boost nichts mit einer normalen GTX 650 gemein. Während die GTX 650 auf dem arg abgespeckten GK107-Chip basiert, entstehen Geforce GTX 650 Ti sowie das neue Boost-Modell auf Grundlage des GK106. Das vermeintlich kleinere Modell verfügt über die doppelte Anzahl an Shader- und Textur-Einheiten. Gegenüber der GTX 650 Ti erhöht Nvidia nicht nur den Chiptakt geringfügig von 960 auf 980 MHz, sondern spendiert der Boost-Variante vor allem eine mit 192 Bit deutlich breitere Speicheranbindung (GTX 650 Ti: 128 Bit) sowie wesentlich höhere Taktraten für den GDDR5-Speicher (effektiv 6.000 statt 5.400 MHz). Kombiniert steigt so die für die Leistung in hohen Auflösungen und mit aktivierter Kantenglättung wichtige Speicherbandbreite von 86,4 auf erheblich schnellere 144,0 GByte pro Sekunde.

Als erstes GTX-650-Modell überhaupt unterstützt die Boost-Version die Nvidia-eigene automatische Übertaktung per GPU Boost. Dabei entscheidet der Chip anhand des Stromverbrauchs, ob er sich zusätzliche Megahertz zutrauen kann und erhöht den Chiptakt dann auf mindestens 1.033 MHz – in unserem Test erreichte die Boost nahezu durchgehend 1.084 MHz. Allerdings verwendet die Karte lediglich die erste Version von GPU Boost und nicht die mit der Geforce GTX Titan eingeführte 2.0-Version der Übertaktung. Damit würde die Karte nämlich nicht nur die Stromaufnahme, sondern auch die Temperatur des Chips in die automatische Übertaktung miteinbeziehen und so unter Umständen noch mehr Leistung aus der GTX 650 Ti Boost kitzeln.

Nvidia Geforce GTX 650 Ti Boost : Nvidia spricht von einer Leistungssteigerung von rund 40 Prozent gegenüber einer normalen GTX 650 Ti – das deckt sich in etwa mit unseren Ergebnissen. Nvidia spricht von einer Leistungssteigerung von rund 40 Prozent gegenüber einer normalen GTX 650 Ti – das deckt sich in etwa mit unseren Ergebnissen. Identisch im Vergleich zu den anderen GTX-600-Modellen ist die Unterstützung der Nvidia-eigenen Techniken wie 3D Vision, PhysX oder der Shader-Kantenglättung TXAA. Nur einen Unterschied im Vergleich zu GTX 650 und GTX 650 Ti gibt es noch: Nur die GTX 650 Ti Boost unterstützt die Kopplung mehrerer Grafikkarten per SLI. Bislang gibt es von der Boost-Version der GTX 650 Ti nur Varianten mit 2,0 GByte Speicher, in Zukunft sollen aber auch Modelle mit 1,0 GByte auf den Markt kommen. Der Preis dieser Karten sollen laut Nvidia ungefähr 25 Euro unter dem 2,0-GByte-Modell liegen.

Wie ein Blick auf die folgende Tabelle verrät, hat die Geforce GTX 650 Ti Boost mehr mit einer Geforce GTX 660 gemein als mit der GTX 650 Ti. Die Unterschiede zur rund 20 bis 30 Euro teureren GTX 660 liegen vor allem in der mit 768 zu 960 geringeren Shader-Anzahl sowie den nur 64 statt 112 Textureinheiten. Taktfrequenzen, Speicherinterface sowie -Bandbreite sind hingegen identisch.

Technische Daten

Geforce GTX 650 Ti

Geforce GTX 650 Ti Boost

Geforce GTX 660

Radeon HD 7790

Grafikchip

GK106

GK106

GK106

Bonaire

Fertigung

28 nm

28 nm

28 nm

28 nm

Chiptakt

925 MHz

980 MHz

980 MHz

1.000 MHz

Shader-Einheiten

768

768

960

896

Textur-Einheiten

64

64

112

56

GDDR5-Speicher

1.024 MByte

2.048 MByte

2.048 MByte

1.024 MByte

Speichertakt (effektiv)

5.400 MHz

6.000 MHz

6.000 MHz

6.000 MHz

Speicheranbindung

128 Bit

192 Bit

192 Bit

128 Bit

Speicherbandbreite

86,4 GB/s

144 GB/s

144 GB/s

96 GB/s

Stromverbrauch Volllast (TDP)

110 Watt

134 Watt

140 Watt

85 Watt

Stromverbrauch Leerlauf (TDP)

15 Watt

15 Watt

15 Watt

3 Watt

Preis

140 Euro

165 Euro

190 Euro

130 Euro

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Avatar Rawday
Rawday
#1 | 26. Mrz 2013, 13:19
"sinn machen" ist imho nicht ganz korrekt. im deutschen würde es "sinn ergeben" lauten, denn "sinn machen" ist aus dem englischen "to make sense" adaptiert. :P

weitermachen!
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Avatar Halleluja
Halleluja
#2 | 26. Mrz 2013, 13:26
Hört sich gut an :D
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Avatar Andid
Andid
#3 | 26. Mrz 2013, 13:35
Die Karte kam bei Computerbase einiges besser weg.

z.B ist sie dort nur 6% langsammer als ne 7850 2GB und 16% schneller als ne 7790
Bei euch dagegen 11% langsamer als die 7850 und 8% schneller als die 7790.
Nehmen wir mal den Durschnitt von 8,5% langsamer und 12% schneller als realistisch :)

Das ist an sich kein schlechtes Ergebnis , wenn man bedenkt , dass sie vermutlich bei UVP 160€ im Endeffekt zwar ~ 8% langsamer , aber auch wohl einiges billiger zu kaufen sein wird als die 7850 2GB welche derzeit für ~ 160€ Real über die Theke geht.

Stromverbrauch liegt auch auf 7850 Niveau.

Spricht eigentlich nichts gegen die Karte
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Avatar Comerz
Comerz
#4 | 26. Mrz 2013, 13:40
wär die noch ein stück leiser dann hätte ich schon eine bestellt.
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Avatar Andid
Andid
#5 | 26. Mrz 2013, 13:47
Zitat von Comerz:
wär die noch ein stück leiser dann hätte ich schon eine bestellt.


Referenzlüfter sind meistens Schrott.
Die Hersteller geben sich da kaum Mühe , da sie wissen das die Firmen welche ihre Karten vertreiben sowieso andere Lüfter drauf machen
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Avatar Aber-ja
Aber-ja
#6 | 26. Mrz 2013, 13:56
Wenn auch Offtopic, das nervt!

Sagt mal, prüft ihr auch die Werbung die ihr hier schaltet? Direkt wird man mit irgendeinem blöden Video beschallt, welches man weder sehen noch hören möchte. Ich find es ja ok, dass hier ringsherum Werbung ist, aber so aufdringlich muss das ganze nicht gleich sein! Ich schau mich bald echt nach einem anderen Magazin um... -.-
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Avatar Hendrik Weins
Hendrik Weins
#7 | 26. Mrz 2013, 14:00
Zitat von Rawday:
"sinn machen" ist imho nicht ganz korrekt. im deutschen würde es "sinn ergeben" lauten, denn "sinn machen" ist aus dem englischen "to make sense" adaptiert. :P

weitermachen!


Völlig richtig und korrigiert.
Hätte den Duden doch nicht verbrennen sollen... aber hier ist es so s**kalt ;)
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Avatar Chuck Sarpei
Chuck Sarpei
#8 | 26. Mrz 2013, 14:16
Interessantes Kärtchen. Also entweder die, oder eine HD 7790 OC mit 2 GB oder einen HD 7850 (vorzugsweise OC) mit 2 GB, eine wird es wohl dieses Jahr bei mir werden, aber mehr als 150 € will ich nicht ausgeben. Für Otto-Normal-Zocker reicht so eine Karte völlig aus. Viel bessere Grafik als auf den Konsolen und das bei einer Karte, für die man keineswegs ein Vermögen ausgegeben hat, was will man mehr?

@Hendrik: Wieso zensierst du das Wort "Sau"? :-D
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Avatar schulzdavid
schulzdavid
#9 | 26. Mrz 2013, 14:17
"GTX 650 Ultra" fände ich ehrlich gesagt noch verwirrender.
Bei einer "GTX 650 Ti Boost" weiß ich zumindest dass sie schneller als eine 650 Ti und langsamer als eine 660 ist.

Das Kürzel "Ultra" war meines Wissens sowieso immer nur dem High-End Segment vorbehalten (6000er, 8000er Reihe).
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Avatar Hendrik Weins
Hendrik Weins
#10 | 26. Mrz 2013, 14:33
Zitat von Chuck Sarpei:
@Hendrik: Wieso zensierst du das Wort "Sau"? :-D


Reflex, will mir nicht den Mund mit Seife auswaschen ;)
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