DDOS-Angriffe : Sowohl das PlayStation Network als auch Xbox Live wurden über die Weihnachtsfeiertage das Ziel von DDOS-Angriffe. Die beiden Dienste waren über Stunden hinweg nur eingeschränkt oder gar nicht nutzbar. Sowohl das PlayStation Network als auch Xbox Live wurden über die Weihnachtsfeiertage das Ziel von DDOS-Angriffe. Die beiden Dienste waren über Stunden hinweg nur eingeschränkt oder gar nicht nutzbar.

Zum Thema Playstation 4 ab 325 € bei Amazon.de Update (28. Dezember 2014): Die DDOS-Angriffe auf das PlayStation Network und Xbox Live haben zwar nur über die Weihnachtsfeiertage angehalten, die Auswirkungen der gezielten Server-Überlastungen waren aber auch darüber hinaus noch zu spüren.

Während sich die Online-Dienste der Xbox 360 und der Xbox One bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag wieder weitestgehend erholt hatten, gab es für PlayStation-Besitzer auch am letzten Dezember-Wochenende noch Login- und Verbindungsprobleme. Mittlerweile sollte aber auch das PlayStation Network wieder uneingeschränkt funktionieren. Das hat Sony in einem Blog-Eintrag auf playstation.com bekannt gegeben.

Dort heißt es, dass die Videospielindustrie als gesamtes einen hohen Internet-Traffic verzeichnet habe, der dafür erschaffen worden sei, zu Verbindungsproblemen zu führen und das Online-Gameplay zu beeinträchtigen. Damit bestätigt Sony erstmals offiziell DDOS-Angriffe auf seine Online-Dienste und die anderer Gaming-Firmen. Gleichzeitig gibt man jedoch bekannt, die Probleme mittlerweile behoben und das Netzwerk wieder komplett online gebracht zu haben.

Ursprüngliche Meldung: Eine unangenehme Überraschung hielten die Weihnachtsfeiertage 2014 für alle alten und neuen Besitzer einer Xbox- oder PlayStation-Konsole bereit: Die bei vielen Spielern aufgrund ähnlicher Vorfälle bereits bekannte Internet-Gruppierung Lizard Squad legte offenbar durch massive DDOS-Angriffe die beiden Online-Netzwerke von Sony und Microsoft lahm. Zeitweise waren weder das PlayStation Network noch Xbox Live zu erreichen.

Die Probleme bei den Online-Diensten der Xbox 360 und der Xbox One waren allerdings größtenteils auf Nordamerika beschränkt. In Europa kommt es zumindest bei den PlayStation-Konsolen auch weiterhin zu sporadischen Ausfällen der Online-Dienste. Sony selbst bittet per twitter.com um Geduld und berichtet, dass das eigene Technikteam bereits an einer Lösung arbeite:

»Unsere Techniker arbeitet weiterhin hart daran, die Netzwerk-Probleme zu beheben, die unsere Nutzer heute bemerkt haben. Wir danken für die anhaltende Geduld.«

Wer sich aktuell auf der PlayStation 4 oder der PlayStation 3 in das PlayStation Network einloggen möchte, braucht also entweder Glück oder Geduld. Noch ist unklar, wann Sony und auch Microsoft ihre Dienste wieder komplett herstellen können.

Bei sogenannten DDOS-Angriffen wird zumeist ein Bot-Netzwerk aus durch Trojaner gekaperten Rechnern genutzt, das die Zielserver mit sinnlosen Anfragen überflutet und so zeitweise außer Gefecht setzt. Selbst unter Hackern ist diese Methode nicht unumstritten: Die DDOS-Angreifer werden nicht selten verachtend als Skript-Kiddies bezeichnet, da für einen solchen Angriff offenbar nicht allzu große Hacking-Kenntnisse erforderlich sind. Wohl auch deshalb hat das Lizard Squad seit einiger Zeit mit dem Finest Squad eine Art Gegenspieler.

Diese selbsternannten »Retter der Weihnachtsfeiertage« hatten kurz nach einer ersten DDOS-Angriffswelle gegen das PlayStation Network, Xbox Live und auch Online-Titel wie League of Legends oder Destiny sowie einer anschließenden Drohung mit erneuten DDOS-Angriffen die angeblichen Identitäten einiger Lizard-Squad-Mitglieder enthüllt, woraufhin es zu Festnahmen durch das FBI gekommen sein soll. Offensichtlich aber nur scheinbar wurden damit die Lizard-Squad-Pläne durchkreuzt, über Weihnachten das PlayStation Network und Xbox Live vom Netz zu nehmen.

Bei vielen Spielern, für deren Rechte das Lizard Squad eigenen Angaben zufolge mit der Aktion eigentlich eintreten wollte, regt sich nur wenig Verständnis für die Ausfälle der beiden Konsolen-Online-Dienste. Beim Mikroblogging-Dienst Twitter äußerten sich einige Gamer äußerst verärgert über den Hack. Die Webseite der BBC zitiert sogar eine Mutter mit den Worten, ihr zehnjähriger Sohn habe den ganzen Tag geweint, weil er nicht mit seiner Xbox habe spielen können. Für ihn sei es das bisher schlimmste Weihnachtsfest überhaupt.

Laut der Webseite allestörungen.de, auf der von Nutzern gemeldete Störungen für diverse Online-Dienste gesammelt und statistisch erfasst werden, sind das PlayStation Network und Xbox Live seit den frühen Morgenstunden des 26. Dezember 2014 wieder einigermaßen erreichbar. Das deckt sich zwar mit den Angaben des Finest Squad, das für sich selbst den Erfolg reklamiert, die beiden Dienste durch die erneute Preisgabe von persönlichen Informationen der als Skript-Kiddies verhöhnten Mitglieder des Lizard Squad wiederhergestellt zu haben. Viele Spieler berichten aber auch weiterhin von Problemen.

Es bleibt abzuwarten, wann wieder eine problemlose Nutzung der beiden Konsolen-Online-Diensten möglich ist.