Die besten Selbstbau-PCs : Wer den eigenen Gaming-PC selbst zusammen baut, kann Geld sparen und alle Komponenten einzeln auswählen. Wer den eigenen Gaming-PC selbst zusammen baut, kann Geld sparen und alle Komponenten einzeln auswählen.

Update: Wir haben unsere Selbstbau-PCs aktualisiert und vor allem neue Prozessoren der Kaby Lake-Generation inklusive des Pentium G4560 als günstige Einstiegs-CPU integriert. Aber auch bei den Grafikkarten hat sich seit dem letzten Update einiges getan: Eine AMD Radeon RX 480 steckt nun schon im 850-Euro-PC, eine Geforce GTX 1070 in der Preisklasse darüber und in unserem PC für 1.500 Euro arbeitet dank der jüngsten Preissenkungen eine Geforce GTX 1080.

Eine besondere Rolle nehmen die neuen Ryzen-Prozessoren von AMD ein. Da es vorerst nur drei Ryzen 7-CPUs in recht hohen Preisregionen (ab 359 Euro) mit acht Kernen und 16 Threads gibt, die darüber hinaus in Full HD bei Spielen teilweise eine noch verbesserungswürdige Leistung abliefern, legen wir sie vorerst nur an dieser Stelle Spielern ans Herz, die nebenher noch Multimedia-Tätigkeiten verfolgen und für die Zukunft planen, in der mehr Kerne und Threads vermutlich auch von Spielen besser ausgenutzt werden können.

Für den kleineren Geldbeutel erscheinen im April die Ryzen 5-Prozessoren mit vier und sechs Kernen. Sobald diese verfügbar und von uns getestet worden sind, werden wir unsere Kaufberatungen entsprechend aktualisieren und gegebenenfalls konkrete Ryzen-Modelle für unsere einzelnen Selbstbau-PCs empfehlen. Gleiches gilt für die neuen Grafikkarten der RX 500-Reihe von AMD, die ebenfalls im April erscheint (wenn auch voraussichtlich mit nur minimalen Verbesserungen gegenüber der RX 400-Reihe).

Wenn Sie Ihren Spiele-PC selbst zusammen bauen, können Sie die Komponenten nicht nur exakt auf Ihre Bedürfnisse und Anforderungen abstimmen, sondern sparen auch viel Geld im Vergleich zu einem Komplettrechner von der Stange. Schließlich sind im Preis eines Komplett-PCs eine Windows-Version, die Arbeitsstunden des Zusammenbaus, die Gewinnspanne des Verkäufers sowie die Garantiekosten einberechnet, die Sie mitbezahlen. Noch günstiger wird es, wenn Sie einige Komponenten aus dem alten PC übernehmen, etwa das DVD-Laufwerk oder die Festplatte.

Zum Thema » Spiele-PC zusammenbauen Schritt-für-Schritt-Anleitung » Die besten Grafikkarten Quer durch alle Preisbereiche » Die besten Prozessoren Von AMD FX bis Intel Core und Xeon Um den verschiedenen Anforderungen und Budgets gerecht zu werden, haben wir PC-Konfigurationen zwischen 500 und 1.500 Euro zusammengestellt. Schwerpunkt ist dabei ein möglichst optimales Preis-Leistungs-Verhältnis, den Preisangaben zugrunde liegt unser Preisvergleich. Um stets das günstigste Angebot mitzunehmen, müssen Sie deshalb meistens die einzelnen Komponenten bei mehreren Händlern kaufen. Da wir die Preise der Komponenten zwar stets aufgerundet, aber ohne Versandkosten berechnet haben, sollten Sie diese bei einer Bestellung mit in die Kalkulation einbeziehen. Viele Händler bieten jedoch auch versandkostenfreie Lieferungen ab einem bestimmten Bestellwert an, sodass Sie mit einer Sammelbestellung bei ein oder zwei Händlern mitunter besser bedient sind als mit mehreren getrennten Aufträgen.

Unsere Konfigurationsvorschläge eignen sich nicht nur zur Zusammenstellung eines Selbstbau-PCs, sondern auch als Checkliste für den Neukauf eines Komplett-PCs. Bedenken Sie aber, dass Sie bei einem Komplett-PC mit den gleichen Komponenten wie aus unseren Selbstbauvorschlägen einen Aufschlag von mindestens 150 bis 300 Euro mit einkalkulieren müssen.

Die besten Selbstbau-PCs : Für einen Spiele-PC ist vor allem eine schnelle Grafikkarte wichtig, allerdings sollten auch die anderen Komponenten sorgfältig ausgewählt sein. Für einen Spiele-PC ist vor allem eine schnelle Grafikkarte wichtig, allerdings sollten auch die anderen Komponenten sorgfältig ausgewählt sein.

Außerdem sollen unsere Zusammenstellungen nur eine von vielen Möglichkeiten aufzeigen, wie Ihr zukünftiger PC aussehen könnte, und die meisten Komponenten lassen sich auch in den jeweils anderen Preisklassen verbauen. So eignet sich beispielsweise der Core i5 7500 aus unserer 1.000-Euro-Empfehlung auch für die höherpreisigen Klassen.

Zwar entfällt so das Übertaktungspotenzial eines Core i7-»K«-Prozessors, das gesparte Geld bei fast ebenbürtiger Leistung lässt sich dann jedoch zum Beispiel in eine stärkere Grafikkarte oder eine größere SSD investieren. Allzu große Sprünge sollten Sie zwischen den Kategorien aber nicht machen, weil etwa der Pentium G4560 aus dem 500 Euro-PC es den Grafikkarten aus den deutlich teureren PCs nicht erlauben würde, ihre Leistung voll zu entfalten (zumindest unter DirectX 11).

Hinweis: Bitte bedenken Sie, dass unsere Selbstbau-PCs nur als Vorschläge gedacht sind und nicht alle Ansprüche und Geschmäcker gleichzeitig bedienen können. Manche Spieler wollen ihren Prozessor beispielsweise übertakten und legen deshalb Wert auf ein Modell mit freiem Multiplikator, während andere bereits mit einem günstigen Vierkerner ohne freien Multiplikator zufrieden sind. Wer außerdem nur einen Full HD-Monitor mit 60 Hertz besitzt, der benötigt höchstens dann eine der schnellen Grafikkarten ab dem 1.000 Euro-PC, wenn er Downsampling zur Bildverbesserung in aktuellen Spielen nutzen will. Es gibt viele weitere Beispiele dieser Art, generell sollten Spieler aber mit all unseren Vorschlägen glücklich werden. Für Änderungs- und Optimierungsvorschläge sind wir gleichzeitg generell offen.

Optische-Laufwerke und Soundkarten

Zwei Komponenten tauchen in unserer Online-Kaufberatung nicht auf: Optische-Laufwerke wie DVD- und Blu-ray-Brenner und Soundkarten. In Zeiten digitaler Vertriebsplattformen wie Steam, Origin oder Good old Games ist ein Laufwerk in einem Spiele-PC unserer Meinung nach keine Pflicht mehr. Zudem lassen sich Laufwerke aus älteren PCs problemlos in einem neuen PC weiter nutzen, solange sie über einen SATA-Anschluss verfügen und das neue Gehäuse über entsprechende Laufwerkschächte verfügt.

Da viele heutige Mainboards – auch aus der Einsteigerklasse – außerdem auf ordentliche Soundchips wie den Realtek ALC 892 setzten und zudem brauchbare Digital-zu-Analog-Wandler verbaut haben, macht sich eine Investition in eine günstige Soundkarte (bis 30 Euro) nicht unbedingt bemerkbar. Gerade bei Wiedergabegeräten der Einsteigerklasse (Headsets/Kopfhörer bis 50 Euro, Lautsprecher von 100 bis 150 Euro) bedeutet der Verzicht auf eine (günstige) Soundkarte oft keinen groß hörbaren Nachteil.

Soundkarten wie die Creative Soundblaster Z oder die ASUS Xonar DX lohnen sich daher heute in der Regel nicht wegen ihrer besseren Signalqualität, sondern vor allem wegen der sehr nützlichen Surround-Simulation auf Stereo-Headsets. Allerdings werden die akustischen Vorteile nur dann wirklich hörbar, wenn Sie über ein entsprechend hochwertiges Headset/Kopfhörer verfügen. Ist das der Fall und legen Sie außerdem Wert auf eine gute Surround-Simulation, dann rentiert sich der Aufpreis gegenüber Onboard-Sound bereits beim 500-Euro-PC.

Wollen Sie sich ein DVD-Laufwerk und eine Soundkarte zu Ihrem PC dazu kaufen, dann empfehlen wir das Samsung SH-224GB für etwa 20 Euro sowie die Creative Soundblaster Z in der »Bullk«-Version inklusive Mikrofon für etwa 60 Euro.

Die besten Selbstbau-PCs : Ab 70 Euro zu haben: Die Creative Soundblaster Z inklusive Mikrofon. In der Bulk-Version ohne rote Zierblende gibt es die Karte teils auch ab 60 Euro. Ab 70 Euro zu haben: Die Creative Soundblaster Z inklusive Mikrofon. In der Bulk-Version ohne rote Zierblende gibt es die Karte teils auch ab 60 Euro.