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3DMark 11

DirectX-11-Benchmark im Grafikkarten-Check

Der neue 3DMark 11 steht ab sofort zum Download. Wir nehmen Technik und Grafik des DirectX-11-Benchmarks unter die Lupe und messen die Leistung.

Von Andrea Maurer |

Datum: 08.12.2010


Rund zweieinhalb Jahre ist es her, dass Futuremark seine erfolgreiche Grafikkarten-Benchmark-Reihe um den 3DMark Vantage erweiterte. Mittlerweile erzielen selbst Mittelklasse-Grafikkarten Resultate im fünfstelligen Bereich, was anfangs nur High-End-Platinen schafften. Der neue 3DMark 11 soll jetzt aber auch wieder aktuelle Grafikkarten so richtig ins Schwitzen bringen - dank DirectX-11-Unterstützung. Wir haben uns den neuen Grafikkarten-Benchmark genauer angeschaut und die Leistung mit einigen beliebten beziehungsweise aktuellen Grafikkarten gemessen.

Mit einer kleinen Verspätung von einer Woche hat es der 3DMark 11 endlich auf den Markt geschafft. Angekündigt war er ursprünglich für den 30.November. Neu im 3DMark 11 ist die zwingende Direct-X11-Unterstützung, unter Windows XP oder mit einer DirectX-10-Grafikkarte startet das Programm nicht. Das grafische Vorzeige-Feature von DirectX 11 ist Tesselation, von der Futuremarks neue Benchmark-Software in drei der vier Grafiktests Gebrauch macht. Im »Physics«- sowie dem sogenannten »Combined«-Test prüft 3DMark 11 die Leistung bei physikalischen Berechnungen – sowohl seitens der Grafikkarte als auch seitens des Prozessors.

3DMark 11 : Bei nicht DirectX-11-fähigen Grafikkarten, wie hier der Geforce 9800 GTX, verweigert Futuremarks neuster Benchmark seinen Dienst.

Ohne DirectX 11 kein 3DMark 11
Bei nicht DirectX-11-fähigen Grafikkarten, wie hier der Geforce 9800 GTX, verweigert Futuremarks neuster Benchmark seinen Dienst.

Grafik-Tests

Der erste Grafiktest spielt in der Tiefsee. Dort sehen Sie mehrere U-Boote, von denen zahlreiche Lichtquellen ausgehen, die teilweise auch Schatten werfen. Futuremark setzt hier zudem volumetrische Beleuchtung ein, womit Lichtstrahlen wie in der Realität durch ein Medium wie Nebel, Rauch oder Dampf transportiert und durch dieses verändert werden. So schimmern in diesem Grafiktest beispielsweise die Lichter der U-Boote durchs Meerwasser. Im ersten Grafiktest kommt allerdings noch keine Tesselation zum Einsatz.

» Alle 3DMark-11-Tests im Video

Im zweiten Grafiktest stoßen die U-Boote auf ein Schiffswrack, das mit Tesselation realisiert wird. Durch Tesselation ist die Grafikkarte in der Lage, einfache Polygonstrukturen selbstständig um zusätzliche Polygone zu erweitern. So erscheinen Oberflächen wesentlich detailreicher und realistischer, zudem erleichtert Tesselation die Arbeit der Programmierer und verringert die Datenmengen, die zur Grafikkarte transportiert werden müssen. Die Beleuchtungseffekte im zweiten Grafiktest entsprechen denen des ersten.

3DMark 11 : Der erste Grafiktest strotzt nur so vor Lichteffekten, Tesselation wird allerdings keine verwendet.

1.Grafiktest
Der erste Grafiktest strotzt nur so vor Lichteffekten, Tesselation wird allerdings keine verwendet.


Szenenwechsel: Der dritte Grafiktest findet im Dschungel statt. Wie im Dschungel üblich, fährt die Kamera zunächst durch die Bäume, um anschließend den Fokus auf einen riesigen Tempel zu schwenken, vor dem sich ein archäologisches Camp mit Zelten und Geländewagen befindet. Futuremark wendet Tesselation hier auf Statuen, Pfeilern sowie teilweise auf Pflanzen an. Zusätzlich wird die volumetrische Beleuchtung eingesetzt, was für eine besonders schöne Verteilung der Sonnenstrahlen im Tempelgebiet sorgt.

Der vierte Test findet in der gleichen Gegend wie der dritte Grafiktest statt, dieses Mal allerdings in der Nacht. Der Vollmond scheint hell und auch am Geländewagen brennen die Lichter, weshalb hier verstärkt die volumetrische Beleuchtung zur Geltung kommt. Zusätzlich gibt es im vierten Grafiktest Schatteneffekte. Für die Darstellung der Pfeiler, Statuen und Pflanzen nutzt die Grafikkarte wieder Tesselation.

Physics-Test

3DMark 11 : Beim ersten Physics-Test muss der Prozessor alleine ran. Grafik-Features wie Tesselation sind hier deshalb deaktiviert.

Physics-Test
Beim ersten Physics-Test muss der Prozessor alleine ran. Grafik-Features wie Tesselation sind hier deshalb deaktiviert.

Im Physics-Test fliegen die Fetzen - beziehungsweise die Kugeln. Gleich mehrere krachen auf die Säulenbauwerke, die unter der Wucht der Einschläge in ihre Einzelteile zerfallen. Dabei berechnet diesmal ausschließlich der Hauptprozessor, wie der Einsturz der Bauwerke verlaufen soll und versucht diesen physikalisch möglichst realistisch darzustellen. Realisiert werden die physikalischen Berechnungen durch die »Physics Library C++« sowie das »Physics SDK«. Tesselation, eine volumetrische Beleuchtung sowie sonstige Grafikeffekte finden im fünften Test nicht statt.

Im sechsten und letzten Test ist dann neben der CPU auch wieder die Grafikkare gefragt. Während der Prozessor für den Einsturz der Gebäude zuständig ist, übernimmt die Grafikkarte Tesselation, volumetrische Belechtung, Post-Processing sowie das Verhalten der beim Einsturz herumfliegenden Partikel (»soft-body physics«). Der letzte Test ähnelt vom Ablauf her dem ersten, mit dem Unterschied, dass Futuremark die Säulen mit dreidimensionalen Ornamenten (für Tesselation) verziert, eine Sonne platziert (für volumetrische Belechtungseffekte) sowie jede Menge Sträucher und im Wind wehende Fahnen zwischen den einstürzenden Bauwerken verteilt.

3DMark 11 :

Grafikkarten-Vergleich

In 3DMark 11 schneidet Nvidias neue High-End-Karte, die Geforce GTX 580 am Besten ab. Weit dahinter die Radeon HD 5870, die sich zumindest im neuen 3DMark von ihrer aktuelleren Schwester aus der Mittelklasse, der Radeon HD 6870 nichts vormachen lässt. Auf den vierten Platz in unserem Ranking schafft es die GTX 460 mit einem Gigabyte Speicher und auf dem letzten Platz landet die mittlerweile etwas betagte Mittelklasse-Karte Radeon HD 5770.

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Avatar aForce
aForce
#1 | 08. Dez 2010, 09:45
Schöne und eindrucksvolle Bilder, meiner beschiedenen Meinung nach aber völlig unnötig. Spiele bieten bei Test viel realistischere und brauchbarere Ergebnisse als eine tiefergelegte Futuremark-Engine und bei Belastungstests greift man besser zum Haarigen Donat, aka Furmark3D und prime95, aka "Burn da CPU".

Für virtuelle schwanzvergleiche mag sich diese Software aber durchaus profilieren.
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Avatar sahvg
sahvg
#2 | 08. Dez 2010, 10:00
q6600 @ 3.0 + ati 5850
= unglaubliche P 3628 ^^

test 3 ist total unscharf. wenn ich im wald spazieren gehe verschwimmt ja auch nicht alles was 3 meter vor mir ist... "depth of field" ist schei...! kann aber auch sein das die spielfigur halb blind ist ^^
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Avatar hoodie
hoodie
#3 | 08. Dez 2010, 10:03
Zitat von aForce:
... Für virtuelle schwanzvergleiche mag sich diese Software aber durchaus profilieren.


Ich denke genau über diesen "Sektor" finanziert sich die ganze Geschichte :)
Und der Otto-Normal-Verbraucher sieht halt die bunten Bilder ("boah, geil!"), staunt dann über die Zahlen ("so viel? krass!") und kauft dann die Grafikkarte mit dem entsprechenden Sticker oder unter der gelisteten Hardware des Referenz-Systems...da fliesst garantiert ordentlich Kohle von Seiten der Grafikkarten-Industrie, nehme ich mal an.
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Avatar Nicht5o
Nicht5o
#4 | 08. Dez 2010, 10:19
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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Wheeljack
#5 | 08. Dez 2010, 10:25
Nen Score hab ich leider noch nicht, da gestern Abend zufälligerweise der entsprechende Server von Futuremark ausgefallen war. Ist schon etwas peinlich.
Verglichen mit Vantage ist diese Ausgabe deutlich gelungener. Man hat ja auch drauf verzichtet, Personen darzustellen - die sahen im Vorgänger ja absolut nicht mehr zeitgemäß aus...
Was bleibt ist sehr viel mehr oder weniger statische Landschaft (von ein paar sich im Wind bewegenden Palmen mal abgesehen), die dafür sehr sehr gut ausschaut. Dank ruhiger Kamerafahrten fallen niedrige 15fps auch nicht so sehr ins Gewicht. Insgesamt sehr nett anzusehen.
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xps27
#6 | 08. Dez 2010, 11:12
Zitat von Nicht5o:


Und da spricht der Neid....


Oder ähnlich...
Ich bin genau der gleichen Meinung wie aForce. Solche Programme sind cool um zu sehen wie stark ein System ist. So kann man es mithilfe der Punktzahl mit anderen vergleichen. Ich finde es aber besser die Grakka und das restliche System ingamge zu testen --> BFBC2 mit max. Details und schauen wiviel FPS noch dargestellt werden. Oder natürlich mit Crysis.
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Cartman666
#7 | 08. Dez 2010, 11:58
Ich sehe den 3DMark seit Version 05 als reine Grafikdemo an. Ein Benchmark, der auf den meisten Geräten gar nicht erst startbar ist (DX11) bzw. nicht ansatzweise vernünftig läuft (weil zu stark von Features Gebraucht gemacht wird, die erst in frühestens 2 Jahren von Spielen eingesetzt werden) ist definitiv nicht aussagekräftig. Gut daß Gamestar & Co. schon lange auf echte Spiele setzen.
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Avatar Takarashy
Takarashy
#8 | 08. Dez 2010, 12:06
Kein Spiel bietet einen Benchmark wo coole Graphik,Physik,KI,Tesselation usw. alle drinnen sind... Dieser Test macht halt nen Durchschnitt von allem. Kan sein das ne GPU bei Crysis bessere Ergebnisse liefert als ne andere, aber bei Tesselation kakt sie dann aber ab...Oder bei Physik, Lichtberechnung usw...

Dieser Test ist halt ein Allrounder, und wer das nicht kapiert und NUR auf Einzeltests schaut ist selber schuld.

PS: Wer BFBC2 echt als Benchmark benutzt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen...Das Spiel sieht ja ziemlich gut aus...aber jeder neue PC/Notebook über 1000€ schafft die maximalen Details ohne Probleme...
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Avatar scrx
scrx
#9 | 08. Dez 2010, 12:53
lol 8670 punkte ich bin der krasseste lololo


spaß bei seite

ich finde den 3dmark 11 doch sehr gelungen

was mich jedoch stört ist diese hässlige unschärfe im wald *kotz*
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Avatar olli2301
olli2301
#10 | 08. Dez 2010, 13:31
Zitat von Nicht5o:


Und da spricht der Neid....


Wieso muss es immer Neid sein, wenn man einer Sache kritisch gegenüber steht? Worauf sollte er denn neidisch sein? Das verstehe ich nicht ganz, tut mir leid.

Die 3DMark ist meiner Meinung nach keine "wirkliche" Benchmark. Ich habe am Tag bei jedem Durchlauf andere, teils extrem unterschiedliche Ergebnisse. Da vertraue ich doch weiterhin den Ingame-Prozessen der Spiele und sehe, wie viel FPS ich tatsächlich bekomme.

Nichtsdestotrotz sind hier imposante Bilder zu sehen, die verdeutlichen, zu was die Technik imstande ist. Effektiv Gebrauch wird davon letztlich kein Spiel machen - zumindest nicht in dieser Flut an Gimmicks.
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