DirectX 12 Performance : Wir lassen die Geforce GTX 1070 und GTX 1080 in vier DirectX-12-Spielen gegen die älteren Maxwell-Karten und AMDs Radeon-Modelle antreten. Bringt Pascal mehr Performance unter DirectX 12? Wir lassen die Geforce GTX 1070 und GTX 1080 in vier DirectX-12-Spielen gegen die älteren Maxwell-Karten und AMDs Radeon-Modelle antreten. Bringt Pascal mehr Performance unter DirectX 12?

Auch wenn es bislang nur wenige Spiele mit DirectX-12-Unterstützung gibt, wächst ihre Zahl doch stetig. Bislang haben Geforce-Karten unter DX12 meist deutlich schlechter abgeschnitten als die Radeon-Modelle von AMD. Die Gründe hierfür liegen zum einen in den voll auf DX11 optimierten und ausgerichteten Nvidia-Treibern und zum anderen in den fehlenden Hardware-Features.

Zum Thema » Geforce GTX 1070 Neuer Preis-Leistungs-Hit? » Geforce GTX 1080 Spiele-Benchmarks, Lautstärke und Stromverbrauch » Nvidia Geforce GTX 1080 Übertakten auf 2,0 GHz leicht gemacht? Radeon-Grafikchips auf Basis der GCN-Architektur besitzen mehrer ACEs (Asynchronous Compute Engines), die sich um Async Compute kümmern. Mit APIs wie DirectX 12 und Vulkan können Grafik- und Compute-Aufgaben (etwa Physik) parallel statt nacheinander abgearbeitet werden. Das kann in einem deutlich Geschwindigkeits- und somit Performance-Gewinn für Spiele resultieren. Zwar beherrschen auch Nvidias Maxwell-Karten (GTX 900) Async Compute und unterstützen DirectX 12, durch die fehlenden ACEs fällt der fps-Gewinn jedoch deutlich geringer aus als bei den Radeon-Modellen.

Mit Pascal soll sich das ändern. Zwar besitzt auch die GP104-GPU der Geforce GTX 1070 und GTX 1080 keine separaten Asynchronous Compute Engines, allerdings soll laut Nvidia die Async-Compute-Fähigkeit von Pascal im Vergleich zu Maxwell dennoch deutlich verbessert worden sein.

In unseren Tests zur GTX 1070 und GTX 1080 scheint sich diese Behauptung zumindest in Hitman, als derzeit einzigem DX12-Titel des Benchmark-Parcours, zu bestätigen. Maxwell-Karten wie die Geforce GTX 980 und die GTX 980 Ti liegen in den DX11-Spielen klar vor den aktuellen AMD-Top-Modellen R9 Fury und R9 FuryX. In der DX-12-Version von Hitman dreht sich das Ganze jedoch und hier verlieren die Geforce-Modelle deutlich. Bei den Pascal-Karten ändert sich das Bild etwas und die GTX 1070 und 1080 bleiben vor den Radeons - auch wenn sich der Vorsprung verkleinert.

Um die Beobachtungen zu verifizieren und die Vergleichbarkeit zu verbessern, haben wir neben Hitman noch drei weitere DX-12-Spiele getestet. Ashes of the Singularity stellt dabei das erste vollständig auf die neue Schnittstelle optimierte Spiel dar. Rise of the Tomb Raider erhielt nachträglich via Patch die DX12-Unterstützung. Auch Total War: Warhammer wird künftig DirectX 12 kompatibel und wir haben bereits vorab eine Benchmark-Version bekommen.

Benchmarks

Ashes of the Singularity Crazy Settings, 4xMSAA, Alle Batches
1920x1080 DX12
1920x1080 DX11
Geforce GTX 1080 8.192 MByte
58,2
53,4
Radeon R9 FuryX 4.096 MByte
49,7
38,2
Geforce GTX 1070 8.192 MByte
49,2
47,4
Radeon R9 Fury 4.096 MByte
48,2
38,0
Geforce GTX 980 Ti 6.144 MByte
45,5
46,5
Radeon R9 390 8.192 MByte
40,0
34,0
Geforce GTX 970 4.096 MByte
28,3
32,8
0
12
24
36
48
60
Gemessen in fps. Je höher, desto schneller. Unter 45 fps ruckelt es.

Ashes of the Singularity

Im integrierten Benchmark des Strategie-Spiel von Oxide schneidet die GTX 1080 am besten ab. Unter DX11 liegt der Vorsprung zur Fury X bei fast 40 Prozent und auch mit DX12 bleibt die Pascal-Karte vorn, allerdings schrumpft der Abstand auf rund 15 Prozent. Während die GTX 1070 beim DX11-Benchmark noch klar vor der FuryX liegt, verliert sie bei DX12 knapp.

Anders als die übrigen Radeons können die beiden Maxwell-Karten gar nicht von DX12 profitieren und schneiden sogar schlechter ab als unter DX11.

Update: AMD behauptet, die Geforce-Karten würden beim Ashes of the Singularity-Benchmark nicht alle Grafik-Details korrekt wie vom Entwickler vorgesehen berechnen. Konkret genannt werden die Terrain-Shader, die für die Menge des Schnees verantwortlich seien. Impliziert wird damit ein eventueller, unlauterer Performance-Vorteil für die Geforce-Karten im AotS-Benchmark. Wir haben auch eine ausführlichere Meldung zu AMDs Vorwürfen an Nvidia mit Vergleichs-Screenshots im Ashes of the Singularity-Benchmark.

Hitman

Im Killer-Spiel schlechthin erhalten wir ähnliche Verhältnisse wie bei Ashes of the Singularity. Auch hier bleibt die GTX 1080 an der Spitze und die FuryX vor der GTX 1070. Auch hier schneiden die GTX 980 Ti und GTX 970 unter DX12 schlechter ab und die Pascal-Karten können sich zumindest etwas verbessern.

Rise of the Tomb Raider

Das neueste Abenteuer von Lara Croft bereitet Radeon-Karten Probleme – daran ändert auch DirectX 12 nichts. Wie in der DirectX-11-Version belegen hier Geforce-Modelle die oberen Ränge. Überraschenderweise bringt DX12 der GTX 980 Ti hier einen Performance-Vorteil, während die GTX 970 schlechter abschneidet als unter DX11. Generell scheint die DX12-Version von Tomb Raider (immer noch) nicht ausgereift zu sein.

Total War: Warhammer

Uns wurde die DX12-Benchmark-Version von Total War: Warhammer vorab von AMD zu Verfügung gestellt. Entsprechend sind die ermittelten fps-Zahlen nur bedingt aussagekräftig. Schließlich fehlen noch finale Optimierungen, Treiber-Anpassungen und die Werte lassen sich noch nicht im eigentlichen Spiel nachprüfen. Bislang sind die GTX 1080 und die FuryX gleichauf und die GTX 1070 trennt nur ein fps von der Fury und der GTX 980 Ti.

Nvidia Geforce GTX 1080