Grafikkarte und Prozessor sind die wichtigsten Bauteile in einem Spiele-Notebook. Im Wesentlichen bestimmen sie allein die Spieleleistung. Genau diese beiden Komponenten lassen sich allerdings nur in absoluten Ausnahmefällen von Profis durch schnellere ersetzen. Aber auch mit mehr Arbeitsspeicher oder einer neuen Festplatte können Sie Ihrem Notebook auf die Sprünge helfen.

Auf den folgenden Seiten geben wir Ihnen einen Überblick, was Sie aufrüsten können und was nicht. Achtung: GameStar kann keine Garantie für Schäden an Ihrem Notebook übernehmen. Den Einbau von Notebook-Komponenten überlassen Sie am besten einem Fachmann, wenn Sie Ihre Hersteller-Garantie nicht riskieren wollen.

Notebook-Tuning: Teil 1 : CPU, Grafikprozessor und Chipsatz teilen sich meist ein Kühlsystem. CPU, Grafikprozessor und Chipsatz teilen sich meist ein Kühlsystem.

Prozessor tauschen

Entgegen der landläufigen Meinung bieten zahlreiche Notebooks zumindest theoretisch die Möglichkeit, den Prozessor gegen ein leistungsstärkeres Modell zu tauschen. Ein CPU-Wechsel lohnt sich bei Notebooks aber nur dann, wenn Sie den Prozessor sehr günstig bekommen können, was selten und nur bei gebrauchten CPUs der Fall ist.

Bei einem Notebook-Neukauf sollten Sie lieber etwas mehr Geld ausgeben und sich das nächstschnellere Modell kaufen, anstatt den Prozessor nachträglich aufzurüsten. Denn der teils enorme Arbeitsaufwand, die hohen Kosten für eine neue Notebook-CPU, der Garantieverlust und die Gefahr eines Notebook-Defekts stehen in keinem Verhältnis zur oft nur geringen Leistungssteigerung durch eine bessere CPU. Denn Sie können nicht einfach irgendeine moderne CPU einbauen, sondern prinzipiell nur die, die der Hersteller auch selbst im Angebot hat beziehungsweise hatte. Meist hat die neue CPU dann nur einige Megahertz mehr, entspricht aber ansonsten dem alten Modell.

In der Praxis fällt deshalb etwa der Wechsel von einem Dual- auf einem Quad-Core flach, auch weil das Kühlsystem in der Regel nicht damit fertig wird. Grundsätzlich empfehlen wir einen derartigen Umbau nur fortgeschrittenen Hardware-Tüftlern. Zudem sollten Sie vorher sicherstellen, dass Sie die CPU überhaupt wechseln können und eine schnellere tatsächlich erhältlich ist.

Notebook-Tuning: Teil 1 : Eine Notebook-CPU lässt sich nur mit hohem Risiko aufrüsten. Eine Notebook-CPU lässt sich nur mit hohem Risiko aufrüsten. Bei vielen Notebooks lässt sich der Prozessor gar nicht ausbauen, weil er fest mit der Hauptplatine verlötet ist. Wenn Sie den Prozessor wechseln können, dann müssen Sie Ihr Notebook aufschrauben und das Kühlsystem entfernen. Bei manchen Notebooks ist davor lediglich eine Abdeckung an der Unterseite zu entfernen, bei anderen müssen Sie dagegen erst die Tastatur herausnehmen. Den Notebook-Prozessor lösen Sie dann durch Drehen einer Schlitzschraube (Intel) oder nach oben Ziehen eines Hebels (AMD). Wenn Sie ein Knacken hören, können sie den alten Prozessor herausnehmen, den neuen einsetzen, befestigen und das Notebook wieder verschließen.

Der neue Prozessor muss dabei zu dem auf dem Notebook-Mainboard vorhandenen Sockel kompatibel sein. Das allein ist aber noch keine Garantie dafür, dass der leistungsstärkere Prozessor anschließend einwandfrei läuft, da Bios-Version sowie FSB, Baseclock oder Referenztakt des Mainboards ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen. Ein CPU-Upgrade kann außerdem Systeminstabilitäten, bedingt durch eine zu hohe Wärmeentwicklung oder eine zu geringe Energiezufuhr, zur Folge haben und im schlimmsten Fall Ihr Notebook beschädigen.

Erkundigen Sie sich vor einem Prozessortausch also unbedingt auf der Webseite des Herstellers, welche CPUs Ihr Notebook offiziell unterstützt. Bei der Orientierung hilft auch ein Blick in die Hardware-Ausstattung leistungsstärkerer Notebooks, die derselben Baureihe angehören. Wenn in einem schnelleren Modell ein höherwertiger Prozessor angeboten wird, besteht die Möglichkeit, dass dieser Prozessor auch für Ihr Notebook geeignet ist. Die Hersteller ändern bei den unterschiedlichen Modellen meist lediglich die Hardwareausstattung, nicht aber die Kühlvorrichtung und Stromversorgung. Achten Sie deshalb darauf, dass der neue Prozessor die gleiche oder eine niedrigere Verlustleistung (TDP) hat als Ihr alter Prozessor.